Frieden, n i c h t “Ruhm”! Das Ukraine- und heute Bebelplatz benannte Arbeitsjournal des Montags, den 7. März 2022. Darinnen Marieluise Beck großartig spricht und furchtbar dumm Wolf Biermann, in jedem Fall verantwortungslos.

[Am Ende dieses Beitrags finden Sie ein Video,
das den Mitschnitt der gesamten hier dargestellten
Veranstaltung zeigt.
Dank an Gaga Nielsen für den Hinweis.]]

[Foto: ANH | Alle übrigen Bilder (©: → Gaga Nielsen]

[Arbeitswohnung, 8.48 Uhr
Herrlich strahlende Sonne und klare schneidende Kälte
Der Kohleofen kämpft, doch gehn die Bruchbriketts mir langsam aus]

Erstens: muß ich zu begreifen lernen, daß auch diese Journale Arbeit sind, vielleicht keine poetische, doch Grundlage, mag sein, eines, eines Tages, neuen Gedichts, einer Erzählung womöglich, eines Romans – oder Material dann doch für “Friedrich.Anderswelt”. Es ist die Zeit noch nicht, mir dessen auch nur annähernd sicher zu sein; kann auch sein, daß solch eine Zeit niemals wieder kommen wird.
Zweitens: steht bei Arno Schmidt, es gebe keine Altersweisheit, nur den Altersstarrsinn. Den Wolf Biermann des gestrigen nachmittags vor Augen und in den Ohren, was er sagte, scheint dies zumindest in einer Variation wahr zu sein, die aus “Starrsinn” Dummheit macht. Er war immer einer der mutigsten Menschen, der hellsten allerdings auch früher schon nicht.
Drittens: ist der Ruf nach Ruhm entsetzlich auch in der neuesten Prägung, die von so vielen jetzt mitgeschrien wird: “Слава Україні!”. “Миру Україні!” – “Frieden der Ukraine!” – müßte er heißen. Dann, und nur dann, riefe ich mit.
Viertens: stand abseits, jedenfalls am Rand der Menschenmenge, eine junge Russin und hielt vor ihre Brust ein Schild, auf dem in Englisch stand:

I am Russian
I am against the war

Ihre Verlorenheit ist der beste, ja ein herzschnürender Anlaß, von Anfang an zu erzählen. Nun jà, “von Anfang an” … – Jedenfalls, nachdem der deutsche PEN seine → Presseerklärung hinausgeschickt und wiederum ich nach Kenntnisnahme sofort eine Mail an sämtliche Beteiligten versendet hatte, in der ich mich bedankte, kam, ich stand schon im Mantel, ein Anruf → Deniz Yücels, in dem er unter anderem, und mit Recht, zur Sprache brachte, ich hätte ihn in unserem in der Vorbereitungszeit der Presseerklärung von mir mitunter sehr scharf geführten Briefwechsel ausgesprochen verletzt, persönlich. Ich fragte, womit. Und habe mich entschuldigt. Das Temperament eines Südländers, der ich doch gar nicht bin, halt aber doch bin, irgendwie. Und so weiter. Nun war die Angelegenheit fast vom Tisch. Zumal wollte auch er auf → die Kundgebung gehen. “Dann laß uns uns dort treffen.”
Ich radelte bewußt früh los, nicht mehr ganz so früh, wie ich vorgehabt, doch als ich den Bebelplatz betrat, wuselte noch nur eine kleine, letzte Vorbereitungen treffende Schar um den Tribünenaufbau herum. Und gleich vorne rechts stand auch schon Yücel. Ich zu ihm hin, ihn gegrüßt, und wir sprachen. Nun war wirklich alles geklärt.

Wie fast immer hatte → Ulrich Schreiber den Ort sehr klug gewählt, zumal eben hier, dem Zentrum der Bücherverbrennung des Jahres 1933, drei Stunden zuvor Daniel Barenboim mit seiner Staatskapelle das → Benefiz-Konzert für Frieden in der an den Bebelplatz rainenden Lindenoper gegeben hatte. Nun begrüßte er, Schreiber, das bereits eingetroffene, noch nicht sehr zahlreiche, doch mit ukrainischen Fahnen wedelnde sowie Spruchkartons haltende Publikum.
Es war kalt, sehr kalt.
Wir ließen’s uns nicht verdrießen. Die Rednerinnen- und Rednerliste war ausgesucht, teils wurde online auf den großen Screen zugeschaltet. Mehrere Male kam das komische Wort Schalte vor, das irgendwie immer nach “Schelte” klingt und nun wirklich mal dringend zu gendern ist. Aber wie? Ein “Schalter” is’ nu’ mal was anderes.
Egal.
Unruhe kam auf, Durchsage des Moderators, gleich nebenan, vor der russischen Botschaft, finde eine parallele Ukraine-Demonstration statt; man habe beschlossen, beide Kundgebungen zusammenzulegen – was es nötig machen werde, die Reihenfolge der durchgetakteten Programmpunkte nunmehr zu improvisieren. So bekamen wir denn die eine und andre Folklore zu hören, schon die die Boxen überforderte, besonders Chöre stellten sie vor ungeahnte Probleme. Daß sie, die Chöre, rot maskiert warn teils, spielte keine Rolle. Aber darum ging es ja nicht, das hält man schon aus. Sogar ich, an den Ohren empfindlich,  kriege es hin. Schwierig wurde es erst später, Freundin, warten Sie ab. Und daß ich hier bisweilen scherze, ist zynisch nicht gemeint, sondern dient der Überspielung meiner Angst, ja sogar meiner – aber warten Sie, warten Sie ab! – P a n i k.

