Eine Reise zum Stromboli (0. Tag, Mittwoch). (Stromboli 2). Reisejournal.

22.24 Uhr:
[Hamburg Veddel, Küchentisch.]
Der Ätna sei ausgebrochen; wir sind kaum bei dem Sohn des Galeristen, erreicht uns die SMS, der Alte b e b e. Dann, vor einer halben Stunde: „Habe eben im Fernsehen die Lavaströme vom Ausbruch gesehen…“ Da fahren wir dann morgen also sozusagen hinein; mit etwas Glück – wir sollten links im Flugzeug sitzen; erfahrungsgemäß führt die Flugroute westlich der Ätna-Hauptkrater vorbei… wenn der Ausbruch allerdings deftig ist, könnte der Flieger ihn auch weiträumig zu umfliegen versuchen… – mit etwas Glück also werden wir die Eruptionen schon durch die Bullaugen beobachten können. Vielleicht bekommen wir in Catania einen Ascheregen mit, wie ich ihn schon einmal 1998 erlebt habe.

Wir starteten um kurz vor 16 Uhr zur S-Bahn; die Geliebte brachte uns hin.Am ZOB Berlin Messe/ICC einchecken in den Bus, der kurz nach 17 Uhr abfuhr. Mein Junge winkte hinaus und sprach den für seine knapp sieben Jahre bemerkenswerten Satz: „Adé, liebende Welt!“ Wobei er jauchzte. – Ruhige Strecke, enger als im Zug, und man kann nicht arbeiten. Dafür ist es wirklich preiswert; man döst halt vor sich hin. Der Junge hörte Die drei Fragezeichen, ich hab genug Kinderhörspiele auf dem Laptop gespeichert.
Sehr freundlicher, ja herzlicher Empfang am ZOB Hamburg durch R. J., der uns bei sich Zuhause ließ, bevor er sich zu seiner Freundin aufmachte. Vorher wurde noch etwas gekocht. Schnelles gegenseitiges Verständnis; er studiert Islamwissenschaften, man hatte sofort Gesprächsstoff. Adrian, der den ganzen Tag schon wie aufgedreht war – sehr gut aufgelegt aufgedreht -,stöberte in der Wohnung herum, fand Wunderkerzen für >>>> seine Kokelleidenschaft, der wir ihn nachgehen ließen. Als R. J. wegwar, schickte ich den Jungen allerdings sofort ins Bad. Während er Zähne putzte, schaute ich nach Vorlesestoff; dummerweise haben wir Die Reise zum Mittelpunkt der Erde daheim liegenlassen; ich will morgen früh am Flughafen schauen, ob es eine Buchhandlung und darin eine Ausgabe gibt. – Jedenfalls fand sich in der kleinen hiesigen Arbeitsbibliothek ein Riesenband der Märchen aus 1001 Nacht, aus denen ich dem Jungen dann auch vorlas. Nicht lange; er war innert fünf Minuten ins Schlafreich gesackt, worin er jetzt von Vulkanen träume dürfte, während ich übers Mobilchen dies hier einstellen, nach Post schauen und auch kurz noch das Neuste vom Ätna recherchieren will. Dann wird der Handy-Wecker gestellt und selbst zu Bett gegangen. Morgen früh um halb sieben werden wir von hier aufbrechen. Vielleicht werd ich mich vom Flughafen aus noch einmal melden, ansonsten gegen den späten Nachmittag über einen Internet Point aus Catania.

CASSA (Spesen- und Reisegeld
ohne Flug und Hotel, die vorbezahlt sind).
750,–
./. BVG 3,60
./. Bus B-HH-B
incl. Gepäck 42,–
./. Cola für die
Busfahrt 2,50
./. HVV 2,45
verbleibende CASSA 699,45

23.11 Uhr:
Ich vergaß zu erzählen, daß sich >>>> Marco Fulle gemeldet hat. Wir dürfen seine Bilder, mit Linksetzung selbstverständlich, verwenden.Und er nannte mir eine Ansprechpartnerin auf Stromboli, bei der ich mich mit seinen besten Grüßen melden solle. Sie öffne alle Türen.
So haben wir denn ein Entrée, wie‘s besser kaum sein kann. Allerdings seien die Eruptionen auf Stromboli derzeit wieder zum Erliegen gekommen.

>>>> Erster Tag.

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