Arbeitsjournal. Montag, der 30. April 2007. Unter andrem zu „Twentyfour, 6“.

5.10 Uhr:
Es wird morgens nun wohl nicht mehr oft sein, daß ich um halb fünf am Schreibtisch sitze; jedenfalls nicht, wenn ich bei der Familie schlafe. Ich muß (will) dann ja immer erst hierher in die Arbeitswohnung radeln; das braucht insgesamt – mit dem dort als erstes zubereiteten latte macchiato – etwa eine halbe Stunde, ist aber völlig okay, find ich. Also wird es von nun an erst immer erst sowas um fünf Uhr morgens werden.
Gestern nacht >>>> „twentyfour“ Season 6 weitergeschaut, Viertel nach eins dann erst ins Bett. Stulli nennt die Serie zu Recht ein „Folter-Epos“, nur ist damit wenig oder nur e i n e s, Einseitiges, gesagt und läßt vieles andere polemisch, vielleicht aus humanistischen Gründen, aus der Diskussion; diese wiederum könnten politische Gründe haben, und zwar genau die, die in „Twentyfour“ selber ständig thematisiert sind. Neben ihrem formalen und ästhetischen Aufbau macht nun gerade das >>>> die Serie derart interessant und im Bereich des Filmes vielleicht zu d e m Beispiel der künstlerischen oder doch kunsthandwerklichen Bearbeitung eines Traumas, das das Ergebnis des größten politischen Konfliktes ist, den die zeitgenössische Gegenwart der westlichen Welt überhaupt kennt. Andeutungshalber findet sich meine These übrigens schon >>>> bei Johanna Adorján in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Die Dschungel haben sich über eine „Twentyfour“ möglicherweise zugrundeliegende Dynamik >>>> bereits einmal „insgesamt“ geäußert
das alles mag nun Kommentator stulli entgangen sein oder er wollte absichtlich nicht darauf eingehen, nämlich nicht diskutieren, sondern auf ein Neues hämen. Deshalb habe ich den Kommentar noch gestern abend aus Der Dschungel kurzerhand gelöscht und werde das fortan so mit allen weiteren stulli-Kommentaren halten, sowie Katanga und auch die übrigen Kontributoren Der Dschungel bitten, entsprechend zu handeln, wenn sich stulli hier abermals hineinschreiben sollte. Die Sperrfunktion bei twoday funktioniert in Der Dschungel nämlich nicht. Um, wie ich es früher tat, auch auf Beleidigungen zu reagieren, ist mir gerade bei stulli unterdessen die Zeit zu knapp.

Wiederum g e r n e reagierte ich ausführlich auf >>>> Dielmanns und ferromontes Kommentare. Das werde ich eventuell ausführlich im Laufe des Tages noch tun. Sollte, wie >>>> Dielmann offenbar empfunden hat, >>>> der letzte Absatz meins gestrigen Arbeitsjournals den Eindruck eines Resignierens vermitteln, so ist das ganz sicher ein Irrtum; ich wollte nicht mehr als mein Gefühl ausdrücken, es habe sich ein bestimmter Arbeitsbereich ganz einfach erledigt…in d e m Sinne: Es hat sich, was drin zu leisten war, vollendet; keineswegs aber meine literarische Arbeit im ganzen.

So, an >>>> Amnion.

10.09 Uhr:
Hänge an den ersten, sehr erzählerischen, Hexameter-Versen in AMNION (Stromboli) fest, den avisierten schnellen Wechsel zu Alexandriner und Blankvers hab ich erst mal nach hinten verschoben, weil das erst später durcheinandergehen darf. Verschoben haben wir eben auch das >>>> horen-ARGO-Heft, und zwar vom Frühjahr 2008 auf den Herbst 2008. Ralf Schnell, der mich anrief, hat völlig recht: Für ein Erscheinen im Frühjahr müßten sämtliche Texte bereits im Oktober dieses Jahres vorliegen, und das ist gemessen allein an dem Aufwand der ARGO-Lektüre allzu knapp; der Januar 2008 als Abgabezeitpunkt ist eher realistisch und erlaubt dann auch g u t e Beiträge, möglicherweise sogar Bezugnahmen der Beiträger direkt aufeinander. Da zum Frühjahr 2008 ohnedies zwei Publikationen anstehen, die BAMBERGER ELEGIEN bei >>>> dielmann und der Theorie-Band bei >>>> tisch7, ist die Buchmesse Leipzig 2008 ohnedies schon gut ‚mit ANH bestückt‘.

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