Tag Archives: Poetologie

„Kunst ist nicht relativ.“ Statt eines Arbeitsjournales ein paar poetologische Anmerkung zum Krebstagebuch und zur Nefud. Mittwoch, den 3. Juni 2020: Krebstag 36, Chemo II/2.

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  [Arbeitswohnung, 5.34 Uhr Allan Pettersson, Erstes Streicherkonzert] [Vorschlafs nach quer liegenden Brustschmerzen 30 Tr Novamin plus 3 THC. Mit knappen Zweistunden-Unterbrechungen bis fünf durchgeschlafen und – ab- gesehen von einer sehr leichten Übelkeit, die an eine kosmisch-persönliche Hintergrundstrahlung er- … Continue reading

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Das Leben als einen Roman betrachten (15): Krebstag 2.

[Angela Puxi, Isle of Fire] Irgendwann ging mir die Numerierung der 2013 begonnen Serie von Überlegungen verloren, also ging nicht verloren, sondern ich vergaß – oder es war dem Antisystematiker in mir „über“ –, die Texte mit Zahlen zu versehen. … Continue reading

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Magenkrebs (Kardiakarzinom). Das nunmehr Coronavölligegal- und erneut, um so dringender, Arbeitsjournal des Donnerstags, den 29. April 2020. Zu Schostakovitschs Cello und Klavier.

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  … und das erste, was ich gestern tat, nachdem ich aus all den Gesprächen heraus war, war — endlich wieder ein Brot zu backen, also den Teig anzusetzen, mit eigenem lievito madre. Die erste Ruhephase des Teiglings endete heute … Continue reading

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Vergleiche. Von Nabokov. Nabokov lesen, 37.

  Wir sagen von einer Sache, sie sei wie irgendeine andere, wenn wir doch etwas zu beschreiben begehren, das im Grunde mit nichts auf der Welt vergleichbar ist. Gewisse Vorstellungen sind uns vom Zeitbegriff so verfälscht worden, daß wir schließlich … Continue reading

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Nabokov lesen, 36 (Ada 0.3)

→ Dort im Arbeitsjournal.   >>> Ada 37 (folgt) Ada 35 <<<<

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„Es war einmal ein Mann, den habe ich geküßt.“ Nabokov lesen, 32: Das wahre Leben des Sebastian Knight.

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  Zwei seiner Lebensmotti befragen sich gegenseitig, und die Antwort ist das Leben selbst — näher vermag man einer menschlichen Wahrheit überhaupt nicht zu kommen. Das wahre Leben des Sebastian Knight, 175/176 (Dtach. v. Dieter E. Zimmer)   So leichtfüßig … Continue reading

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Nabokov lesen, 31
EXKURS II
Poetik der Nichtmoral,

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derzufolge, wie Borges erklärt, ein Dichter unmoralisch werden müsse, der sich von seiner Autobiographie lösen will. Nur dann könne für die Öffentlichkeit (Sie mithin, meine Leserin) der Trennprozeß von Werk und Prozeß eingeleitet werden. Schon für die junge Moderne war … Continue reading

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KOGNITION UND WÜRDE. Oliver Jungen in der FAZ über Wanderer und Wölfinnen, Erzählungen I & II.

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Februar 2020, FAZ S. 10. Und mit meinem geliebten Max Ernst als „Aufmacher“-Bild — das vielleicht schönste Geschenk dieser Rezension:     Von heideggerhafter Seinsschwere ist hier nämlich nichts, kein Ding und keine Erinnerung. Obwohl die atmosphärischen und dystopischen Szenerien … Continue reading

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Worum es geht.

Den Verrat an der Natur zurückzunehmen, der zu ihrer – und letztendlich unserer, als Menschen – Zerstörung führt. Um dies in der Dichtung zu ermöglichen, brauche ich magische Wörter, vor allem aber Formen. Das sind solche, die einerseits sich nicht … Continue reading

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P ä o n e: Nakokov lesen, 17. Im Arbeitsjournal des Sonnabends, den 4. Januar 2019. Darinnen nun „Die Gabe“ (2).

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(…) die geöffneten Arme einer inneren Umarmung, der heilige Schauer des Klassizismus (…) Die Gabe, 249 [Casa di Schulze, Kaminraum, ore 16.47] Mit seitenlangen Diskussionen zur Metrik habe ich in einem Roman nicht gerechnet, obwohl mir freilich schon → dort … Continue reading

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Laudatio auf Christopher Ecker. Friedrich-Hebbel-Preis 2015. Gehalten am 27. März 2015 im Hebbelmuseum Wesselburen.

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, Christopher Ecker arbeitet an einem Geheimnis. Es ist keines, das aus persönlicher Erfahrung entsteht, sei es einem besonderen Leiden oder dunklen Schicksal, sei es einem Erleuchtungs- oder besonderen Lusterlebnis. Vielmehr steigt es aus der … Continue reading

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Der „weiche“ Krieg im 21. Jahrhundert.

Staaten sind Systeme, Kulturräume sind Matrices. Was den Gesellschaften geschieht, geschieht den >>>> wahren Ästhetiken. Ob eines dem anderen vorhergeht, ist zweifelhaft (Thomas Hettche: „Die Kunst geht der Technologie voraus“); wahrscheinlicher ist, es handelt sich um unbewußte Wechselwirkungsprozesse. Weiters: Lebt … Continue reading

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Credo.

Diese Gefühle h a b en. Sich ihnen stellen, sie wollen, sich einlassen und durchwalken, sich aufschäumen lassen, niedergedrückt werden, verletzt werden und selber verletzen, heulen, aufbrausen, brüllen, sich lächerlich machen, beneidet, geküßt und begehrt sein, abgelehnt sein, ja getötet … Continue reading

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Credo. Verbeen. (11).

Ob wir nun Männer oder Frauen sind, unsere Seelen können die reizenden, aufreizenden Körper der anderen umarmen, bis Fleisch und Blut ihren Geist aufgeben. Nur Gutes kann aus jeder Umarmung kommen. Es spielt überhaupt keine Rolle, aus welchem Kelch, aus … Continue reading

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Die Sichtung älterer Aufsätze

ergibt — stellt man sie nach und nach in den Zusammenhang einer gesonderten Essay-Seite, eine Vorschule postmoderner Ästhetik, die gerade als auch entstehungsgeschichtlich unsystematischer Zyklus sehr allmählich das Bild rahmt, in dem sich eine neue zeitgenössische Poetik realisieren könnte.

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