“Ist es denn so schlimm, gewöhnlich zu sein?”

Ja.

So gut wie alle Völkermorde sind von gewöhnlichen Menschen – das ist kein DschungelTerminus, sondern er wird aus der >>>> d a zitierten PSYCHLOGIE HEUTE übernommen – ausgeführt worden: das feixende Abschlachten der amerikanischen Ersteinwohner, ob im Süden, ob im Norden; der Holocaust; die Massenmorde des Dreißigjährigen Krieges: fast überall wütete ein auf Befehlsempfang gierendes Normalmaß. Das gesamte Dritte Reich wäre nicht denkbar gewesen, ohne daß der ‚einfache Mensch‘ strammstand, ob nun aus Angst oder hämischer Bereitschaft, das tut imgrunde nichts zur Sache. Es sind zwar die Narzißten oft, die das Unheil b e f e h l e n, es sind aber k e i n e Narzißten, die es ausüben; Narzißten tendieren dazu, Befehle zu verweigern, weil sie normierte Autorität nicht anerkennen, deshalb sind es fast immer Narzißten, die auch den W i d e r s t a n d tragen. Der „gewöhnliche“ Mensch dagegen kriegt meist Dünnpfiff oder das Kotzen, wenn er nur dieses Wort hört. Es sei denn, er kann sich im Widerstand als in einer (Demonstrations-)Masse verstecken.

[Wiederum muß zugestanden werden, daß ohne die Menge der ‚gewöhnlichen Menschen’ wahrscheinlich Welt nicht mehr w ä r e; ohne die Narzißten allerdings wäre sie nicht schön da, wo sie es heute ist: wir besäßen keine Kunst, wir besäßen kein Taj Mahal, wir besäßen kein Hohenschwangau, nicht die Jama Masjid in Bombay und auch keine Villa San Michele. Sondern die Welt wäre mit Guilottinen angefüllt, und bis zu den Waden stünde der Schlamm. Nie wäre eine Neunte geschrieben worden, niemals ein spätes Streichquartett. Also e h r t den Narzissmus; denn wer ihn austrägt und kreativ u m f o r m t, der hatte und hat zu leiden g e n u g.]

Zum Narzissmus, ff. ProduktivitätsÄsthetik.

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49 Responses to “Ist es denn so schlimm, gewöhnlich zu sein?”

  1. Einer sagt:

    So ein Schwachsinn. —

  2. Troll-Y sagt:

    wo bleibt hier die Sachkenntnis? Größe, liegt in dem nicht Verlieren in der Masse, ohne anders sein zu müssen!

    • „Größe, liegt in dem nicht Verlieren in der Masse, ohne anders sein zu müssen! “ Ist keine Manifestation von Sachkenntnis, sondern eine esoterische oder sozialkitschige Behauptung. Oder beides.

      [Behauptung ist freilich der diese Reaktion auslösende Beitrag ebenfalls; er läßt sich aber b e l e g e n.]

  3. TheSource sagt:

    Dieser Ansatz hat, wie viele Versuche dieserart, ein großes Manko, nämlich das des Postulats an sich. Schönheit wird nicht erreicht durch Einseitigkeit sondern durch Vollständigkeit.
    Und hier:
    „Rohen Menschen gefällt das Vergnügen und die Neuigkeit.
    Feine Menschen erfreuen sich am Gewöhnlichen“.

    [Zen-Sprichwort]

    Dann auch:
    „Wenn ein gewöhnlicher Mensch Wissen erwirbt,
    dann ist er ein Weiser;
    wenn ein Weiser Wissen erwirbt,
    dann ist er ein gewöhnlicher Mensch“.

    [Zen-Sprichwort]

    Denn die Vollständigkeit und die Vollendung ist ein naturgegebenes Streben von allem; und dies schließt immer das Ganze mit ein.

    Aber dies nur als Anmerkung, ich verstehe, worauf Sie hinaus wollen.

    [Noch eine Bemerkung zu Befehlsketten mit Hinweis auf Hitlers sozial-narzistische Persönlichkeit: Wer, denken Sie, trägt in diesem spezifischen Fall mehr Verantwortung? Er oder der Landser?]

    • Es g i b t einseitige Schönheit. Weil die vollständige Schönheit durch unendliche Überlagerung indifferent würde.

