Fahnenarbeit sowie Rückschauen, die Vorausblicke sind. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 26. Januar 2019.

[Arbeitswohnung, 6.35 Uhr

Kaija Saariaho, Petals für Violoncello und Elektronik]

Jetzt wurde ich mehrmals gefragt, ob etwas mit mir nicht in Ordnung sei; sogar Parallalie sandte eine besorgte Email, weil in Der Dschungel „gar nichts“ mehr von mir zu hören sei. – Es liegt, liebste Freundin, tatsächlich nur an der Arbeit … fast nur, doch „das Andere“ ist erfreulich, bedarf indessen der Diskretion. Ich bin älter geworden. Meine ja doch jahrzehntelang unternommene Arbeit am öffentlichen Privaten hat sich nicht erschöpft, nein, aber es wäre wenig Neues an poetischer Erkenntnis zu gewinnen, setzte ich sie in altem Rhythmus fort. So gesehen, bin ich jünger geworden. Kurz, ich suche hier nach frischen Formen – wie ich insgesamt danach schaue, wie es poetisch weitergehen möge, könne oder solle. Die beiden >>>> in diesem Jahr erscheinenden, durchaus massiven Erzählbände [markieren nicht etwa einen Abschluß (was ich bei Beginn des Projektes durchaus noch gedacht habe), sondern im Gegenteil ebenfalls den möglichen Aufbruch in einen neuen vielleicht nicht Kontinent, vielleicht nur auf ein noch unbekanntes Inselchen. Ich meine, 1492 hat man zuerst Kuba, dann Santo Domingo für Asien gehalten; dennoch hat sich dieses Jahr als das der Entdeckung Amerikas bis heute in den Geschichtsbüchern erhalten.
Die nun jüngst vergangene Zeit war indes tatsächlich vor allem von der Lektorats- und Fahnenkorrektursarbeit am ersten Erzählband geprägt. Elvira M. Gross fand immer noch kleine zu ändernde manchmal nur Wörter, manchmal Sentenzen. Sie schrieb mir ganz richtig: „Man muss oft und oft lesen, damit alles erfasst wird, PUNKT. Wer das nicht glaubt, hat noch nicht an (zumindest literarischen) Texten gearbeitet, oder jedenfalls dann nur oberflächlich.“ Dann kommen Erzählfehler ans Licht, die bei einmaligem Lesen überhaupt nicht bemerkt werden, auch nicht von mir, dem Autor – oder eben gerade nicht von mir. Aber auch die Kombination der – in über vierzig Jahren – entstandenen Erzählungen mußte mehrmals abgeklopft worden. Zum Schrecken meines Septime-Verlegers Jürgen Schütz nahm ich noch in den fertig gesetzten Korrekturfahnen eine grundsätzliche Änderung vor, die sechs der ersten Stücke neu aufeinander folgen ließen; sogar das Eingangsstück, der „Kark-Jonas“, wurde gegen eine andere Erzählung, die noch niemals zuvor irgendwo erschienene „Svenja“, nun jà „ausgetauscht“, wobei jene in dem Band selbstverständlich weiter verbleibt, nur eben etwas weiter nach hinten gerückt.
So etwas hat Folgen. Denn eine vorhergehende Erzählung bestimmt die Lesehaltung für für die ihr Folgende mit. Genau deshalb sind die Übergänge heikel, was freilich nur dann spürbar ist, wenn ein Erzählband tatsächlich nach und nach gelesen wird, sozusagen chronologisch. Wird dies im Fall der beiden Bände getan, bekommen sie sogar den Charakter eines Romans, hier eines Entwicklungsromans, insofern die prinzipielle Aufteilung der Erzählungen ihren Entstehungszeiten folgt – nicht strikt, aber doch nach, wie ich’s nennen möchte, poetischen Ären. Dabei wurde uns, Elvira und mir, höchst auffällig, wie eng die Erzählungen jeweils mit den Orten assoziiert sind, an denen sie entstanden. Es läßt sich von Ortshöfen sprechen, innerhalb derer die Reihenfolge der einzelnen Texte sehr wohl vertauscht werden kann, nicht aber – oder nur schlecht – von ihnen unabhängig. Dennoch gibt es starke Interdependenzen der Themen auch zwischen diesen Höfen. Genau das machte die Umstellung von „Kark-Jonas“ und „Svenja“ nötig, weil wiederum sie, also „Svenja“ eine mir zuvor nicht bewußt gewesene Verbindung zu den viel später entstandenen „Orgelpfeifen von Flandern“ hat, die den ersten Band abschließt. Nun hat sich eine nicht nur thematische, sondern auch eine psychodynamische Formklammer um das ganze erste Buch gelegt, die es auch dramaturgisch zur romanhaften Einheit macht. – Dazu noch einmal die Lektorin, die sich anfangs auf eine Frage bezieht, die mir vorgestern, als er mich für den TIP interviewte, Thomas Hummitzsch stellte:

„… das einzige – das mit der ständigen Provokation – dem stimme ich überhaupt nicht zu, im Werk ist es eine permanente subtile Verführung und ein Spiel mit Erwartungen, keine (platte) Provokation, deshalb erfordert es auch diese kompositorische Genauigkeit.“ 

Es war ein, übrigens, spannendes Gespräch; Hummitzsch war ausgesprochen vorbereitet. Mehrmals thematisierte er meine eigenartige Stellung im Literaturbetrieb; daß quasi alle, jedenfalls viele, mich kennten, das Werk hingegen kaum, und trotzdem würden laufend Urteile über meine Arbeit gefällt. „Entweder man mag Sie ganz, oder man lehnt Sie komplett ab“, es gebe kaum Zwischentöne. Deshalb eben: „Wollen Sie provozieren?“ – Nein, will ich nicht, wollte ich vielleicht sehr viel früher einmal – doch zu einer Zeit, als Provokation und Rebellion übliche Erscheinungen meiner Generation waren. Nur „provozierte“ ich auch damals schon nicht im Mainstream, behielt mir immer meine eigene Position vor, wollte und will keinen Corpsgeist. Später wollte ich nichts mehr als, was ich heute noch will, poetische Wahrheit und – darauf legte ich auch im Gespräch wert – Schönheit. Vielleicht ist aber sie schon provozierend. Also drehte sich das Gespräch bald sehr um Formung, mithin maniera, Faktur. – Ich bin jetzt ausgesprochen gespannt, wie der Artikel werden wird, der wohl nicht nur Rezension, sondern eine Art Portrait sein soll. In zweieinhalb Wochen werden wir es, Freundin, wissen.

Was mich des weiteren zur Zeit beschäftigt – parallel zu meinen Arbeiten für die Contessa -, ist ein nächster Ghostwriterauftrag. Er finanziert mir fünf Monate meines Lebens. Es sind die Lebenserinnerungen einer alten Dame, ein, wie ich nach den ersten langen Gesprächen, die ich mit ihr geführt, und den schon entstandenen knapp hundert Buchseiten weiß, hoch spannendes Projekt, das mir von einer noch vor drei Monaten ganz unerwarteten Seite naheste Einblicke nicht nur in ein speziell-persönliches Leben gibt, sondern auch erlebte Allgemeingeschichte ist und damit weit über „rein“ Autobiografisches hinausgeht. Bei manchem ist es da fast schade, daß das fertige Buch niemals den Weg in die Öffentlichkeit finden wird und es auch nicht soll. Ich glaube nämlich, eben, daß es die Geschichte sehr sehr vieler Menschen spiegelt und damit einiges von dem begreifbar macht, was zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und zumindest den Neunzigerjahren politisch und sozial geschah, und dies aus einer Perspektive, die Leserinnen und Lesern Identifikation erlaubt. Kurz, ein Auftrag, dem ich mit dem Herzen nachkomme und das, was ich literarisch kann, von Herzen zur Verfügung stelle.