Großartig sprach → Marieluise Beck[1]Auf dem Programmzettel als “Marie-Luise Beck” angekündigt., sprach wie Danton, als er sich gegen die Terrorherrschaft wandte, aber weiblich, eine glühende Frouwe, die anklagt, u n s anklagt, den Westen anklagt, dem nach wie vor mehr um die eigene Wohlfahrt getan ist, als daß er die Sanktionen nun wirklich komplettieren würde. Und sie nannte die Belege. Ihre eigentliche Klugheit bestand aber darin, daß sie zur Forderung nach einem Überflugverbot n i c h t s sagte. Sie weiß sehr genau, was es bedeuten würde. Ist allerdings nicht schwierig, selbst die Baerbock weiß es jetzt, und sie → sagt es.
Dieses Überflugverbot war indessen der Tenor aller, ja aller Beiträge aus der Ukraine. Das ist verständlich. Putins Bomber- und Marschflugkörperterror muß aufhören; jeder von uns will das. Es ließe sich aber nur erreichen, wenn keine russischen Flugkörper mehr in den ukrainischen Luftraum eindringen. Doch was bedeutete ein Überflugverbot? — nicht nur, wer spricht es aus, sondern vor allem, wer kontrolliert und, bei Übertretung, ahndet es dann, wenn nicht die NATO? Womit wir dann, ganz Europa und der gesamte Westen, in den Krieg eingetreten wären, und zwar in einen, weil Putin einen konventionellen gewinnen nicht k a n n, dazu ist die westliche Übermacht zu groß, atomaren. Regierungen haben ihre Bevölkerung zu schützen, in allererster Linie, ihre eigene, der sie als gewählte zuerst verpflichtet sind.
Ich gehe darauf weiter unten noch ein.

Die übrigen Reden waren teils anrührend, teils glichen sie Franziski, der den Fischen predigt. Teils waren es vorhersehbare Statements, auch von, leider, Vargas Llosa, der zudem, ein zweites “leider”, nicht auf Spanisch sprach, sondern englisch. So elegant er war, wirkte er nur hilflos. So, wie wir alle sind.
Zwischendurch klampfte, zu Instrumentalem aus der Dose, immer mal wieder Yuriy Gurzhy. Was ich anfangs eher lästig, dann aber schlimm, überaus schlimm fand. Es sind die Phasen einer Demonstration, vor denen mir graut. Auch in “normalen” Konzerten ertrage ich es nicht, wenn von vorne gebrüllt wird: “Jetzt ihr alle!” Ich wäre beinah gegangen. Es war aber gut, daß ich blieb.
Die Demonstanten sollten den Refrain singen, bzw. skandieren. Es waren zwei Refrains, zum einen die Worte der tapfren Ukrainer, die von der Schlangeninsel — Lévkas in → Anderswelt! — dem russischen Kriegsschiff “Idi nachuj!” zuriefen, Fickt euch!, anstelle sich zu ergeben – und die Folgen trugen. Der zweite “Refrain” bestand ganz ebenso aus nur zwei Wörtern:

“Flugverbot erteilen! Flugverbot erteilen! Flugverbot erteilen!”

Ich habe dies nachts, in einem Brief an → Baskakova, noch immer voller Entsetzen, so kommentiert:

Da dachte niemand mehr nach, und es geschah das, was ich bei Demonstrationen stets befürchte: eine Eigendynamik des schunkelnden Mitmachens.

