Fahlmanns Welten, Zweiter Produktionstag. PP127, 13. März 2014: Donnerstag. Fahlmanns Welten 5. (Darinnen, im Kommentar, ein Aberneues vom Zahnarzt).

(10.15 Uhr.)
Bis eben gebraucht, >>>> die Sprecheraufnahmen fertigzuschneiden. Zugleich habe ich das Stück dabei in Szenen unterteilt, in die jeweils noch die O-Töne des Gesprächs mit Ecker eingefügt werden müssen. Das werde ich allerdings schon bei der ersten Anlage der Montage tun, danach erst kommen >>>> die in Paris aufgenommenen Atmos dazu, wiederum danach die Geräusche usw. Erst, wenn dies alles steht, werde ich mich um die Musiken kümmern, fast völlig anders, als ich sonst arbeite.
Außerdem habe ich einige Einzeltakes aus der Aufnahmesituation, quasi Transzendenzen, zugeschnitten, solche, die sich gegen das „saubere“ Hörspiel stemmen, statt dessen Situatives (Räuspern, Zwischenrufe, Lachen usw.) bereitstellen, das ich mit einbauen will als jeweils Verweise auf den Entstehungsprozeß. Leider werde ich aber gleich unterbrechen müssen, weil um 11.15 Uhr ein rund einstündiger Zahnarztbesuch ansteht; wird nett werden: nächster Kunstzahn. Allmählich baue ich mich in einen Setzkasten um, >>>> nach den Augen mein nächster Schritt zum Cyborgism.

(Den Sport habe ich aus Zeitgründen ausfallen lassen; es war klüger, mich schon früh an das Hörstück zu setzen; wahrscheinlich werd ich es bis zum Sonntag so halten; allenfalls, daß ich abends zum Spätschwimmen gehe. Ab Montag wird die Löwin hiersein, für eine Woche, letztes Treffen vor der Großen Seereise. Da brauche ich etwas Zeit, um hier sauberzumachen. Schon deshalb will ich >>>> das Fahlmann-Hörstück spätestens in der Sonntagnacht fertig haben.)

P.S.: Ich bekomme derzeit einige Briefe. Wenn ich momentan nicht antworte, bitte dran denken, in was ich grade stecke:


Fahlmanns Welten, Szene 18:
Liturgie, als Chor gesprochen.

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>>>>>>> INTERMEZZO.


(12.46 Uhr.)
Und weiter an die Spree:

Platsch-Aufnahmen 1:



Ich weiß noch nicht, wie die Töne geworden sind, warf dicke Steine hinein, schnitt mit. Klang hohl, könnte passen. Aber mittags ist am Bodemuseum ein irrer Betrieb, und zwar auch auf dem Fluß. Es kostete Geduld, bis endlich mal kein Boot mehr kam und der Wind die Kinderstimmen von dem nahen Spielplatz in eine andre Richtung blies. Ich hör‘s mir jetzt mal an. Aber sehr wahrscheinlich werde ich nachts noch in den Tiergarten radeln, sowas um nach eins, damit drumrum nicht mehr viel Verkehr ist, und die Aufnahme am See wiederholen. Vielleicht hab ich Glück, und es quaken schon Frösche.

Und nun die erste Montage anlegen. Leider brummt meine Soundcard, eventuell muß ich eine neue kaufen. Ärgerlich. Ich hab an der einfachen Edirol UA3 sehr gehangen. Bislang hat sie immer beste Dienste geleistet. Aber sie ist nun auch schon alt.

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3 Kommentare zu Fahlmanns Welten, Zweiter Produktionstag. PP127, 13. März 2014: Donnerstag. Fahlmanns Welten 5. (Darinnen, im Kommentar, ein Aberneues vom Zahnarzt).

  1. (Aberneues vom Zahnarzt).

    Das hatte ich beim Zahnarzt überhaupt noch nie, daß ich ihm auf dem Stuhl fast eingeschlafen wäre – derart beruhigend war sein Gefummel in meinem Mund, nachdem er, das klang nach Hobbykeller, vier Dübellöchlein in den Kiefer gebohrt und die Stifte eingesetzt hatte. Das hatte was von Regalbau. Schließlich formte er per Hand den neuen Zahn, wobei ich halt fast, selig entspannt, eingeschlafen wäre. „Wenn mir noch irgendwann mehr sagt, früher sei alles besser gewesen, dann muß ich wirklich nur ‚Zahnarzt‘ sagen, und die Dämlichkeit solcher Menschen leuchtet geradezu aus.“ „Dabei“, so der Arzt, „ist Zahnheilkunde überhaupt erst seit 1952 zugelassen in Deutschland.“ Was ich in der Tat nicht wußte und im Nachhinein ziemlich erschreckend finde. Vorher warn‘s tatsächlich Bastler, „… Friseure zum Beispiel, die sich umschulen ließen, Tischler ohne Job, Verkäufer, Lastwagenfahrer.“
    Soweit zum Intermezzo.
    *

  2. tom sagt:

    Ernstfall Bei Zahnarzt denkt der Mensch automatisch an den Tod, wie wir von Freud gelernt haben, was nicht falsch ist.

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