Paul Reichenbachs Freitag, der 27. April 2007. Irrlicht.

„Die Griechen fürcht‘ ich, doppelt, wenn sie schenken.“( Schiller)

Keine Zeit. Weder zum Lesen, noch zum Schreiben. Bücher, Recht und Unfreiheit. Abwehrkämpfe lassen meinen Blutdruck in die Höhe schnellen. Eine Gehaltserhöhung zeigt ihren Januskopf, lag doch heute Morgen ein Brief auf meinem Schreibtisch, in dem im Einzelnen alle Tätigkeiten beschrieben werden, die, gültig ab 1.Mai (Brüder, zur Sonne, zur Freiheit !!) , zu erledigen sind. Wenn das wirklich wirksam wird, noch hoffe ich es abwenden zu können, kann ich meinen geruhsamen Lesezeiten im Büro Valet sagen. Der 1. Mai, der „Kampftag“ der Lohnabhängigen, wird hier im Ort unter der Losung: DU hast mehr verdient geführt. Ein Jesuitenpater hält auf der DGB-Kundgebung die Mairede. Oh je, was ist nur aus dem Katholizismus geworden, von den Gewerkschaften will ich gar nicht reden. Schwamm drüber. Gerades Kreuz, ein finsterer Blick und hinein ins präsidiale Gemach. Wollen wir doch mal sehen, ob 100 Euro mehr, Brutto wohlgemerkt, nicht auch umsonst zu haben sind. Denn nichts wird hier so sehr gefürchtet, wie ein offener Konflikt.
Da liegt meine Chance.

>>>>Was ist der Mensch!
Ein Blutkreiskreislauf, mit einem armen Irrlicht drauf.
(Carl Schmitt, Glossarium)

Das gilt auch für meinen Chef.

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3 Kommentare zu Paul Reichenbachs Freitag, der 27. April 2007. Irrlicht.

  1. tja sagt:

    Ja – der Spruch von Schmitt ist der Hammer
    – das Bild dazu genial (Künstler?)
    – und Ihr Ziel, sich gegen die zusätzliche Arbeit wegen ein paar saurer Kröten zu wehren, ist sympathisch

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