      Aber in der Tat zielt das (gewiß einseitige, aber eben daraus K r a f t schöpfende) Postulat auf etwas anderes ab. Postulate sind wie Manifeste politischer Natur, das heißt, sie setzen durch Einseitigkeit und Differenz einen Prozeß in Gang: Schub ist immer g e r i c h t e t; sonst würde im Raum verharrt.

    • TheSource sagt:

      Ja, Schönheit trägt immer etwas Unvollkommenes. Dennoch ist beim Menschen das Einseitige nie schön. Und um Menschen geht es ja hier grade.

      [Dazu fällt mir eine Anekdote ein:
      Ich trug einmal auf einem Kostümfest eine venezianische Maske, die von dieser eigenartigen, typischen Schönheit war; weißes, ebenmäßiges Porzellan mit seitlichen Randverzierungen, einer schwarzen Betonung der Augenschlitze und blutrotem Mund. Für sich, wie sie so herumlag oder an meiner Wand hing, war es ein wunderschönes, meisterlich gearbeitetes und faszinierendes Kunstwerk, auf dem Fest jedoch wichen die Menschen auf sublime Weise innerlich vor mir zurück. Ich sah mich dann im Flur des Veranstaltungsortes im Spiegel, wie ich so da langlief und erschrak selbst, denn die absoulute „Fehlerlosigkeit“ des Antlitzes hatte etwas Unmenschliches, ja fast Grausames. Es war zu perfekt. Das Wort ist: Unirdisch]

    • Unirdisches indessen l o c k t. Es bedroht auch. Aber das läßt es erotisch – so im Wortsinn ungeheuer – rauschhaft werden. Im Perfekten – oder dem, was wir dafür halten – liegt eine Übertretung. Auf diese aber zielt Kunst.

      (So gesehen entspricht die künstlerische Tätigkeit dem Griff nach dem verbotenen Apfel. Prometheus ist hier ebenso assoziiert wie Luzifer. Diese beiden garantieren den menschlichen Stolz auf etwas, das nur der Mensch k a n n : Ausbrechen aus dem Vorbestimmten Allgemeinen. Was ja eine andere Bezeichnung für „das Gewöhnliche“ ist – für das, was ‚man‘ gewohnt ist und gewohnt bleiben s o l l.)

    • parallalie sagt:

      dies sei ein haus : dies sei ein apfel : ich aber sehe ein apfelhaus : und einen hausapfel : haust der künstler im apfel : dann haust er in seinem haus

    • Stromberg sagt:

      Schönheit @TheSource: zur Anekdote. Vor Jahren arbeitete ein Assistent in meinem Team (TV-Kamera) der eigentlich Biotechnologie studiert hatte und nebenbei gelegentlich Vorlesungen an einer Uni in Berlin gab. Eine Vorlesung davon galt der „Schönheit“. Er erklärte mir, daß ein Gesicht dann als schön empfunden wird, wenn die beiden Gesichtshälften am symmetrischten zueinander sind. Das es solche Gesichter nicht geben kann, belegt die Studie der Uni Regensburg (LINK siehe Ende des Kommentars). So gesehen ist Ihr Erlebnis interessant und bedarf geneuerer Betrachtung. War es wirklich Schönheit und Makellosigkeit, die die Menschen zurückweichen ließ? Erinnert mich irgendwie an den letzten Film von Kubrick „Eyes Wide Shut“.

      (http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_II/Psychologie/Psy_II/beautycheck/virtuelle/virtuelle.htm) (Beauty-Check: http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_II/Psychologie/Psy_II/beautycheck/virtuelle/virtuelle.htm)

  4. Elsa sagt:

    Symmetrie? Asymmetrie! @Stromberg:
    Es gibt tatsächlich kein vollkommen symmetrisches Gesicht. Man hat Fotomontagen erstellt und gleiche Gesichterhälften sich spiegeln lassen zu einem ganzen. Die Gesichter, die dabei entstanden, waren perfekt, aber tot.
    Deshalb haben Maler der Renaissance ihren Figuren auch verschieden große Augen gegeben, ein Auge größer gemalt, als das andere. Weil nur so das Leben im Antlitz dargestellt werden konnte.
    Und Leben ist nunmal vielleicht nicht schöner, aber attraktiver als der Tod 🙂

    Mit Gruß
    Elsa (rechtes Auge größer als das linke)

    • Stromberg sagt:

      Schönheit II Das ist wahr. Mein Kollege meinte auch, daß ein Gesicht am schönsten ist, wenn es der Symmetrie am nähesten kommt. Hm…wie definiert sich eigentlich der Ausdruck „Schönheitsfleck“? Das geht wohl in diese Richtung „ungewollte Symmetrie“? Vielleicht irre ich ja?