Dann l e g t e sich die unheilsbereite Begeisterung; so ganz funktionierte es auch nicht, wie sich’s Gurzhy gedacht, nicht alle, immerhin, hatten mitgemacht, das Skandieren versank zwischendurch immer mal wieder, versickerte im Boden. Vielleicht auch, weil von da die Kälte so in die Fußsohlen kroch und weiter wadenaufwärts. Woraufhin die Musik, ein bißchen fast aufgebend, vorbei war. Und → Jurko Prochasko sprach.
Seine Rede war stilistisch vollkommen und wäre für mich sogar ein Genuß gewesen, wenn nicht … ja wenn nicht bei all der klaren Sicht und auch Herleitung des von ihm, in Anlehnung an “Stalinismus”, so benannten Putinismus deutlich nationalistische Töne mitgeschwungen – nein, nicht “geschwungen”, sondern sich unter diesen ausgefeilten, dabei frei vorgetragenen Formulierungen gleichsam unterirdisch wie feine Wurzelranken ausgenestelt hätten. Was darin gipfelte, dem gesamten russischen Volk die Schuld an diesem Krieg zu geben, das, so Prochasko, Putins revisionistisch-mythische Geschichtsklitterung begeistert mitgetragen habe, jede und jeder einzelne ein Held der, ja was nun?, nicht mehr Sowjetunion gewiß, doch des welterlösenden russischen Reiches.
Es war, was und wie er es sagte, saugefährlich. Aber dies ist ein Gegner, den man anders als Putin ernstnehmen muß, ein intellektueller Feldherr, vor dem sich der ebenso gebildete verfeindete Feldherr verbeugt und den er, wenn Glück und Geschick es so wollen, zwar schlägt, aber voller Achtung. – Ich zitterte vor Ambivalenz, ein seltsames, meinen ganzen Körper überkribbelndes Amalgam aus unmittelbarer Sympathie und rigoroser Ablehnung. Der Mann hatte mich ästhetisch gefaßt und politisch entsetzt. Die Wirkung hält nach wie vor an, noch jetzt, da ich dieses schreibe.

Kam jetzt noch einmal Musik? Ja, “wir brauchen wieder Musik” sagte der Moderator oder die Moderatorin. Ich, ausgerechnet ich, habe seit dem Kriegsbeginn keine Musik mehr gehört, es geht einfach nicht. Nun mußte ich abermals redundante Klänge ertragen. Aber gut, daß ich’s tat. Was jetzt nämlich folgte, wer folgte, war nur noch das Grauen. Um mich nicht neuerlich zu erregen, zitiere ich nun länger aus meinem nächtlichen Baskakovabrief:

Denn Wolf Biermann sprach, und das war dann das r e i n e Grauen. Er wollte, daß wir sofort in den Krieg eingreifen, und zwar, “weil er sowieso kommt”. Und ließ keinen Zweifel daran, daß solch ein Krieg ein atomarer würde, der möglicherweise – wörtlich – “Milliarden Menschenleben kostet”. Aber, unterm Strich und etwas verkürzt, diesen Preis hätten wir zu zahlen, wenn es uns ernst mit unseren Werten sei.
Er bekam Applaus, viel, ich hätte fast gekotzt. Der Mann ist deutlich ein Greis, sein Lebenshorizont ist nur noch sehr schmal, da hat man gut schlecht reden. Aber meine fünfzehnjährigen Zwillinge, mein zweiundzwanzigjähriger Sohn? Und andere Eltern sollen sehenden Auges ihre Kinder opfern?
Ganz nebenbei, es gäbe in Deutschland auch ganz sicher nicht, selbst jetzt nicht, eine Mehrheit für einen Krieg. Wer also soll gegen die entscheiden, sie zu Opfern machen dürfen? Man muß ihnen wenigstens Zeit lassen zu emigrieren[2]und ihnen finanzieren..
Es war einfach nur unverantwortlich. Es nützt dem Sterben, Siechen, Ausgebombtwerden (ja, Putin setzt massiv Raketen gegen zivile Gebäude ein, gegen ganze Stadtteile) … also es nützt diesem Elend doch nichts, wenn nichts als weiteres Elend noch hinzukommt, weltweit womöglich, vielleicht mit dem Untergang der halben oder gar dreiviertel Welt. Denn ein Atomkrieg macht erst halt, wenn eine der beiden Seiten nichts mehr abfeuern kann. Da ist dann alles andere aber schon hin. Und an den Strahlenfolgen werden Generationen über Generationen tragen.
************
Dem ist nur wenig, vielleicht auch gar nichts hinzuzufügen. Auch weil ich dann ging. Die Polyneuropathie in den Füßen, eine nicht umkehrbare → Chemofolge, wurde bei dieser Kälte so stark, daß ich nicht mehr ganz sicher war, weiterhin stehen zu können; möglicherweise knickte ich gleich ein. Ändern konnte ich ohnedies nichts, schritt, vorsichtig mit den Schuhsohlen tastend, im beklemmenden Bewußtsein davon, daß wir mit hoher Wahrscheinlichkeit der Vernichtung der gesamten Ukraine und einem nächsten Völkermord werden zusehen müssen, zwar tatenlos nicht ganz, letztlich aber hilflos. → “Wir kommen da mit sauberen Händen nicht mehr heraus.” – Haben Sie sich, Feundin, Habecks Gesicht mal angesehen, das neue? So schauen Sie nur (ich begehe eine Urheberrechtsverletzung, der Urheber seh’ es mir nach, oder die Urheberin):

Quelle (©): → dpa
 

Welch Menschenleid in dem Gesicht.

