Paul Reichenbachs Sonntag, der 22. April 2007. immer noch kein regen.

Er sollte als Einsiedler leben.
Er ist dazu geboren, in einer Zelle zu hausen,
und weiß es nicht…
Cesare Pavese: Auf dem Greppo

Das Wochenende, das wusste ich schon Montag, als ich >>>Cesare Pavese wiederentdeckte, war für meine Vorlieben verloren. Am Freitag, nach dem Büro fuhr ich noch kurz für 2 Aufgüsse in die Sauna um wenigstens für 2 Stunden dem Pollenansturm mit Wasser Widerpart zu leisten. Samstagabend Geburtstagsfeier bei einem Freund, eine Riesenparty bei der ich dann noch meiner Brille beinahe verlustig gegangen wäre. Heute nun, unser Sohn hatte uns zum Essen eingeladen, er kann ganz gut kochen, es gab Zanderfilet, seit 3 Stunden sind wir zurück, muss ich unbedingt noch ein paar schuldige Zeilen außerhalb dieses TB’s schreiben. Kunst kann man nicht von den Bäumen schütteln sagt ein altes Sprichwort. Und selbst, wenn man es könnte, mir würde es nicht viel helfen, denn zur Zeit ist Mein Freund der Baum, mein Feind. Kunst will Fleiß sagt ein anderer Aphorismus. Aber wie es so ist, auf mein inneres Kommando scheinen die Ganglien einfach nicht reagieren zu wollen. Die Frühjahrsallergie hat mich voll im Griff und alle Medikamente sind offenbar für die Katz. Müdigkeit, Schlafsucht… und ein ohnmächtiges zorniges Gefühl greift Platz, weil sich derzeit der eigene Organismus nicht von mir regieren lassen will. Ich geh jetzt ins Bett und hoffe, dass es bald regnet, denn dann soll alles besser werden. Mein Hausarzt hat es mir versprochen.
Er als einziger ist ehrlich und gesund.

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2 Kommentare zu Paul Reichenbachs Sonntag, der 22. April 2007. immer noch kein regen.

  1. tja sagt:

    passt .. genau zu meiner stimmung!
    und dazu kommt, dass ich im frühjahr die größte lust zum arbeiten habe.
    vor dem regen fliegen die pollen am schlimmsten, weil sie wissen, dass sie anschließend mit feuchtem boden rechnen können.

    „Kunst kann man nicht von den Bäumen schütteln “ geht mir runter wie öl

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