III,123 – Der Frage nachgehen wollend, ob es noch Kühe gibt

”Ho chiuso bottega”, wie man hier sagt, also den Laden dicht gemacht. Arbeitscomputer in Sicherheit gebracht. Jetzt bleibt für die nächste Zeit nur der Küchencomputer, den ich wohl auch mitnehmen werde morgen, wenn’s auf die Autobahn geht (Landstraßen nur ein kleiner residualer Teil). Morgen und übermorgen (Schützenfest) erscheint allerdings nichts von mir, danach ganz nach meinem Gusto. Es kann, aber es kann auch nicht passieren. Ab dem 16.8. sollte eigentlich wieder eine Regelmäßigkeit eintreten. Die Zeit zur Abfahrt ist tatsächlich hoch: Scheinwerfer wurden heute montiert, die Grillecke aufgebaut unten auf dem Platz. D.h., mit den Tischen auf dem Platz wird’s langsam ernst, wahrscheinlich dann wohl ab Freitag. Warum am Mittwoch der Platz gesperrt war, war nicht wirklich einsichtig, und die dennoch geparkten Autos schufen völlig entgegengesetzte Tatsachen. Nun ja, es trommelte ein Weilchen, während ich bis 10 meiner Vergasung entgegenarbeitete. Der “unabdingbaren”. Hat aber geholfen. Dem Kopf indes nicht unbedingt, denn der, ziemlich geschunden und dem Monde gleich zum Abnehmen geneigt, brummte in den Tag, und wollte nicht unbedingt der Sonne beipflichten. Schien die überhaupt? Irgendwie war Licht. Aber ohne daß die Lampe (Lampe) brennt, lassen sich im Halbdämmer der Küche selbst unscheinbare Bläschen nur ahnen, sobald das Teewasser zu simmen beginnt, aber eben doch nicht kochen soll. Küche im Halbdämmer, Kühe in Halbtrauer… Vor Jahren hatte mein Cousin noch eine Kuhhaltung, standen alle in einem Riesenstall (natürlich EU-etikettiert: gelber Ohrklipp). Gibt’s nicht mehr. Aber Kühe auf Weiden? Ok, das muß ich herausfinden, ob es da im Dorf noch Kühe auf Weiden gibt. (Die Elektrozäune damals ringsherum und die Mutprobe, die elektrisierten Drähte anzufassen: es ruckte merklich den Arm bis in die Muckis herauf. (Ich werde darüber selbstverständlich berichten, auch wenn ich skeptisch bin)).

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2 Antworten zu III,123 – Der Frage nachgehen wollend, ob es noch Kühe gibt

  1. Mutprobe seinerzeit, 1967 oder 68. „Traust du dich…“ Sommerferien auf dem Bauernhof, tiefster Schwarzwald. (Auf der schwerwarmen Tenne roch es immer nach alter, von Jahren und Sonne zersetzter, quasi staubiger Kacke.) „… degegenzupinkeln?“
    Wir sollten uns vor dem Bullen vorsehen. Ein andermal donnerte er auch wirklich hinter mir her, als ich es, nächste Mutprobe, über den Zaun geschafft hatte. Jetzt glotzte er nur her, zwar wie uninteressiert, glotzte halt aber doch. Wer von uns sich traute.

    Gute Fahrt!

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