Löschungen. Aus dem Freecity-Altblog, Oktober 2003.

Nachdem ich immer wieder vergeblich versucht habe, die sich auf den anhängigen Rechtsstreit beziehenden, irgendwie werblich auslegbaren Hinweise → auf das Buch zu revidieren, habe ich nun sämtliche Weblogeinträge erst einmal gelöscht. Ich bin zwar der Meinung, daß ich die Angelegenheit, da sie nicht nur mich persönlich betrifft, sondern etwas über die gesellschaftliche und auch juristische Haltung gegenüber Kunst und ihren Entstehungsbedingungen aussagt, öffentlich diskutieren darf, aber ich mag keinen Fehler begehen. Ich hab einfach Angst vor dem Gefängnis (Beugehaft), da mir eine hohe Geldstrafe zu entrichten aus ökonomischen Gründen einfach nicht möglich ist. Das Ganze ist im Zweifelsfall eine Auslegungssache und also ziemlich dünnes Eis. Je nachdem, wie die Sache ausgeht, werde ich die jetzt gelöschten, wahrscheinlich dann auch bearbeiteten Einträge später in den (neuen) DSCHUNGELBLÄTTERn, die ab Dezember laufen sollen, zu einem poetischen Internet-Feature collagieren. Damit wäre dann das erste „Heft“ eines – wie seinerzeit → bei Nettelbeck – über „Prozesse“; wahrscheinlich mit Prozeßphilosophie/-naturwissenschaft kombiniert. Ich denke da etwa an Whitehead, Bion, aber auch Ishiguros „Die Ungetrösteten“, in denen auf hochpoetische Weise jede Form starrer Wirklichkeit verflüssigt ist.

Über Alban Nikolai Herbst

https://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Nikolai_Herbst
Dieser Beitrag wurde unter Arbeitsjournal, Buchverbot, Hauptseite abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setzen Sie ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .