DIVERSIDADE: o Brasil fica mais bonito assim.

gay parade. start am masp. avenida paulista gesperrt bis 21 uhr, über die consolacao runter zur praca roosevelt. 3,5 millionen gucker und poser erwartet. es ist voll, voll kühl, aber sonnig. ich muss an m denken, die schrieb, sie denke manchmal, das schlimmste schicksal: eine heterosexuelle frau zu sein. ich möchte ihr manchmal recht geben. andererseits, wenn viele heterosexuelle männer und wohl auch frauen nicht so verkorkst wären, und so eine verkorkste welt hinterlassen würden, dann könnte es auch weniger schlimm sein. zwei perfekte brüste reiben sich eine weile an mir. die konsistenz ist denen echter nicht unähnlich. es wäre ppp vielleicht zu laut gewesen, aber es erleichtert das leben ungemein, wenn man subjekt einer gruppe mit ähnlichen interessen ist, und sich einmal nicht allein als objekt technokratischen dirigats im alltag begreifen muss. von der stimmung springt was über.
dorothea diekmann beklagte in der nzz vielleicht neulich nicht zu unrecht, wenn das, was bei franck et al zu lesen sei, einem als dokument weiblicher selbstbestimmung verkauft werde, dann bestimmen nach wie vor verdruckste sexualnormen unseren alltag, von denen wir eigentlich dachten, uns doch zumindest schon etwas fortgeschrieben zu haben. denkste. also, gay parade, hingehen, gucken, mitmachen.
l neulich nach dem thunfisch, er hätte doch gerne ein kind, und zwar ein selbst gezeugtes, ich sage, na, das muss doch möglich sein. l daraufhin wirklich leicht angeekelt: und dann habe ich die frau nachher an der backe, das wolle er auf gar keinen fall. ach du, sage ich noch, und er, ja, wie, ach ich.
was halt alles so natur und wider ihre bestimmung ist, zum beispiel das lästige beine rasieren, das hat man dann eben auch am bein und an der backe, aber heute auf der parade dachte ich, die drags habens doch noch schwerer, oder die sind gelasert, allerdings wächst das auch gern mal nach.

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/leere_gestaendnisse_1.2703402.html

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3 Kommentare zu DIVERSIDADE: o Brasil fica mais bonito assim.

  1. pumpkinhunter sagt:

    dass ein ausgesperrter verliert kommt nicht vor, nirgends.
    das ausgesperrt wird ist kapitulation.
    vor oder von was ?
    mann ich kann bestimmt was aber ich habe niemand gefragt aber ich wurde auch nicht gefragt.
    nun ich bin nicht weder nachtragend noch öffentlichkeitssüchtig.
    aber das was sie gerade machen, dieadornoim ist echt masochismus.
    rufen sie eine revolution aus.
    gegen den herren..
    oder mirzuliebe : gegen den kürbis..
    der kürbis ist diskriminiert !
    missachtet !

    • diadorim sagt:

      ich verschreibe ihnen den kürbis nur ungern. der kürbis kann nicht die lösung sein. sie wissen, sie dürfen das zwischenmenschliche nicht vernachlässigen. auf dem zwischenmenschlichen basiert doch unsere ökonomie. der kürbis holt ihnen die brötchen zum frühstück nicht und bringt ihnen auch keinen kaffee ans bett. wollen sie denn auf all das wirklich verzichten?

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