      Was den Drang nach Perfektion betrifft: wahrscheinlich ist es ein Drang dem zerstörerischen Chaos zu entkommen, der Entropie, die letztendlich dafür sorgt, daß in spätestens 5-10 Milliarden Jahren eh alles Wurscht ist. Wahrscheinlich schon früher, der Mensch bemüht sich ja eifrig. Ich setze der Perfektion das Chaos und die Zerstörung gegenüber. Ying und Yang. Ein schönes Bild übrigens in dem Film „Kundun“ von Scorsese, als das Sand-Mandala mühsam erschaffen wurde, um es kurz darauf wieder zu zerstören. Perfektion und Chaos eben.

    • TheSource sagt:

      Zur Schönheit. @ Stromberg, @ Elsa. Die Versuche mit der perfekten Symetrie sind allgemein bekannt, ja. Tatsächlich hat sie etwas Totes, etwas unirdisch Totes. Zu der Anekdote:
      Das Übersymetrische, die vollkommene Perfektion der Maske wird ev. eine „untot“-Empfindung ausgelöst haben. Die Menschen konnten auch nicht wirklich benennen, was ihnen den Schauer bereitete. Tatsache aber ist: Als ich die Maske abnahm, war auch das Zurückschrecken nicht mehr gegeben.

      Zum Chaos: Das Chaos weist oft eine sehr viel tieferliegende Schönheit auf als die Perfektion (siehe bspw. Fraktale). Und, aber dies nur am Randa: es ist Yin – nicht Ying 😉

  5. hweblog sagt:

    Ich versteh immer nich, daß Leute wie Einer, die einen Blogeintrag von z.B. ANH für schwachsinnig halten, dennoch darauf aus sind, sich z.B. mit ihm anzulegen. Ich an ihrer Stelle würde lieber Beckett lesen oder zur Not auch Domian anrufen.

    • urban sagt:

      @hweblog

      das ist deshalb, weil keiner, schon gar nicht ANH, f r ä g t, was den anderen bewegt, sondern einfach mit Schmähungen den anderen niederzumachen versucht.
      Da könnte man von Domian durchaus lernen. Sie meinten das wahrscheinlich wieder herablassend, weil Domian wahrscheinlich nicht „auf der Höhe der Diskussion“ sich befindet. Dafür fühlen sich menschen von ihm verstanden, während ANH vorwiegend Aggressionen auslöst.
      So ist es eben, wenn man sich fortwährend „auf einer höheren Ebene „wähnt, dies unaufgefordert immer wieder im Netz verkündet und die Netzleser nicht ernst nimmt, sie als „Scheiße“abqualifiziert und, wenn er überhaupt nicht mehr in der Lage ist, sich auf die Ebene der Leser zu begeben (wobei die absolut nicht „schlechter“ ist, sondern anders) mit üblen Beleidigungen um sich wirft.
      Dann reagiert er mit depressionen.
      Das würde mir leid tun für ihn, wenn nicht….s.o.

    • Sabine sagt:

