„looming“ (26. auf 27. August 2015).


Ich habe geträumt | sah den Traum
an wie ein Bild, das Gedicht war:

I am looming
I am looming
I am looming

[Bild einer Frau, die eine Tafel hält,
nicht aber Madonna | ‚meine‘ Frau?
]

Ich werde meine Sklaven töten

Das Bild war als Bild ein Vers des Gedichts,
an seiner Realität war nichts zu bezweifeln
doch looming, looming, was hieß looming?

Ich starrte den Traum an | wartend & vor-
herwissend: | gleich kommt der Schuß –
fühllos wartend, nur den langsamen Fluß des Geschehens
sein | Fließendes spürend | und wie ich, was ich so liebte, verlöre:

O wahres Partizip eins! | (‚looming‘ ist ‚webend‘, ‚drohend‘):
Etwas zeichnet sich ab und ich seh es, ja tu es
alleine, indem ich es sehe | seh ich‘s herbei
als ob ich es passiv ersehnte –

als der Schuß f i e l | die Frau fiel
meine? | fiel ich | aus dem Traum
hinauf – aus dem unbewußten Webstuhl des Schlafs
in den aufgewühlten Tag meines Bettzeugs
und sah sofort nach den Sklaven –

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