Schrecklich ein jeder. Zur Morphologie der Engel.

Engel stehen den Insekten ganz offensichtlich näher als den Menschen, ja als sogar den Vögeln, andernfalls sie ihre Flügel statt der Arme hätten, nicht jene zu diesen noch hinzu. Ebensolches gilt für Sphingen, Pegasoi sowie die meisten Drachen. Jedenfalls kommt die auffällige Vermehrfachung von Extremitäten einzig bei Insekten vor.

Allerdings dürften Engel sehr zurecht auf einem eigenen entomologischen Taxon bestehen, dem zwar einerseits ähnlich anthropomorphe Gattungen zugefügt werden müßten, etwa der Feen und bestimmter Elfenarten, nur daß es sich in ihrem, dem engelischen Fall mit Taxa der Theologie kreuzt – letztres in nämlich geradezu biologischem Sinn. Dafür spricht auch Nike.

 

[Bild: >>>> Anagoria]

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2 Responses to Schrecklich ein jeder. Zur Morphologie der Engel.

  1. Avatar Diotima von Dschuba says:

    Der Engel und die Rose
    sind fortgezogen
    flußaufwärts der Träume
    in das Innere ihrer selbst.
    Sie sind fortgezogen
    dorthin wo man nicht mehr stirbt
    zu den großen weißen Schwalben
    zu den durchsichtigen Engeln
    dorthin wo man nicht mehr stirbt.
    Sie sind fortgezogen
    in das Innere ihrer selbst
    flußaufwärts der Träume.
    Der Engel und die Rose
    sind fortgezogen.

    Hans Arp

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