      @urban (anonym) Jetzt mische ich mich auch einmal ein. Ich lese diesen Blog seit fast 1 1/2 Jahren und fühle mich von ANH überhaupt nicht beleidigt. Er löst in mir zwar auch manchmal Aggressionen aus, meistens finde ich seine Beiträge aber spannend oder witzig oder erhellend. Vieles ist sogar unheimlich schön. Jedenfalls ist das eine Querdenkerei, der ich in meinem Leben nicht oft begegne. Ich möchte darauf auf keinen Fall mehr verzichten. Dass ich manchmal anderer Meinung bin als ANH, finde ich selbstverständlich. Ich finde auch, dass er manchmal etwas viel Macho ist. Aber deswegen motze ich nicht gleich. Da kenne ich andere. Und die zeigen das nicht so.
      Mir gefällt diese Streiterei hier aber nun nicht mehr. Wobei ich auch nicht weiss, wie man das abstellen kann. Mein Eindruck ist aber, dass sich zwar auch ANH manchmal im Ton vergreift, aber immer dann, wenn er mehrmals hintereinander unfair angegriffen worden ist. Das ist in den letzten Wochen ständig passiert. Ich verstehe eigentlich nicht warum. Dass er von sich aus, wie du schreibst, andere mit Schmähungen niedermacht, stimmt einfach nicht. Ich kann mir deinen Vorwurf jetzt nur so erklären, dass sich alle Seiten emotional aufgeschaukelt haben. Kommt mal wieder runter! kann ich da nur sagen.
      Auch wieso ANH in SEINEM Weblog fragen soll, was den anderen bewegt, kann ich nicht nachvollziehen. Ich würde in meinem Weblog ja auch schreiben, was MICH bewegt: Darum ist es ja MEIN Weblog. Wenn andere etwas dagegen haben, können sie entweder sachlich ihre Sicht der Dinge darstellen oder doch wegbleiben. Ich wundere mich sowieso, dass ANH das nicht einfach löscht, wenn ihn jemand dummer Hund nennt. Und ich verstehe nicht, wieso immer wieder Leute voller Aggression dann hierher gehen. Oder sie fühlen sich eben doch in etwas getroffen, das aber ihr eigenes Problem ist. Vielleicht ist das sogar eine der Stärken des Blogs von ANH, dass es das offenbar heraus kitzelt. Ich jedenfalls komme oft sehr nachdenklich aus dem Lesen heraus. Es fängt allerdings jetzt an, keinen Spaß mehr zu machen. Vielleicht schaltet ANH wirklich mal besser Kommentare ab. Ich habe kein Problem damit, nur in meinem eigenen Kopf zu kommentieren. Das muss ich nicht darstellen.

    • parallalie sagt:

      nun war der beitrag von sabine einen moment lang verschwunden! und nun ist er wieder da! weil ich mich dem beitrag von sabine zwar nicht voll und ganz anschließe (was etwa das abschalten der kommentarfunktion betrifft), aber darin, daß die beschwerden an ANH hier keine berechtigung haben: ein weblog wird gelesen, wie man ein buch liest. derjenige, der schreibt, schreibt von sich und (natürlich) von seinen beziehungen zu den anderen, mit denen er umgang hat (mehr oder weniger offen). da muß man nicht fragen, was der eventuelle leser dabei denken könnte. das hieße ja schon wieder selbstzensur. alles gefühle berücksichtigen geht nicht.
      wer sich dann beschwert, der autor gehe nicht auf spezifische probleme eines lesers ein, ist schon arm dran. zumal dies so vorgetragen wird, als hätte der autor a priori und absichtlich diesen einen armen leser ignoriert!
      urbán sein, nicht úrban!

    • catharina valeska sagt:

      Es missfällt mir eigentlich, wie die Kindergartentante daher zu kommen, weil sich die Kleinen streiten, aber dennoch… Es missfällt mir nämlich noch viel mehr, wie seit einiger Zeit die Diskussionen hier zertrollt werden. (Wogegen dieser Beitrag auch nicht hilft, aber sei’s drum.)
      Es bedarf keiner besonderen Beobachtungsgabe festzustellen, dass sich die Anzahl anonymer Schreiber kräftig gestiegen ist, und: dass sie es in den meisten Fällen sind, die mit einigen persönlichen Kommentaren Verärgerung auslösen und alsbald ein wunderbares Gezanke angerichtet ist. Zum Thema kommt da nur noch weniges.
      Der „normale“ Leser (wie ich z.B.), der sich ansonsten gar nicht bemüßigt fühlt, hier zu posten, sondern gern mitliest, muss sich dann durch diesen Haufen Gekeife wühlen.
      Das nervt den Leser und verleidet ihm dieses Blog vielleicht sogar. Weniger Klicks für ANH?
      Mir drängt sich der Verdacht auf, dass dies der Grund für die vielen Neuzugänge ist.