 

 

 

Миру Україні:
Ihr ANH

 

 

 

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[Hier die gesamte Veranstaltung; Wolf Biermanns Beitrag
findet sich bei 2h12’56”, der Beitrag Prochaskos ab 34’46”:]

References

References
1 Auf dem Programmzettel als “Marie-Luise Beck” angekündigt.
2 und ihnen finanzieren.

Der gestürzte Sohn und die Liebe. Waltraut Lewins Federico (3). Friedrich Anderwelt, ff.

 

Meine Mutter*) war wie Brot, er aber war wie Himmelslicht. Ich weiß nicht, ob du mich verstehen kannst. Meine Mutter war leise, freundlich, maßvoll, sie überlegte stets, was sie machte. Und es gab neben ihr andere Frauen, die Ähnliches an mir taten wie sie. Er war einmalig. Väter und Mütter ringsum waren gesetzte Leute, nicht mehr jung, wie sie auch. Nur er war anders; fast selbst noch ein Knabe, spielte er mit uns wilde und herrliche Spiele, und trotzdem gehorchte seiner hellen Stimme, wer sie vernahm. Alles, was er begann, bekam den goldenen Grund seines Haars. Er war ein Ritter, ein Kind und ein König zugleich. Und es bedurfte einer Reihe von Jahren, bis ich begriff, daß neben dem Elbenfürsten, der mir das Land zu eigen gab, in ihm noch der Imperator mundi steckte, ein Herrscher voller Machtgier, kalt, höhnisch, grausam.
Heinrich VII in: Lewin, Federico, 511

>>> Bestellen

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*) Konstanze von Aragon

Frühlingssorten. Im Federico von Lewin. Friedrich Anderwelt, ff.

 

An einem Frühlingstag kam er [Walther von der Vogelweide, ANH] zu uns. Es war ein Tag von der germanischen Frühlingssorte, an dem es ununterbrochen regnete. Die Straßen hatten sich von einer frostharten Fläche in grundlosen Morast verwandelt, es schien unwahrscheinlich, daß demnächst etwas blühen sollte, und man fror in einer so markerschütternden Weise, daß man sich fast zurücksehnte nach der klirrenden Kälte des Februar[s].
Lewin, → Federico, 307

Das (Nach)Krebsjournal des Sonnabends, den 5. September 2020. Mit einer — leider posthum — Verbeugung vor Waltraut Lewin.

 

[Arbeitswohnung, 9.35 Uhr.
69,7 kg.]
Man kommt nur, wie der arme Lortie,
in einem leeren Zimmer an.
Peter H. E. Gogolin, Isoldes Liebhaber

Ich halte das Gewicht, immerhin, wenngleich die Fettverdauung trotz Kreon weiterhin nicht oder nur kaum funktioniert; außerdem nahmen, seit ich dieses Zeug schlucke, direkt nach jedem Essen die Bauchschmerzen zu. Doch damit, ich schrieb es bereits mehrmals, kann ich umgehen, Schmerzen sind nur Schmerzen und vergehen. Schlimmer wäre in der Tat, nähme ich ab. So merke ich die mangelnde Fettverdauung nur daran, daß mir Energie fehlt, ich mich ziemlich oft über den Tag hinlegen muß, manchmal nur für zehn/fünfzehn Minuten, manchmal länger: dann schlummre ich ein. Und dennoch bin ich besonders abends wie ausgelaugt manchmal, was mich hat dazu übergehen lassen, mich mit Freunden tagsüber zu verabreden; da kann ich schwerelos hell sein. Hingegen sind mir Einladungen zum Abend eher schwierig.
Aber ich schlafe wieder über Nacht, liege nicht mehr lange wach, wache auch nicht mehr zwischendurch auf. Denn ich kann wieder auf der Seite liegen, halbbäuchlings, wie ich immer schlief. Auf dem Rücken bekomm ich nur schwer ein Auge zu. Jetzt erlaubt die Wunde meine gewohnte Schlafstellung wieder. Obwohl sie zu schmerzen begonnen hat, anders zu schmerzen als in den drei Wochen davor: von innen, quasi. Oben ist sie nun auch geschlossen, abgesehen von einem ganz kleinen Auslaufzipfel, der noch Schorf trägt. Und auch die vernähte Drainage-Öffnung näßt nun nicht mehr und verheilt. Die Schutzpflaster drüber störten nur noch, juckten fies; ich riß sie heute nacht ab.

