Arbeitsjournal. Sonnabend, der 28. April 2007.

16.48 Uhr:
[Arbeitswohnung. Brahms, Erste Sinfonie.]
Heute ist offenbar Überraschungstag. Nicht nur, daß bei der Geliebten das erste, von >>>> Dielmann noch einmal der anderen Sendung an die Familienadresse hintergeschickte (für mich:) erste Exemplar >>>> der Liebesgedichte angekommen ist… – und, in die Arbeitswohung hinübergeradelt, dort ist dann auch das Päckchen der ersten Sendung bei der Nachbarin hinterlegt worden… nein, als ich einen Blick auf das Modem werfe, funktioniert hier plötzlich mein DSL, so daß ich meine Arbeit – ganz wie von vor einem Jahr und einem Monat hier gewohnt – wieder r i c h t i g aufnehmen kann. Ah, da war mir nach einer feiernden Musik. Ich wählte Brahms‘ Akademische Festouvertüre, derweil ich das Päckchen öffnete und in der Pavoni das Wasser sich für einen latte macchiato erhitzen ließ… Zweimal ließ ich die Sinfonik deftig rumoren, dann bin ich auf Brahms‘ Erste gewechselt. Lange nicht gehört. Hat was von meinen Jugend- und Jungmanneszeiten.
Im übrigen zur etwas später als gewöhnlich aufgenommenen Morgenarbeit in >>>> AMNION die ersten Hexameter geformt… sie kommen (und sollen kommen) nahezu unmerklich aus dem freien Rhythmus hervorgeschlichen… und sollen auch in den freien Rhythmus wieder zurückschwappen. Ob ich es schaffe, Ihnen davon heute noch ein Beispiel einzustellen, ist ungewiß; ich bin noch in der Bastelphase. Doch wird der Ton erzählerisch, ein Ton, der das Epos aufnimmt, von dessen Geist ein Hexameter eigentlich bestimmt ist; hier nun wechsle ich auch, >>>> anders als in den BAMBERGER ELEGIEN, bewußt mit pentametrischen Versen. Der Hexameter hat dann tatsächlich etwas Objektives, Auktoriales, indessen die Elegien es subjektiv(istisch) immer wieder unterlaufen.

Aber >>> UF hat recht: das Bändchen ist wunderwunderschön. Das ist nach >>>> MEERE bei VOLLTEXT jetzt also meine zweite eigenständige Publikation dieses Jahr, und beide sind sehr preiswert: 2,50 Euro für MEERE, 7,50 Euro für DEM NAHSTEN ORIENT. Eigentlich sollte sich meine Arbeit nun endlich einem sehr viel größeren Leserkreis erschließen, als ich das, abgesehen von DER DSCHUNGEL, bislang gewöhnt gewesen bin. Allerdings müßten dazu auch die Buchhändler bestellen.

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