      Dass es überall Feindseligkeiten und Antipathien gibt: gut. Dass manche Menschen ihrem Gegenüber nicht einmal das Schwarze unterm Fingernagel gönnen: sieht man öfter. Aber was hätte jemand davon, wenn nun ANH die Leser wegblieben? (So denn dieser Plan aufgeht.) Oder soll einfach soviel an den Nerven gezerrt werden wie möglich? Zermürbung?
      Das ist der Punkt, den ich nicht begreife.

    • a. sagt:

      @urban Zeigen Sie mir eine Stelle, wo ANH einen Leser NICHT ernst genommen hat, der ihn zuvor ernst genommen hatte. Bitte, nur eine einzige.

      Ansonsten gilt: „Mittelmäßige Geister verurteilen gewöhnlich alles, was über ihren Horizont geht.“ (François Duc de La Rochefoucauld)

    • urban sagt:

      @parallalie:

      urbàn sein. nicht ùrban.

      Das ist genau diese aufgeblasene Klugscheißerei, die mich reizt, die auch ANH so gern praktiziert. Die offensichtlich auch anderen auf die Nerven geht.
      Aber auch das wird sicherlich als spießbürgerlich, nicht auf der Höhe…abgetan.
      So what.

      Ich spreche von seinen Kommentaren, in denen er auf Äußerungen der Leser auf sein weblo r e a g i e r t. Und in denen er diese Leser teilweise aufs Übelste beschimpft (faschistoid…….)

      Wer eine kommentarfunktion einrichtet, sollte sich nicht über Kommentare wundern. Hier scheint die Logik etwas durcheinandergeraten.

      Er beschwert sich darüber, daß keiner sein W e r k angreift, sondern nur seine P e r s o n.
      Er betont aber ständig, er und sein Werk seien E i n s. Was denn nun?
      Entweder er i s t eine Person seines Werks, oder nicht. Genauso wie er seine Leser – also auch mich – für dieses Werk funktionalisiert. W i e ich mich bei diesem Spiel verhalte, ist immer noch meine Sache.
      Und oberlehrerhafte Zurechtweisungen gehören m i t z u m S p i e l.

    • urban sagt:

      @ a (anonym)

      Hier scheint sich die gesammelte Überheblichkeit der Nation vereinigt zu haben.
      Wie erhebend muß es doch sein, sich immer besser, gescheiter, gebildeter als seine Mitmenschen zu dünken.
      ANH scheint viele Gleichgesinnte in seinen narzisstischen Höhenflügen zu haben.
      Er sollte sich doch über Resonanz freuen. Tut er wohl auch. Aber nur, wenn sie seinen Dünkel nicht stört.
      Vielleicht ist dieser a ja Alban selbst? Egal. Aber die Diktion und die Haltung scheinen das nahezulegen.

    • a. sagt:

      Noch einer für urban: „Wenn ein wirklich großer Geist in der Welt erscheint, kann man ihn untrüglich daran erkennen, dass sich alle Dummköpfe gegen ihn verbünden.“
      Jonathan Swift (1667–1745)

    • a. sagt:

      @urban (aller guten sind drei) No one can make you feel inferior without your consent. (Eleonor Roosevelt)

    • Sabine sagt:

      @urban: Aber die Diktion und die Haltung scheinen das nahezulegen. Ich wollte eigentlich nichts mehr zu dir sagen, aber jetzt kommt es doch wieder dicke. Es ist doch genau andersrum! Denn „Diktion und Haltung scheinen das nahezulegen“, dass du und Einer und die beiden Meola und und und dieselbe Person sind. Für wie dumm hälst du uns eigentlich? Ich will auch nicht, weil wir von ANH nicht beleidigt worden sind, jetzt statt dessen von dir beleidigt werden. Auch nicht in meiner Intelligenz. Das genau tust du aber jetzt, wenn du Lesern, die hier gerne sind, sowas vorwirfst.

      @parallalie: Ich habe niemals was gelöscht. Ich stehe zu dem, was ich geschrieben habe. Aber ich möchte sowieso einen eigenen Blog aufmachen. Dazu registriere ich mich dann.

