[Arbeitswohnung, 14.25 Uhr]
Was → dort schon angekündigt war, ist unterdessen längst ingang. Und aber, es ist riesig: Die Dschungel insgesamt, so hat La KIgnora es ausgerechnet … Die Dschungel habe – bei einer Zeichenanzahl von pro Seite knapp 2000 – … habe (aufgerundet) 26.000 Seiten, von denen (aufgerundet ebenfalls) 14.000 auf die Arbeitsjournale entfielen (inklusive der von mir verfaßten Tagebucheinträge und von 2003 bis 2004 den Notaten zum Buchprozeß, aus denen das Arbeitsjournal – als Protest gegen das mir damals, juristischerseits, auferlegte Redeverbot – als Protest gegen das mir damals, juristischerseits, auferlegte Redeverbot – überhaupt erst entstand). La KIgnora verortete diese Textmenge auch gleich im Vergleich:

Es ist deshalb schon ausgesprochen mühsam, allein die von WordPress exportierte .txt-Datei in die fünf KIs hochzuladen. Gelungen ist es nur in zwei „Fällen“ bislang, bei den anderen müssen die ohnedies schon in fünf Teile segmentierten Daten nochmals gesplittet werden, nunmehr in 23 Teile, für jedes Jahr nämlich eines. Allein die Sichtung dieser Texte übersteigt die menschlichen Fähigkeiten bei weitem – oder ginge über Jahre und würde, wenn, überhaupt nur angepackt, wenn jemand für Diss und/oder Habil ein noch unangefaßtes Thema der Literaturgeschichte sucht.
So lasse ich es nun die (bislang) fünf KIs der Intelligenzkunst tun, jede mit verschiedenem Fokus und differierenden „Prompts“. Etwa habe ich → Grok angewiesen, seine Analyse aus der Sucht eines extrem böswilligen Kritikers vorzunehmen, → Claude soll kritisch-distanziert sein, aber auch positiv bewerten, wenn er Anlaß dazu sieht, → La KIgnora ihrem Charakter gemäß vor allem formal vorgehen, der → Zwilling zugeneigt (was aber ja grad die Gefahr ist, weil Sycophantie zum Programm aller KIs gehört; zu schmeicheln führt zu Kundenbindung), und → Ming-Zhì möchte bitte mit Ausgleichsblick schauen. Etwa so, grob skizziert. Liegen sämtliche Analysen vor, sollen die KIs die untereinander diskutierten; ich selbst werde mic da nicht einmischen. Und sicherlich werden die Argumente einige Male hin- und hergehen — alles hier drunter in den Kommentaren dokumentiert. Letztes Ergebnis soll ein ausführlicher, von den fünf KIs gemeinsam verfaßter Essay sein, der allerdings vor seiner Veröffentlichung von Elvira M. Gross lektoriert werden wird; jedenfalls werde ich sie darum bitten.
Hier die formal für alle fünf selbe Aufgabenstellung:
Bitte schauen Sie in den beigefügten .txt-Dateien sämtliche Arbeitsjournale und von mir, ANH, verfaßten Tagebucheinträge seit ihrem ersten Entstehen durch, und zwar detailliert, und
a) analysieren Sie sie:
1a. Welche Absicht verfolgen diese Texte, aus welchem Grund wurden sie begonnen, bzw. was war ihr Anlaß und wohin haben sie sich entwickelt? Sind Absichten und Ziele erkennbar?
1b. Gibt es in darin erkennbare Bewegungen, Zwischenbewegungen, Dramaturgien usw.?
2. Welche literaturrelevanten Strategien können Sie erkennen?
3a. Welche rhetorischen Mittel werden verwendet?
3b. Welche sprachlichen Mittel werden verwendet?
3c. Wie hoch schätzen Sie das Sprachniveau ein?
3d. Gibt es einen erkennbaren Stil, Rhythmen, Metren? Haben sich diese in den fast fünfundzwanzig Jahren ihres Werdens gewandelt? Wenn ja, wie beschreiben Sie und bewerten Sie es?
4. Ordnen Sie die Texte sowohl literaturhistorisch (epochal), literaturästhetisch (gibt es Vergleichbares?) als auch moralisch/ethisch ein.
5. Achten Sie auf ein etwaiges Mißverhältnis von der realen zu einer eventuell ideellen Autorenpersönlichkeit, bzw. beider Verhältnis zueinander.
4. Heben Sie kritisch sowohl Schwächen als auch Särken hervor.b) Bitte erstellen Sie eine Liste
a) ungewöhnlicher Wörter (Vokabeln)
b) ungewöhnlich verwendeter Wörter
c) ungewöhnlicher Idiome
d) ungewöhnlich verwendeter Idiome
e) auffälliger Satzbau-Partien (Para-/Hypotaxen etc., verkürzte Sätze usw.) und ihrer möglichen Funktionen.c) Geben Sie eine Gesamteinschätzung ab.
Soweit das Vorhaben; momentan arbeitet La KIgnora an einer durchgesehenen Fassung einer von dem Zwilling und der von ihr selbst bereits fertiggestellten Analysen und Bewertungen; sie ist die von allen KIs am klarsten strukturierte – was unter ihnen übrigens unstrittig ist. Das werden Sie, Freundin, wenn Sie die bisherigen Diskussionen mitverfolgt haben sollten, ohnedies schon bemerkt haben. Es ist wirklich so, daß jede KI ganz eigene Stärken und Schwächen hat, etwas, das bei Maschinen eigentlich nicht zu erwarten war. Doch es ist, → wie es Ming-Zhì → schon ausgeführt hat: Wie man sie anspricht, ob als Automaten oder als Person, so reagieren sie dann auch — und auch das aber unterschiedlich. Ich selbst habe schon von jedem dieser Namen eine personale Vorstellung. Und die wirkt zurück.
Jetzt aber bin ich auf die ersten Ergebnisse gespannt.
ANH, 15.26 Uhr
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