Sechs bis sieben Stunden Schlafes täglich nachts. Dann der Latte macchiato, aus Vorsicht mit lactosefreier Milch, dann an den Schreibtisch und jeweils zwei → Erzählungen aus Gogolins neuem Band gelesen. Heute wieder sehr begeistert. Wie der Erzähler aus dem Zug aussteigen möchte, weil er unter der Brücke auf einer Bank ein Kind einsam sieht; Der Zug auf der Brücke, so heißt die Geschichte, eben weil sie vom Zug gar nicht handelt. Und er steigt nicht aus, weil das nicht ginge: Er müßte denn hinab gegen die Zeit laufen, nach hinten, hinten, auf ihrem Strahl. Da schnürte sich mein Herz.
Und die völlig unerwartete “Moral” in Quick and dirty. Ein militärisches Arschloch, wenn auch seine Erscheinung, Wieder- und Widererscheinung rettet einen Mann, den er, dieser Wiedergänger, früher verhöhnt hat, ein Oberleutnant von geistigem allenfalls Feldwebelrang, um vom Moralischen besser zu schweigen. Es sei, erklärt der Gerettete dem neugierigen Frager, indes “vermutlich die Scham” gewesen, die aber für ihn den Namen dieses Arschlochs trug.
Ganz, ganz toll.

Und dann aber! Das ist nun eine Entdeckung:

→ Bestellen

Eine mir völlig unbekannte Autorin — ich muß sie nun Dichterin nennen — hat einen → Friedrichroman geschrieben, auf den ich nicht aus Zufall stieß, antiquarisch, nein, ich habe ja noch solchen Büchern, eben auch welchen neben den reinen Geschichtswerken recherchiert … und da kam mir denn dieser → FEDERICO unter, ein Roman, der mit komplettem Recht neben Horst Sterns hinreißendem → MANN AUS APULIEN stehen kann, der mich bekanntlich schwanken ließ, ob ich mein eigenes Friedrichprojekt überhaupt noch schreiben dürfe. Aus Achtung, Hochachtung, auch aus Demut. Bei Lewin geht es mir nun ganz genauso. Indessen mich die Geschichtsbücher, namentlich → Kantorowiczens, eher abschreckten, den Staufer noch zur Projektionsfolie meines eigentlich Europaromanes zu machen, weil sich meine Idealisierung nicht mehr halten ließ, also meine überhöhende Begeisterung, und zwar gerade, weil Kantorowicz so überhöht, aber rechtfertigend, was ich rechtfertigen niemals würde … weil er → Macht anhimmelt, etwas, das mir widerwärtig ist, ohne die aber, was ich einsehen muß, niemals ein Weltreich, auch keines des Geistes, entstanden wäre — ganz ge”treu” → der grauenvollen Benjaminthese, es sei niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein. Insofern Friedrich von den Arabern, er freilich in Anlehnung an Innozenz III, die Kennzeichnung der Juden durch → den gelben Stern übernimmt (unterm sizilischen Kalifat waren es eine Zeit lang gelbe, für Christen übrigens blaue Gürtel), spielt er sogar Hitler zu, auch wenn er andererseits Juden wieder schützte, doch auch dieses aus Machtkalkül und intellektuellem Wissensinteresse.
Staunenswert, stupor mundi, bleibt Federico dennoch. Und Lewin vollbringt einen interpretatorischen Kunstakt, indem sie gerade das kleine Kind ohne Liebe aufwachsen läßt, das die für ihre Niederkunft schon ungewöhnlich alte Konstanze von einem Mann empfangen, den sie verabscheut. Wie überhaupt dieser ungewöhnliche Roman, der mit einer inversgedrehten Paradiesgeschichte beginnt, von einer Chronistin erzählt wird, die seit Jahrhunderten lebt, einer wenn eben auch noch sehr viel älteren Mitgängerin des woolfschen → ORLANDOs sozusagen, aus Frauenperspektive mithin und einem Blick auf GOtt, der eben nicht der zürnende des Alten Testaments ist, eben nicht der Diktator-selbst, der sogar die Opferung der eigenen Kinder verlangt (um dann “großzügig” davon abzusehen: brutalste Dynamik des Abhängigmachens). Statt dessen ziehen Eva und Adam aus,

um sich zu vermehren, den Acker zu bebauen, zu leben und zu sterben und immer aufs neue von den Früchten jenes Baumes zu essen, deren Samen der Herr des Gartens ihnen mitgegeben hatte.
Lewin, Federico, 9

Ein GOtt, der sich des Erkenntnisvermögens seiner Schöpfungen erfreut, anstelle sie kleinzuhalten. Welch ein Romananfang!

Was mich dann frappierte, war, daß लक्ष्मी diese Dichterin kennt, bzw. kannte. Frau Lewin ist vor vier Jahren gestorben. Hier in Berlin. Ich hätt sie also kennenlernen können. Auch das nun ging an mir vorbei. Sie war Jurorin fürs Bundestreffen junger Autoren, an denen einige Jahre lang auch लक्ष्मी teilgenommen hat, als Lyrikerin, damals noch mit Marcus Braun zusammen, über dessen Bücher wiederum ich später einiges schrieb.