      @ANH: Die Orgelpfeifen von Flandern sind ein wunderschönes, aber ganz beklemmendes Buch. Mag ich lieber als vieles, was du hier mit Argo einstellst. Da fehlt mir oft der Zusammenhang. Es kann aber sein, dass das an der Blog-Form liegt.

    • Liebe Sabine (1) und @urban (2), was soll ich Ihnen (1) dazu sagen? Die Orgelpfeifen liegen lange zurück, sie sind mir nah geblieben, aber wie etwas Fremdes, das eigenständig wurde. Atmen tu ich derzeit mehr in ARGO. Daß Sie so etwas wie einen Zusammenhang vermissen, kann tatsächlich an der Form liegen, in der die Partikel hier präsentiert sind. Andererseits ist das AndersweltProjekt insgesamt viel komplizierter; es ist für mich selber schwer, die Übersicht zu behalten. Eine Novelle zu schreiben, braucht Inspiration, Seele und viel Handwerk; ein Romanprojekt wie Anderswelt braucht das auch, aber vor allem dazu G l ü c k. Schon weil man über so viel Zeit und (persönliche wie Gegenwarts-)Geschichte und Seiten hinwegschreiben muß. Das kann man nicht erringen, das muß kommen. Und ob man es hatte, weiß man, wenn überhaupt, erst nach Abschluß der Arbeit. Manchmal weiß man es vielleicht nie. Und andere wissen es oft auch nicht, dann ist ein Buch ‚umstritten‘. Übrigens gibt es einige Leser, die zum Beispiel den WOLPERTINGER lieben, ANDERSWELT aber ablehnen. Und umgekehrt.

      (2) Das wäre ein gutes Argument, urban: Er beschwert sich darüber, daß keiner sein W e r k angreift, sondern nur seine P e r s o n. Er betont aber ständig, er und sein Werk seien E i n s. Was denn nun? W ä r e,- h ä t t e ich mich nämlich tatsächlich darüber beschwert, daß keiner mein Werk angreift.
      Worüber ich mich, wenn überhaupt, ‚beschwere‘, das ist aber, daß meine Person angegriffen wird, d a m i t nicht das Werk gesehen werden muß. D a s ist doch die Dynamik. Abgesehen davon, daß eine Person anzugreifen, sowie seltsam anmutet, wenn es um literarische Bezüge, etwa dieses Weblog, geht. Warum ü b e r h a u p t eine Person angreifen? Mir kommt sowas gar nicht in den Sinn, es sei denn, ich wurde zuvor angegriffen und muß mich wehren. Wurden Sie das denn? Dann wüßte ich gerne, wo. Und würde mich ggbf. entschuldigen oder mit Ihnen in die streitende A r g u m e n t a t i o n einsteigen.
      Über mein Werk d i s k u t i e r e n freilich würde ich gerne, dazu müßten aber Argumente kommen. Über meine Person zu diskutieren hingegen, halte ich für problematisch, weil eine Person an sich nicht diskutabel i s t; es sei denn, man untersucht Handlungen. Wer das will, dem stehen Vor-Wertungen aber nun ganz besonders im Weg. Daß mein Werk und ich e i n e s seien, bedeutet, daß sich beides nicht trennen läßt. Nicht aber mehr. Denn ganz gewiß geht nicht mein Werk einkaufen oder duscht sich. Sie reduzieren die Aussage, Werk und Autor seien identisch, rhetorisch auf eine Banalität, die man entsprechend zeigen muß, damit klar wird, was hier passiert. Dieses Ihr Verfahren ist erkenntnistheoretisch unlauter.

    • parallalie sagt:

      lauterer läßt sich nicht antworten, und vor lauter lauterkeit habe ich meinen im off vorbereiteten kommentar ebenfalls geläutert.

      @urban
      von solchen assonanzen aber lebt nun mal ein text AUCH : oder sitzen wir hier am tresen und beklagen uns über unser leben? oder wollen wir zumindest im kleinen ein bißchen klar werden darüber? (vielleicht haben ja auch Sie zuweilen gefallen an reimen, was ja auch so sprachspielchen sind, aber wahrscheinlich kommt Ihnen das nie in den sinn, wenn jemand bei Tisch auf „Greif zu!“ „Aber nicht in die Haare!“ antwortet). nunja, als klugscheißerei können Sie’s dennoch einstufen. aber falls Sie’s tun, dann weiß ich meinerseits, was ich davon zu halten habe.
      sinngemäß sagte einmal Hans Wollschläger, lesen sei das freiwilligste von der welt.

