Das Feuilleton, der Markt und der fundamentale Islam.

Man hat Macht. Nichts sonst. Sie ist außer durch Einkunft nicht begründet und nicht begründbar. Deshalb ist sie – prinzipiell – korrupt.

Der Einwand des fundamentalen Islamismus gegenüber den westlich-kapitalistischen Gesellschaften „Ihr habt keinen Glauben“ ist insofern cum grano salis so richtig wie berechtigt. Deshalb wird der Islam – bzw. das, wofür er steht – letztendlich siegen. So inhuman er auch sein mag, ist er doch am Menschen interessiert, anders als der Westen, der an Sachen interessiert ist und für Sachen sogar sich selbst – die eigene kulturelle Identität – anheimgeben würde und gibt.

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3 Kommentare zu Das Feuilleton, der Markt und der fundamentale Islam.

  1. Anna Kühne sagt:

    Inwiefern ist der Islam deiner Meinung nach inhuman?

    • @ Anna Kühne. Weder 9/11 noch die fundamentalislamische Revolution im Iran, sowie die weitere Herrschaft der Mullahs scheinen mir in irgend einer Weise human zu sein, weder die erlaubte Steinigung untreuer Ehefrauen und überhaupt die Unterdrückung von Frauen im Islam, noch die restriktive, teils gewaltsame Erziehung der Kinder; auch nicht das rigide System religiöser Autoritäten insgesamt. Alldies läßt sich aus entsprechenden Koran-Suren ableiten, wie im übrigen im Christentum der erlaubte Völkermord aus dem Alten Testament – dem man bis lange nach dem Mittelalter ja auch ausgebig nachgegangen ist und, scheint es, gern wieder nachgehen würde. Aber schon und noch Hitler ist auf die Eschatologie der Offenbarung des Johannes gestützt gewesen – die im übrigen ein Sprachkunstwerk ist wie über weite Strecken der Koran.
      Daß es wie im Christentum auch aufgeklärte, ja tolerante Strömungen im Islam gibt, darüber müssen wir nicht streiten. Aber weder, ob ein Monotheismus tolerant oder aggressiv bis brutal ist, spielt für meinen oben skizzierten Grundgedanken eine Rolle – in anderen Hinsichten aber sehr wohl.

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