Am Strand liegen. Aufs Wasser sehen.

Die ständige sentimentale Freude darüber, aus dem Meer gekommen zu sein. Und die Sehnsucht nach der Mutter.

Sentimental (luxuriös) ist das, weil es die Ambivalenz des Irreversiblen verleugnet: Der Weg ist verschlossen. Oder man bezahlt ihn mit dem Tod. W e n n er sich öffnet, dann, offenbar, ‚von allein’. Und ohne, daß man ihn noch will. Jede gelungene Rückkehr ist katastrophal.

(CXXXIV). Zunami 3.

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Über Alban Nikolai Herbst

https://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Nikolai_Herbst
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5 Antworten zu Am Strand liegen. Aufs Wasser sehen.

  1. glagolica sagt:

    beim tsunami/zunami alban nikolai herbst aller realzeit voraus? „albannikolaiherbst – am Montag, 3. Januar 2005, 14:52 – Rubrik: Paralipomena
    Kommentar verfassen „

    :-)gl

    • Ich habe die Chronologie nicht mehr im Kopf. Es ist aber auch egal. Tatsächlich hatte ich die Idee eines Romanes mit dem Titel „Zunami“ bereits am 17. 6. 2002, wie aus meinen Notaten hervorgeht. Als ich >>>> Zunami 1 daraus in Die Dschungel stellte, war an die Katastrophe in Asien noch nicht zu denken. Aber im darauffolgenden Dezember bereits – vor einem Jahr – wäre das Projekt unmöglich gewesen. Nun i s t es wieder möglich. Um einen tiefen Preis, allerdings.

    • glagolica sagt:

      🙂 coincidence im sommer 2002 lernte ich bei meiner arbeit auf der documenta 11 in Kassel die Tsunamii.net-„webwalker“-künstler kennen.

      vgl:
      “ Tsunamii.net: Interview
      Aus einem Interview von Pat Binder und Gerhard Haupt mit Tien Wei Woon am 7. Juni 2002. Sein Partner Charles Lim Yi Young war unterwegs.

      Der Grundgedanke unserer Arbeit ist, von Kassel zum Server in Kiel zu laufen, auf dem die Documenta-Website physisch liegt. Die Installation macht es möglich, den etwa 400 bis 500 km langen Fußmarsch zu verfolgen.

      Während wir hier reden, ist mein Partner Charles also auf dem Weg nach Kiel. Er startete am 4. Juni, und wir gehen davon aus, dass er insgesamt 30 Tage braucht. Die Logistik ist ähnlich wie bei einer Expedition, und Charles ist ein „Explorer“. Im Rucksack führt er einen Server mit sich und ist deshalb gleichzeitig ein solcher, woduch wir ihn lokalisieren können. Der „Web-Walker“, eine spezielle Software, die wir zusammen mit Programmierern entwickelt haben, verfolgt Charles Route über GPS (Global Positioning System). Man kann das an den wechselnden IP-Nummern (Identifikationsnummern für Computer im Internet) auf dem ersten Bildschirm der Installation erkennen. Daraus resultieren Änderungen auf den anderen drei Monitoren mit dem Browser, der Mapping-Software (Darstellung der Route auf der Karte) und dem Tracing/Pinging-Programm.

      Wenn Charles Kiel erreicht, wird er eine Webcam aufstellen, damit wir den Webserver, auf dem die Adresse „documenta.de“ liegt, als reales Objekt im Raum sehen können.

      Die Berichte über das Internet in den Medien erwecken den Eindruck, dieses sei völlig immateriell und ohne Grenzen. Mit unserer Arbeit wollen wir darauf aufmerksam machen, dass dahinter aber physische Objekte und reale Entfernungen stehen, die auch von der Geopolitik abhängig sind. Und im Grunde gibt es immer noch ein zentralisiertes Netzwerk für Informationen.

      http://www.tsunamii.net/

      © Text, Übersetzung: Pat Binder und Gerhard Haupt, 2002″

      🙂 gl

    • glagolica sagt:

      :-))) „Identitäten“ Theobald Tiger, Ignaz Wrobel, Peter Panter, Kaspar Hauser
      und Kurt Tucholsky waren so viel oder so wenig miteinanander
      identisch wie glagolica e.a.a. sind …

      🙂 B.

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