Heute nur prokrastiniert. -Igitt, was Wort!

Heißt: viel getippt, viel handschriftlich geschrieben. Bewerbungen anderer verbessert. Deren Arbeitsaufträge erledigt. Na, ein eigener war immerhin auch dabei. Den Rest, bis morgen, weit von sich geschoben. Gaaahnz weit weg.

Sollte Ghostwriterin werden. Allein die Bezeichnung ist toll!

(Vermisse Joseph! Oder Dich?)

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16 Kommentare zu

  1. Na, dann wag‘ ich ja gar nicht zu sagen, was ich heute gemacht habe – ans Prokrastinieren reicht es jedenfalls nicht heran …

    • read An sagt:

      Doch Herr Schlinkert, wagen Sie es! Ich bin offen für jedes andere … (ja was?)
      … mir fällt sofort das Wort Manöver ein.

    • Wissen Sie, ich habe (mir) heute Äpfel auf dem Markt gekauft, grünen Tee getrunken, in einem Roman gelesen und beim abendlichen Filmgucken (ein Kinderfilm!) ein paar Tränen verdrückt – und jetzt ist mir auch noch der Alkohol ausgegangen. Wie gesagt, so gerne ich auch Manöver durchstünde, ans Prokrastinieren reicht das nicht ran! …

    • read An sagt:

      Klingt nach einem guten Tag! Ins Teewasser schaue ich seit Tagen häufiger. Und auf dem letzten Teebeutelfähnchen stand: Lasse niemanden fallen.

      Beweisfoto soeben geschossen.

      Und um 01Uhr20 circa nachträglich eingestellt (Mmh, kaum lesbar. Vertrauen Sie mir?).

    • So schlecht war der Tag nicht, stimmt, man muß eben nur das Novemberliche akzeptieren.
      Niemanden fallen zu lassen, als Aufforderung auf einem Teebeutel? Den man nach Benutzung prompt in den Müll fallen läßt? Wie sollte ich da noch zweifeln, daß das da wirklich draufsteht – ich hätte Ihnen auch ohne Foto vertraut. (Vertrauen ist eine meiner großen Schwächen, anyway.)

    • read An sagt:

      Nein, Vertrauen ist keine Schwäche. Aber manchmal schwächt einen das. Weiß ich.

      Ein Zitat: Vertrauen Sie mir – ich weiß, was ich tue!
      Ich liebte diese Serie.

      Und ich habe eine gute Nachricht für Sie, Sie können den Windmondmonat unangenommen hinter sich lassen. Morgen ist schon Dezember.

    • redi sagt:

      Posten Sie doch mal ein Bild von sich, macht doch jeder

    • @read An Unflankiert wird Vertrauen aber einfach oft zu einer Schwachstelle, aber das weiß man, ich, ja gemeinhin vorher, vor allem wenn man sozusagen Vorschuß gewährt. Die Serie habe ich nie gesehen, ich glaube, da war ich im falschen Alter, um vor der Glotze zu hocken.
      Der Dezember hat ja tatsächlich den besseren Ruf, wahrscheinlich aber nur, weil er näher dran ist am Mai!

    • read An sagt:

      Ich kann meine Flanken nicht schützen, jedenfalls nicht, wenn es mich anfasst. Das wäre auch so, als müsste ich meine Seele, sobald ich rausgehe, in Watte einschlagen.

      Alles was ich dann tun kann, ist: mich zurückzuziehen oder die Flucht nach vorn anzutreten. Diese andere Form von Selbstschutz, hat sich bei mir nie so richtig entwickelt. Erstaunlicherweise.

      Mai: der Blumenmond. Ich wünschte, ich wäre schon dort. Dann ist ein Jahr vorbei. Und schon will ich meinen nächsten Text hineingeben, der seit Wochen im Dunkeln liegt. Wie so manch anderer.

    • „Der Sitz der Seele“, schreibt Novalis, „ist da, wo sich Innenwelt und Außenwelt berühren. Wo sie sich durchdringen, ist er in jedem Punkte der Durchdringung.“ (Blüthenstaub, 19.) November, oder überhaupt alles außer Sommer, ist mir oft, wie jetzt, Novalis-Zeit, und zwar der Novalis der philosophisch-theoretischen Werke.

      Texte, die im Dunkeln liegen, wollen immer ans Licht, aber manchmal ist es besser, so geht es mir mit manchem Text, sie dort noch eine Weile reifen zu lassen.
      (Was ist denn dieses „es“, das Sie, wenn, anfaßt?)

