Der Wanderer erstes Wiener Lektoratsjournal. Am Montag, den 3. Dezember 2018. Mit Elvira M. Gross. Lektoratswoche (2).

[Bei den Lorbeeren Arcos.

Küchenplatz, 6.51 Uhr]

Wie gut es Cristoforo Arco mit mir meint, ist am Aufgang zum Hochbett, meiner Ruhestätte zur Nacht, zu erkennen , die’s gestern auch zum Mittag war:

 

 

 

 

Im übrigen liegt in Wien Schnee, jedenfalls „tat“ er es gestern, indessen er heute gar nichts mehr tun kann. Bereits in der Nacht begann es vorhersagehörig zu tauen. Morgen sollen die Temperaturen gar auf 13 Grad hinauf, nun, nicht „-schießen“, aber doch wohl steigen. Da hat dann für mich das Lektorat schon begonnen; erstes Treffen mit Elvira in von nun an weniger als zwei Stunden. Wir haben in den vier Tagen ein riesiges Pensum vor uns, an die fünfhundert Seiten Text durchzugehen: zweiter Durchgang, freilich, eigentlich dritter, denn den ersten unternahm sie an den Typoskripten alleine. Dann schickte sie mir die fertige Arbeit, und ich sah durch, was ich annähme, was nicht – wobei mit gar nichts anderes übrig blieb, als das meiste, und zwar sofort überzeugt, zu akzeptieren; auch, daß sie an den Rand einer Geschichte „Blech“ geschrieben hat. Die kommt dann tatsächlich weg: Ablage senkrecht haben wir früher gesagt. Zu wiederum anderen sind ihr hinreißende Einfälle gekommen; oft sind es aber nur einzelne Wörter, um die es ging und geht. Und gehen w i r d, nachher.
Wir werden aber erst einmal bestimmen, welche Erzählungen in den ersten und welche in den zweiten Band sollen. Die Lektorate für den zweiten stellen wir danach bis April, Mai, Juni des kommenden Jahres zurück und fangen erst nun mit denen für den ersten an. Schließlich werden wir noch die Reihenfolge der Erzählungen bestimmen müssen; die Chronologie ihrer (Erst)Entstehung soll uns nur grober Leitfaden sein.

Doch alles das erst ab heute.
Das Gestern stand unterm Zeichen des Arco-Umzugs von den alten Geschäftsräumlichkeiten in die neuen; bis halber Mitternacht ging’s so. Das war dann schon sehr heftig und wird es bis zum Freitag bleiben. Da dann Schlüsselübergabe morgens um neun. Für mich bedeutet es, etwaige Lektoratspausen zu nutzen, um dem Verlegerfreund zu helfen, auch wenn ich nach ziemlich kurzer Zeit heftige Niesanfälle bekam, so daß meine Nase jetzt wund ist. Und die Augen schwollen von all dem Staub sehr an. Doch jeder (Schlepp)Gang von hie nach dort (Regale, Regale, Regale), die frische Luft also, machte es besser. Nur fing es mit dem einsetzenden Tauwetter nachts halt auch zu regnen an, so daß wir schnell durchweicht waren.

So, der Freund ist auf. Jetzt gemeinsam ein wenig plaudern zum Kaffee, dann zum Lektorat hinaus.

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