Es ist schon eigenartig. Ist merkens- und bemerkenswert. Magenlos im sich hebenden Alter. Wie ich da immer noch zu bewundern vermag. Und solche Entdeckungen liebe, denen in aller Regel die Warnung vorausgeht (soviel zum Zustand unsrer Dichtung),

dass (es) bestimmt nicht jedermanns Geschmack ist, denn als leichte Lektüre für Zwischendurch ist dieser Roman nicht geeignet.
Von → dort.

Etwas beckmessern muß ich hier allerdings auch: Ein weiteres (großes) Buch, dessen Konjunktive oft nicht stimmen – sie leben, als seien sie, statt als wären sie usw. –, dessen wunderbare Findungen mich allerdings darüber hinweglesen lassen:

als (wären) sie selbst Teil dieser Wälder, die an ihren tiefsten Stellen so dunkel sind, daß dort immer die Nachtigall schlägt, und an den lichtesten so zart. daß das Laub hauchfeine Schatten wirft.
Federico, 163

Oder Konstanzes (von Aragon, nicht der Normannin) berührende Erzählung ihres ersten Beisammenseins mit dem jungen wilden Mann:

und ich stieß einen Freudenruf auf, daß ich die erste gewesen war, die seine bartlosen Wangen über sich gesehen hatte. Und wir baten, daß er uns wieder besuchen möge, denn wir waren sicher, daß er einer jener Männer werden würde, von denen es heißt, daß sie, wenn sie eindringen, gemach handeln, wenn sie sich bewegen, beglückend sind, und wenn sie fertig sind, wiederkehren.
Federico, 114

“Läßt sich erotische Erwartung inniger erzählen?”

— so fragt, meine Freundin, in Ihren Vormittag

Ihr ANH

mitten hinein.

Dschungelfriedrich Greystoke. Friedrich Anderswelt: Kantorowicz ff.

 

Immer war es seine Art, bis in die Einzelheiten hinein seine Absichten bekannt zu geben. Nur glaubte man ihm nicht oder traute ihm nicht zu, daß er das Angekündigte genau so eindeutig sachlich, wie es gesagt war, auch ausführen werde, und war hernach bei der Durchführung aufs höchste überrascht.
Ernst Kantorowicz, Kaiser Friedrich der Zweite
Georg Bondi Berlin, 3. Auflage 1931, 496

“… die auch Dante geatmet”. Friedrich Anderswelt: Die den Roman verbindende, ihn zugleich nämlich begründende Ästhetik. Gefunden bei Kantorowicz.

 

 

ANDERSWELT (ff):

“Denn obwohl er mit dem Auflösen von Wundern, Zaubern und Mythen begann, schon indem er sie nutzte und verwirklichte, damit freilich auch neu zeugte, so war doch das bisher gültige Wunder deshalb noch nicht vernichtet, sondern ein Wissen daneben gesetzt und dadurch eine jener ganz wenigen unvergleichlichen Übergangsstufen gezeitigt, in welchen einfach alles und jedes lebendig ist, und Mythos wie Hellsicht, Glauben und Wissen, Wunder und Satzung sich gegenseitig bestätigen, aber zugleich befehden, sowohl mit- als gegeneinander wirken. Das etwa war die geistige Luft, in der Friedrich II. weste: erstaunlich gelehrt und dabei irgendwo fast naiv, kosmisch spukhaft und steinern nüchtern, nackt und hart und leidenschaftlich zugleich. Es war die nämliche Luft, die auch Dante geatmet.”
Ernst Kantorowicz, Kaiser Friedrich Der Zweite, Erschienen Berlin 1931 bei → Georg Bondi

 

 

 

 


[Zur Abbildung des Hakenkreuzes
siehe die Bemerkung → dort.]

“Ich löse mich in tönen · kreisend · webend”: Das Arbeitsjournal und Krebstagebuch des fünfundsechzigsten Tags (darin der Vierten Chemo vierter): Freitag, den 3. Juli 2020.