      @sabine
      tatsache ist, daß ich Ihren beitrag las, dann selbst etwas posten und mich zuvor anmelden wollte, und daß nach meiner anmeldung urbans erster beitrag ohne Ihren kommentar erschien. vielleicht lag es ja auch an mir, weil ich schon auf antworten gedrückt hatte bei urban. keine ahnung. ich wollte zumindest diesen eindruck wiedergeben, der mir da einen moment lang entstand. ich wollte damit keine mysterien heraufbeschwören.

    • parodia sagt:

      pieppieppiep: lieblieblieb: paraparapara:deepdeepdeep W. A. Mozart

      In meinem kleinen Apfel,
      Da sieht es lustig aus:
      Es sind darin fünf Stübchen
      Grad wie in einem Haus.

      In jedem Stübchen wohnen
      Zwei Kernchen schwarz und fein,
      Die liegen drin und träumen
      Vom lieben Sonnenschein.

      Sie träumen auch noch weiter
      Gar einen schönen Traum,
      Wie sie einst werden hängen
      Am lieben Weihnachtsbaum.

    • úrban sagt:

      …es sei denn, man untersucht Handlungen.

      Genau das tue ich. Handlungen sind nämlich a u c h : gesprochene und geschriebene

      Beleidigt habe ich mich gefühlt durch Ihre Überheblichkeit; dieses penetrante sich intellektuell über andere stellen. Und „erkenntnistheoretisch“; und….
      Aber dieses Thema wurde jetzt zur Genüge thematisiert.
      Wobei ich mich nicht persönlich getroffen fühle – ich weiß, welchen Hintergrund ich habe – es ist allgemein dieses: ich weiß es besser – Gehabe mit den dazugehörigen Vokabeln. Wenn Sabine das nicht merkt, ist das ihre Sache, aber auch das hat einen Grund.

      Aber jetzt beende ich von mir aus diesen Disput, hab alles gesagt, was ich wollte.
      Tschüß,schönen Advent allerseits.

    • Und trommelt er dir einen schlechten Witz, So pfeifen wir ihm einen schlimmern,
      Wir pfeifen ihm vor,was ihm passiert
      Bei schönen Frauenzimmern.

    • urban sagt:

      Ach sooo, das ist Charaktersache!
      Dann ist ja sowieso nix zu machen.

    • Carolin F. sagt:

      Gibt es einen Unterschied zwischen urban und úrban? Sind das nun zwei Zuträger? Eigentlich ja, oder? Denn der mit dem Akzent ist doch in den Advent gegangen. Das hat er jedenfalls versprochen.
      Und gegen wen ging der Lacher Heinrich Heines? Gegen ANH oder den urban mit dem Akzent? Den Mozart habe ich, um ehrlich zu sein, auch nicht verstanden.

    • catharina valeska sagt:

      Liebe Carolin F., ich habe den Eindruck, die Frauen mögen ANH. Sogar sehr.
      Mich lässt das an diesen überaus interessanten Befund denken, dass sich Frauen von einem gewissen Narzissmus des Gefährten (sexuell) sehr angezogen fühlen. Ebenso soll es den Männern mit der weiblichen Hysterie gehen.

    • Aldi Meola sagt:

      @ a. So manch einer vesteckt… …ein Zitate-Sammelbuch unter Tisch. Trefflich lässt sich dann daraus abschreiben oder gar auswendig was aufsagen, was man mit eigenen Worten nicht Zustande bekommt. Dies war die Gelegenheit,..hähä..
      Wenn man nur wüsste, welches Sprüchlein man nimmt..schliesslich passen soviele. Ein schweres Los, als Pseudo(nym)intellektueller. Seufz.

    • hweblog sagt:

      @ urban: Sie schrieben:

      Da könnte man von Domian durchaus lernen. Sie meinten das wahrscheinlich wieder herablassend, weil Domian wahrscheinlich nicht „auf der Höhe der Diskussion“ sich befindet.

