Auf nach Verona!

Von dort mit dem Wagen nach >>>> da.

[Arbeitswohnung, 7.49 Uhr
Ramirer/Bach: Ricercar a 6]

Ein, liebste Freundin, schöner Auftrag meiner Contessa. Es ist zwar unwahrscheinlich, aber vieleicht finde ich dennoch wieder einmal Zeit für ein erzählendes Arbeitsjournal, nicht nur eines, das bloß andeutet. Es ist ja tatsächlich viel geschehen in den vergangenen zumal mehr als zwei Wochen.
Jetzt muß nur noch das letzte Zeug zusammengepackt werden, dann los. Der Flieger wird in Tegel um 10.15 Uhr abheben. Wegen Bauarbeiten auf der SBahn-Strecke „herrscht“ Ersatzverkehr mit Bussen, also bin ich lieber etwas früher dran. – In Frankfurt, beim Umstieg, treffe ich dann auf das Team. Mittags Ankunft am See, Beziehen der Zimmer, erste Besprechung.

Ich denk auch an Béart, habe das Handskript mit. Und muß darüber nachdenken, daß mir meine Lektorin für den zweiten Erzählband aufgegeben hat, noch eine ganz neue Geschichte zu schreiben. Eine habe ich zwar im Sinn, doch ist sie kompliziert. Der, mathematisch gesprochen, „Ansatz“ allerdings steht schon. Doch ich muß auch lesen: kurzfristiger Auftrag des WDRs zu Stella Goldschmidt – was, an Takis Würger zu denken, nicht unheikel ist.

Erst einmal aber – Sonne.

[Frankfurtmain, Flughafen Terminal B
15. 37 Uhr]
Längst hätte ich in Verona, ja schon am See sein sollen, kam aber bereits in Tegel erst mit Verspätung weg. Über dem Flughafen Rheinmain war ein Drohnenalarm ausgelöst worden; nahezu siebzig Flüge wurden gestrichen. Die übrige Team kam g a r nicht mehr weg, mußte auf einen Direktflug neugebucht werden – so daß die andren nun schon am Gardasee sind, derweil ich – weil wir zwar viel verlorene Zeit aufholten, dann aber lange am Boden festgehalten wurden -, nachdem ich drum meinen Anschlußflieger eben doch verpaßt. nahezu zwei Stunden in der Schlange vor den Serviceschaltern der Lufthansa stand, bis ich meine neue Bordkarte bekam. Jetzt soll es um 16.30 Uhr weitergehen, wobei auch hier schon wieder fünfzehn Minuten Verspätung angekündigt wurden. Doch in Verona steht auf meinen Namen eine Limousine bereit, hübscherweise ein Peugeot, mit dem ich dann vielleicht d o c h über die Autobahn an mein Ziel brausen werde. (An sich habe ich vorgehabt, die Landstraße bis ans, fast, Südufer des Sees zu fahren und weiter nach Norden direkt am Ostufer entlang.)

Es regnet in Frankfurt am Main. Ich lese zu und über Goldschmidt.

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