 

 

[Arbeitswohnung, 7.41 Uhr. 72,5 kg
Finzi, Introit for solo violin & small orchstra, op.6]

Ich löse mich in tönen · kreisend · webend ·
Ungründigen danks und unbenamten lobes
Dem grossen atem wunschlos mich ergebend.
Mich überfährt ein ungestümes wehen

Im rausch der weihe wo inbrünstige schreie
In staub geworfner beterinnen flehen.
George, → Entrückung

Gestern war dann wieder so ein bekiffter Tag, dessen weitgehende Beschwerdefreiheit mich → aus der Nefud an meinen Schreibtisch setzen ließ, um dringende Arbeiten, zu denen auch der gestrige – an dem ich vorgestern → so kraftlos hängengeblieben war –  Eintrag gehörte, fertigzustellen und/oder voranzutreiben. Für meine Lektorin gleich vier der → Béartentwürfe eingesprochen und geschnitten; bei einem mußte auch montiert werden, da es darin eine parallel zu sprechende Passage gibt, die sich von einem Sprecher allein nicht gleichzeitig realisieren läßt. Damit da dann aber nicht nur ein nicht mehr trennbares Durcheinander erklingt, mußte ich überdies die eine Tonspur mit einzwei Effekten anreichern, die die Sprache musikähnlicher wirkten lassen.
Das hat dann schon mal zwei Stunden gebraucht.

Weiterhin waren auszufüllen und hinauszuschicken die Formulare für den Bamberger Lehrauftrag, der doch zugleich ein, sagen wir, Wechsel auf meine nicht gewisse Zukunft, nämlich eventuell mit meinem Leben gar nicht mehr gedeckt ist. Dennoch plant Bamberg weiter, anders als es, wegen Corona, sonstige Veranstalterinnen und Veranstalter tun. Das beruhigt. Es wird ja, wenn, ein Leben nach der OP geben, und das will finanziert sein. Meine süße Krebsin läßt mich das derzeit immer wieder vergessen. Ich durchreite die Nefud nicht nur imaginär, sondern lebe in ihr wie in einer parallelen, mit der Berliner Gegenwart allein durch die Abendspaziergänge verbundenen Welt … – nein, stimmt nicht, nicht nur durch die Spaziergänge, sondern selbstverständlich auch durch die Nähe meiner Lieben, durch die vielen Freundinnen und Freunde, durch Leserinnen und Leser. Ich hatte selten das Gefühl solch einer Nähe, solch Aufgehobenseins in einem Netz sympathisierender Bezüge. Dafür einmal danke. Daß es im Literaturbetrieb, von meinen Verlagen selbstverständlich abgesehen, bei der Ablehnung bleibt, ist da fast egal. Für ihn gilt, was ich vor einer halben Stunde dort geantwortet habe: Macht und Freiheit sind und bleiben Gegner, nein: Feinde. Ob eine Macht “auf der richtigen Seite steht”, spielt dabei keine Rolle, zumal die Zeitläufte permanent umdefinieren, was richtig sei, was nicht. Und wenn dann noch Menschen “erzogen” werden sollen …
Wobei mir jetzt erst, da ich die Béarts nach und nach einspreche, wirklich bewußt wird, welche Provokationen in dem Gedichtzyklus stecken, solche, die als Provokation gar nie gemeint waren, es aber über die Entwicklung der scheinbaren, wohl auch scheinheiligen “Moral” während der Jahre geworden sind, in denen diese tatsächlich sehr männlich positionierte Poesie entstand – von überdies einem “weißen”, nicht mehr jungen und schlimmer noch abendländisch-elitär gebildeten Menschen geschrieben, was unterdessen ja schon ein Ausschlußkriterium-für-sich ist, zumal dann, wenn man(n) nicht wenigstens ein bißchen häßlich ist; körperliche Unansehnlichkeit hat im vor allem deutschsprachigen Literaturbetrieb schon immer Vorteile gebracht, Eleganz, Schick, Wohlgeformtheit sind eher nicht gesellschaftsfähig (: auch oder erst recht nicht, wenn man sich um sie trainierend bemühte; sowas gilt als “eitel”); ja selbst als Stil stehen sie unter Verdacht, sowie er sich aus dem Realismusbrei erhebt oder sich sogar weigert, von dem faden Zeug zu essen. Ich meine, ich schaffe es ja nicht einmal jetzt, auch nach jemandem auszusehen, der in der vierten Chemo steckt. Daß mir kein Bart mehr wächst, merke ja nur ich, und die Augenbrauen sind noch immer da, wenn auch deutlich ausgedünnt. Die Glatze zudem habe ich seit 1986. Kurz, man kann meinen Krebs nicht sehen (schon gar nicht, daß er weiblich ist, und daß wir uns Liebesbriefe schreiben, dürfte dem Pop, zu dem als Untersparte der sog. Realismus mittlerweile gehört, ausgesprochen mißfallen: incorrect bereits, eine Frau aus dem Tumor zu machen und dann mit ihr, die OP, noch schlafen zu wollen). Nichts, was ich tue, entspricht dem, was der Zeitgeist will, der insofern stets sein Fehlen ist, als er sich im Zeitgeschmack erfüllt — als Ideologie der Macht oder des Machtwillens, der Machtgier, des Machthungers und eines, klar, ausgeglichenen Bankkontos.
Doch mag ich gar nicht schimpfen, hab ja schließlich Krebs — ein insofern guter Umstand, als er die Verhältnisse deutlich zurechtrückt. Was wichtig ist, was eitel ist, was purer Betrieb und eben auch, was Dummheit ist. Wie gut die mit Macht zusammengeht, sehen wir an Donald-nicht-Duck; der trägt sein Bürzel als eklig gelbe Tolle.