      Ich sach dazu:

      Siehste. Da isses wieder. Wer nämlich nur meint, jemand meine etwas, der meint gar zu oft das Falsche: und schon meint er, der andere wecke Aggressionen. Woher zum Teufel meinen Sie meinen zu können, ich meinte, Domian befinde sich wahrscheinlich nicht „auf der Höhe der Diskussion“, ANH dagegen schon? Nur weil ich es alban albern finde, daß sich so viele über ihn aufregen? Dagegen gibt es 1 gutes Rezept. 1. Einfach nich lesen, was einen aufregt. 2. Wer meint, es dennoch unbedingt lesen und sich mit dem jeweiligen Blogger anlegen zu müssen, der sollte sich mal fragen, weshalb er unter dem seltsamen Zwang steht, sich in der virtuellen Welt mit jemandem herumstreiten zu müssen, der ihn nicht persönlich angegriffen hat. 3. Wer das nicht kapiert, frage mal den guten Domian. Der sähe das gewiß ebenso wie ich.

    • hweblog sagt:

      Da’ss mir jetz was mißglückt. Macht aber nix. Iss ja alles eh schon gesacht. Gut Nacht.

    • a. sagt:

      Für Aldi Meola Aufrichtigkeit: Das Merkmal des Beleidigers. Gewöhnlich wäscht ein Auge das andere. Aber manchmal nimmt ein Schnabel keinen Mund vor die Hand und spricht, wie ihm die Krähe gewachsen ist. Hinterher, wenn kein Stein dem anderen mehr gute Nacht sagen kann, ist die Zunge klüger geworden und nimmt wieder die kurzen Beine auf die Schulter. Bis sie ihr irgendwann einmal zum Hals raushängen und der Schnabel keinen Mund vor die Hand nimmt und …
      (Peter Ambrosius Köhler: Die Fußstapfen der Nase – Das große Wahrheit-Abc für alle Menschen und Nebenmenschen)

    • Aldi Meola sagt:

      Liebes a. …Schön. Aber wiederum abgeschrieben.

      Wenn Sie sich d adurch schon beleidigt fühlen, sind Sie aber ganz dolle wehleidig.
      Das wird jetzt auch zu langweilig. Das Thema ist doch durch. Ich sprech auch nicht mit anderen Anonymen.

      Nebenmensch klingt irgendwie ’n bisschen wie Untermensch..

  6. EcceHomo sagt:

    senf… Außer: Soll es nun „gut“ oder „schlecht“ sein, Narzißt zu sein? Allein das Zitieren dieses Artikels ist Ausprägung einer Art und Weise des Narzißmus.Der Thread belegt eine Wertung: es ist besser, weil erhabener.

    Also war Hitler besser als seine Helfer.

    Der grobe Fehler bei diesem Artikel steckt übrigens in dem „zwar“. Es sind „zwar die Narzißten oft, die das Unheil b e f e h l e n“, aber … was? Ein kleiner Hinblick zur Tatherrschaftslehre: Die, welche befehlen und benutzen (nämlich die „normalen“ Menschen) sind Täter. „Als Täter wird bestraft, wer die Straftat selbst oder durch einen anderen begeht“, §25 I Strafgesetzbuch. Dabei ist der Vorsatz oder die Schuld NICHT bei den Ausführenden… ergo: Was soll dieser Text aussagen?

    Sehr gerne ehebe ich mich auch über das Mittelmaß. Fraglich nur, ob es nicht lediglich ein hehrer Wunsch ist… Selbstreflexion ist anstrengend. Ist sie auch möglich? Gut, subjektiv: Ich verachte „den Mob“ des Mittelmaßes. Ewigkeitswahn, Angst vor Veränderung, er macht sich „ein Bild“, er glaubt. Er streunt in Talkshows, macht sich lächerlich und schaut zu. Verständnislos. Wenn man Delphine nicht essen kann, weil sie ja so intelligent sind, fragt sich, wo die „Fressgrenze“ beginnt. Frage: Könnte ich demnach nicht Talkshow-Gäste essen?

    • Stromberg sagt:

      Definition @EcceHomo: Sie schrieben:“… Ich verachte „den Mob“ des Mittelmaßes.“
      Was bedeutet das…für Sie? Vielleicht mit Beispiel? Danke.

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