Die Menstruation im Monotheismus.

Das Unheimliche heimlich machen.
(CDXXXX).

[Der Gedanke liegt nahe, daß die Menstruation in den eventuellen Matriachaten h e i l i g gewesen ist. Die abstrakte Bewegung des Geistes, dem Monotheismus – also den Patriarchaten – eingeschrieben, setzte deshalb alles daran, diese Form der Heiligung zum Schmutz zu degradieren. Daher die ritischen Waschungen der Frauen während ihrer Tage und eben n i c h t aus Gründen der Hygiene, die ursprünglich Mitgrund gewesen sein mögen. Daher die „Unberührbarkeit“ menstruierender Frauen in vielen Religionen. Die Menstruation – zumal, wie alles Geschlechtliche, physisch/organisch dem Exkrementalen nahe – wird geradezu Statthalterin dessen, was vergessen/verdrängt werden soll: wovon der Geist ein- für allemal abhängig ist, nämlich vom Körper. Deshalb seine Diskriminierung-insgesamt. Noch finden wir freilich Spuren seiner Heiligung, wenn auch homosexuell auf den Männerkörper verschoben – nämlich in der klassischen Antike. Sie ist die Zwischenstufe, die noch verrät. S o gesehen, beschreitet die männliche Homosexualität (nicht: Bisexualität) den Weg in die Entkörperung; ihre Achillesferse ist der Verweis-zurück-ins-Exkrement-ganz-besonders: ins Anale. Insofern trägt sie unwillentlich dazu bei, daß die zu verdrängende Spur erhalten bleibt.]

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