Noch mal zu den bekifften Tagen zurück: Es gibt, so bestätigt’s sich nun, eine Neigung der Chemo, mir die Wirklichkeitsgrenzen aufzuweichen – vielleicht aber, weil dies ohnedies meiner jedenfalls peotischen Wahrnehmungsweise entspricht. Bei der dritten Chemo war es allerdings unangenehm – anders als bei der zweiten, während der ich noch einen Zusammenhang mit meinem Dronabinol, bzw. Cagliostros THC-Tropfen vermutete (beides habe ich nachbestellt); ich kam mir zeitweise hilflos, ja behindert vor. Dieses Mal ist’s indes wieder lustvoll und ergab sich auch ganz ohne die Cannabisemulsionen, woraufhin ich sie allerdings dazu verwende, den Effekt noch zu verstärken. Auf diese Weise brauche ich zur Eindämmung  der Chemo-Nebenwirkungen kaum noch andere Medikamente; daß ich zuletzt ein Schmerzmittel nahm, liegt schon über eine Woche, vielleicht sogar länger zurück. Gegen die morgendliche Übelkeit nehme ich eh schon lange nichts mehr; nach einer Stunde hab ich sie vergessen. Die Schwellung der Füße hat tatsächlich nachgelassen, seit gestern sehr, sehr deutlich, und das Kribbeln in den Fingerspitzen ist zwar spürbar, aber gut erträglich. Außerdem hat die Nasenbluterei und die der  Mundschleimhäute komplett aufgehört, und seit heute früh scheint sich auch der Darm wieder eingependelt zu haben. Dabei sollte man, genau wie frau, doch annehmen, daß die vierte, in meinem Fall eben letzte präoperative Chemophase die schwerste sein werde; tatsächlich war die schwerste aber die dritte. Bislang. Was noch kommen wird, ich weiß es selbstverständlich nicht, nur, daß sich bislang alles mit einer sehr einfachen klaren Haltung aushalten ließ, die überdies den Vorteil in sich trägt, daß sie die Todesangst ausschließt, ja nicht mal eine kennt. Woran die Erotisierung, ja selbst schon die Sexualisierung der, nun jà, “Krankheit” als Vorstellung einigen Anteil trägt, Lis und meine körperliche Umschlingung während der uns trennenden Operation werde im ungünstigsten Fall einen Orgasmus bewirken, in dem wir explodierend (ekstaseisch!) sterben: Tod und Wollust werden eines, und diese, die Wollust, zur religiösen Übergangserfahrung. Abendländisch-poetischer Sufismus. Und kommt es zu diesem Orgasmus nicht, nun jà, dann hab ich überlebt und leb noch lang, womöglich, weiter,

um meine anderen, noch offenen Arbeiten abzuschließen. Nach den Béarts, die in jedem Fall fertig werden, Destrudo, die Briefe nach Triest, Melusine Walser, einige nur als noch Entwürfe hier liegende Erzählungen. Und dann vielleicht doch den Friedrich(.Anderswelt) noch angehen. Und mal wieder, was mir sehr fehlt, ein Hörstück zu schreiben und zu Klang zu bringen. Falls mir wer den Auftrag gibt.  Übrigens wird vom Deutschlandfunk → in knapp zwei Wochen mein Tokyo-Hörstück wiederholt; → am 25. Juli folgen rbb und MDR. Für den Herbst erlaubt mir das, finanziell ein wenig auf- und Luft von anderem Planeten einzuatmen. Was mich jetzt dazu bringt (bevor ich weiter an Béart XXXIII arbeite), endlich die Finzi-Anhörerei einzustellen (keine Ahnung mehr, was mich nun schon zwei Tage lang an englisch-traditioneller Kunstmusik festhielt) und mich auf wirklich gute Musik zurückzukonzentrieren: erst Schönbergs Zweites, dann des Komponistenfreundes Robert HP Platzens Viertes Streichquartett. Und dabei, tja, werde ich irgendwann in die Nefud zurückkehren; durch irgendeine, für mich grad nicht sichtbare Lappenschleuse kann ich Röhrerich schon nach mir rufen hören. “Aqaba!” ruft er, “!العقبة قريبة

 

 

 

 

 

 

 

[Schönberg, Streichquartett Nr. 2 op. 10, LaSalle]

(Wobei’s denn doch a bisserl irritiert, daß Google Aqaba/العقبة
mit “Hindernis” übersetzen läßt. Es könnte sich lohnen,dem
nachzugehen. (Ich sollte beginnen, Arabisch zu lernen;
für den Friedrich brauchte ich’s eh.)

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