A Spring Morning at Paris. James Joyce: Giacomo Joyce. Die Neuübersetzung (30).


In the raw veiled spring morning faint odours float of morning Paris: aniseed, damp sawdust, hot dough of bread: and as I cross the Pont Saint Michel the steelblue waking waters chill my heart. They creep and lap about the island whereon men have lived since the stone age ….. Tawny gloom in the vast gargoyled church. It is cold as on that morning: quia frigus erat. Upon the steps of the far high altar, naked as the body of the Lord, the ministers lie prostrate in weak prayer. The voice of an unseen reader rises, intoning the lesson from Hosea. Haec dicit Dominus: in tribulatione sua mane consurgent ad me. Venite et revertamur ad Dominum …… She stands beside me, pale and chill, clothed with the shadows of the sindark nave, her thin elbow at my arm. Her flesh recalls the thrill of that raw mistveiled morning, hurrying torches, cruel eyes. Her soul is sorrowful, trembles and would weep. Weep not for me, O daughter of Jerusalem!

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3 Kommentare zu A Spring Morning at Paris. James Joyce: Giacomo Joyce. Die Neuübersetzung (30).

  1. parallalie sagt:

    Einen rauhen Schleier trägt dieser Frühlingsmorgen – HS-Version

    Einen rauhen Schleier trägt dieser Frühlingsmorgen in Paris und verströmt seine Duftnoten: Anislikör, feuchte Sägespäne, heiße Brotlaibe: und als ich über den Pont Saint Michel gehe, legen die stahlblau erwachenden Wasser mein Herz wie auf Eis. Sie schleichen und greifen nach der Insel, auf der schon in der Steinzeit Menschen lebten….. Lehmbraunes Dunkel in der weiten, von Wasserspeiern gespickten Kirche. Kalt wie damals jener Morgen: quia frigus erat. Nackt wie der Leib des Herrn liegen hingestreckt auf den Stufen des fernen Hochaltars die Geistlichen und beten ein Gebet ohne Fleisch und Blut. Unsichtbar erhebt der Lektor seine Stimme und liest aus dem Hoseas. Haec dicit Dominus: in tribulatione sua mane consurgent ad me. Venite et revertamur ad Dominum….. Sie steht neben mir, bleich und frierend, um ihre Schultern legen sich dunkel die sündigen Schatten, die das Kirchenschiff wirft, ihr schmaler Ellbogen an meinem Arm. Ihre Haut erinnert mich an den Schrecken, den der nebelverschleierte Morgen einst bereithielt, die hastenden Fackeln, die herzlosen Augen. Ihre Seele ist betrübt, bebt auf und ist den Tränen nah. Du Tochter von Jerusalem, weine nicht vber mich.

  2. Pariser Morgen in Triest. Joyce-Version ANHs.

    Durch die wunden Schlieren dieses Frühjahrsmorgens treiben die Gerüche eines erwachenden Paris‘: nach Anisschnaps, besprenktem Sägemehl, heißem Brotteig: und wie ich über den Pont Saint Michel geh, nimmt mir das stahlblaue, niemals ruhende Wasser jeglichen Mut. Es umschleicht die Insel und schleckt an ihr, auf der die Menschen schon seit der Steinzeit leben ….. Gelbbraun das Gefunzel in der kolossalen wasserumspieenen Kirche. Es ist so kalt da wie an dem Morgen: quia frigus erat. Weit vorn auf den Stufen zum Hochalter, entblößt gleich dem Leib unsres Herrn, haben sich die Gottesdiener niedergeworfen für ihr erschöpftes Gebet. Die Stimme des Lektors erhebt sich, den ich nicht sehe, und stimmt die Lesung an, Hosea : Haec dicit Dominus: in tribulatione sua mane consurgent ad me. Venite et revertamur ad Dominum ….. Sie steht seitlich von mir, blaß und fröstelnd, in die Schatten des von Sünden dunklen Schiffs gekleidet, ihr spitzer Ellbogen berührt meinen Arm. Aus ihrem Fleisch wiederaufersteht jener Kitzel des wunden, dunstverschlierten Morgens, der hastenden Fackeln, hartherzgen Augen. Ihre Seele ist voll Kümmernis, bebt und möchte weinen. Weine nicht über mich, oh Tochter von Jerusalem!
  3. Pingback: III, 448 – Laon III – Des hauteurs et d’autres choses | Die Dschungel. Anderswelt.

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