    • read An sagt:

      Ist ein anderes „es“, das anfasst. Dann kommen mir unwillkürlich Bilder. Andere als meine eigenen.

      Seele. Da hat er schon Recht, der Novalis.

      Selbstzitat:

      … Ruhiger wurde sie erst als ich sie unbewusst ein wenig fester umschloss und auch meine Bewegungen an sie etwas grober zurückgab. So, als müsste sich das, was sie anscheinend ein wenig daraus zu lösen vermag, an den Zustand und die Vorgänge ihres Körpers anpassen. Ich sang ihr etwas vor. Die ganze Zeit über fixierte sie dabei mit ihren Augen meinen Mund, die sonst oft eine Schielstellung einnehmen. Sie schien konzentrierter. So als holte es sie herauf, als sammelte sie sich innerlich. Als wäre ein Zustand hergestellt, der nicht nur aushaltbar, sondern ein Stück weit, für sie, auf ihrer Ebene der Wahrnehmung, ein entsprechender ist. Nun hat so ein kleines Bündel Leben noch sicher keine Vorstellung davon, was z.B. Enttäuschungen sind und wie es ist, wenn das was ent:täuschte, für einen ins erfahrbar Reelle rückt. Und auch noch nicht so sehr, was es mit ihr und der Welt auf sich hat, was ein Ich ist, über das sie nachdenken kann, oder gar ein Selbst oder eine Selbstfiktion. Sie tut nur eines, sie schließt an das an, was ihr und ihrem Körper Anschluss ermöglicht. Weniger an mich, als durch mich an sich selbst. Eine Form von Empfindungswahrnehmung, in der sie ist, und es anhaltender bleiben sollte. Das, was der Mensch als Seele bezeichnet, erdet den Körper auch. Ist das, was diese Differenz von Innen- und Außenwahrnehmung, Ich und Welt, versucht aufzuheben. Dass das nicht immer gelingt, weiss ein Mensch. Weiss ich. Weiss jemand, der von Enttäuschungen spricht …

      : aus einem meiner Texte stammend. Und aus den schönen Erfahrungen, die ich in meinem Beruf machen durfte. Dieses Kind litt / leidet an einer infantilen Zerebralparese.

    • Anschluss an die Welt suchen, finden; kein Anderer sein, nicht neben sich stehen, stabil ich selbst sein, sich als Einheit empfinden; geworden sein, nicht aufhören zu werden; auf Ent-Täuschungen nicht mit Selbsttäuschungen reagieren, eben das aushalten und trotzdem von der Stelle kommen; sich an Dreh- und Angelpunkten nicht um 360° Grad drehen (lassen), Seele nie baumeln und der Wahrheit ihren Schein lassen …

      Sie sehen, Ihr Text löst einiges an Nachdenken bei mir aus, Fragmente, angesiedelt zwischen absolutem Verstehen und absolutem Nichtverstehen beim Austausch der Gedanken.

    • read An sagt:

      Ja, Anschluss an Welt.

      Das Gras ist grüner, wenn wir glücklich sind …, wie ich schon an bersarin schrieb. Zwar wagt mein Verstand dies zu bezweifeln …

      Abhängige sind wir. Und so bedeuten wir dann auch die Jahreszeiten.

      Ich & Du.
      Und wie das so ist.

    • Hab grad bei mir einen Text eingestellt, der sich letztlich zwar (nur) um mich und meine randständige Lage dreht, das Thema Anschluss an die Welt aber ganz und gar meint. Daß der Verstand manches bezweifelt, ist ja nun mal seine Aufgabe, aber im Zweifel steckt immer auch das Zwiefache, das Für und Wider, und das tröstet die Seele und sorgt dafür, daß wir unseren Arsch in Bewegung setzen. Und, ja, genau: Wie das so ist.

    • read An sagt:

      Move your Ass!
      -Also nicht dass ich jetzt Scooter fahren will: döp döp döp aber ist eben auch besser als randsässig zu werden. Da wird das Sitzfleisch irgendwann träge. Und in die Schwachstellen anderer schlage ich ebenfalls selten. Häufig sind das auch nur offene Wunden. Ich puste lieber rein, wenn dasjenige nicht aufpasst. In der Hoffnung, die Infektion heilt das dann: vielleicht.

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