„Reservoir für ein nicht mehr ptolomäisches Schreiben“: Cultura tedesca, n° 57.

 

Dans un cadre chronologique large, qui va du XVIIIe au XXIe siècle, de Johann Jakob Volkmann à Alban Nikolai Herbst, de Johann Wolfgang Goethe à Werner Schroeter, le volume Austria und Germania am Golf von Neapel explore les multiples facettes de cette expérience de l’altérité redoublée. 

 

Siehe auch → dort.

In dem Hörstück erscheine

Neapel (…) insofern als eine Stadt, deren Faszination nicht zuletzt daher rührt, daß sie in geradezu poststrukturalistischer Manier den europäischen Logozentrismus dekonstruiert und weder den Kontrast von Ich und Nicht-Ich noch den von Alt und Neu und schon gar nicht den von Leben und Tod anerkennt. Im Widerspruch zur musealen Erstarrung Roms stellt Herbst (…) in dennoch ungebrochener Lust am Argumentieren (…) sein Neapel als einen gewissermaßen ovidschen Ort permanenter Metamorphose dar, wo sich die vermeintlichen Trennlinien seit je verflüssigt haben (…).
In den Heidelberger Poetik-Vorlesungen von 2008 hat Herbst dagegen seine Überlegungen zu einem „kybernetischen Realismus“ vorgetragen, der unter Berufung auf Claude Lévi-Strauss‘ Konzept der „bricolage“ „bewußt abstrakt-sinnlich“ organisiert ist und sich auch dabei konsequent der „Mythisierung“ bedient. Neapel bietet sich für diese Poetik in besonderem Maße als geeignetes Material an, ist die Stadt in ihrer „Porosität“ doch an sich schon ein Inbegriff der Grenzüberschreitung bzw. Mischung von Gegensätzen und somit das optimale Motiv-Reservoir für ein nicht mehr ptolomäisches Schreiben (…).
Albert Meier, Napule, Napoli, Napes, Pertenope, Paleopeia, 294/295S

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