Dann läuft auch noch die Übersetzung der Béartgedichte ins US-Amerikanische. Auch hier gab es wieder ein Treffen mit Jordan Lee Schnee, der auch selbst Lyriker ist; das dritte, intensivere, wird in der kommenden Woche stattfinden. Auch Helmut Schulze hat sich eingeschaltet, mit dem und meinem Französischübersetzer Prunier es zu Ostern ein Treffen in Wien geben wird; Cristoforo Arco und Septimes Jürgen Schütz werden mit dabeisein sowie, na sowieso, meine Lektorin. Ohne die tue ich quasi keinen Schritt mehr. – Jedenfalls wandte Schulze ein bißchen was ein, ich leitete es weiter an Schnee, und der reagierte hoch erfreut. Vielleicht wird Schulze bis zu seinem, Schnees, und meinem Treffen auch noch zu den Übersetzungsentwürfen der anderen drei Gedichte etwas anmerken, das wir in unserem, Schnees und meinem, nächsten Gespräch mit aufnehmen können.
Zu Schnee möchte ich noch gesondert schreiben; er hatte neulich einen Auftritt im WATT, bei dem ich zugegen. Es gibt davon sogar einen Clip:

Bon, nun in den Tag.
Um 11 Uhr Facetime-Besprechung mit der Contessa, vorher noch auf dem Markt laufenden (fließenden) Ziegenkäse und bei Lindner das italienische grandiose großporige Brot besorgen, vielleicht noch einen Wein, vielleicht auch noch kurz in den Centro Italia. Danach wieder am Schreibtisch, vielleicht auch mal zur Familie hinüber, die ich, abgesehen von meinem Sohn, tatsächlich genauso lange nicht gesehen habe, wie ich hier in Der Dschungel schwieg – wobei dieses Schweigen ja durchaus durchbrochen ward: von meinem Aufsatz zu Katharina Schultens‘ Zorn und Geheimnis. Zwar hat sich eine Diskussion darunter entwickelt, aber doch weit weniger ausführlich, als ich gehofft hatte. Statt dessen gab es dauernd Rückmeldungen bei Facebook: daß man grad die Zeit nicht habe, daß alles zu komplex sei usw. Dennoch möchte ich auf den Essay betont noch einmal hinweisen. Unabhängig davon, ob meine Thesen richtig sind oder nicht, halte ich ihn für einen notwendigen Ansatz, sich über heutige poetische Arbeit jenseits von „Inspirationen“ bewußt zu werden, und von Gefälligkeit, sowie darüber, welche Verschiebungen des poetischen Establishments sich vollzogen haben – und was das politisch-literarisch bedeutet.

Ihr
ANH

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17 Kommentare zu Fahnenarbeit sowie Rückschauen, die Vorausblicke sind. Das Arbeitsjournal des Sonnabends, den 26. Januar 2019.

  1. xo sagt:

    welche verschiebungen haben sich den ergeben und wer ist das poetische establishment? und was bedeutet es denn politisch-literarisch?

  2. @Xo: Das geht aus meinem >>>> Aufsatz zu Schultens hervor, den ich soeben wieder an den Eingang Der Dschungel verschoben habe.
    „Poetisches Establishment“: etwa die Akademien, aber auch Häuser für Poesie usw., von denen deutlich ausgegrenzt oder erst gar nicht berufen wird, wenn ihnen „die Richtung“ nicht paßt. So unwichtig der Literaturbetrieb unterdessen für die politische Wirklichkeit auch ist, intern gibt es dennoch „main player“, die sehr genau darauf achten, nicht jemanden sich nahekommen zu lassen oder auch nur zu erwähnen, die oder der in den stillschweigend geforderten Corpsgeist nicht paßt. Es ist ein Machtsystem, auch wenn „Macht“, wie ich es grad tat, in Anführungsstriche gesetzt werden muß. Je geringer noch die gesellschaftliche Wirkung, desto größer die – aktive –
    Einbildung. Dabei liegt die von mir sogenannte Verschiebung in den – siehe ebenfalls den Aufsatz – nicht konkret, sondern nach Gefälligkeit und Gefallen bezeichneten poetischen Kriterien.

  3. xo sagt:

    hilft das eigentlich irgendwem, es so zu sehen? was einigen meiner zunft doch abgeht, irgendwie mal die perspektive der veranstalter*innen einzunehmen, zudem treten durchaus dichter*innen mit kuratorischen und projektvorschlägen an das haus für poesie heran. mal miteinander reden hilft, statt übereinander. corpsgeist? ich werde noch irre an den ständig beschworenen einigkeiten, die ich einfach dort nicht sehen kann, wo man sie vermuten soll, das grenzt bald auch mal an üble nachrede, denn empirisch lässt sich das nicht aufspüren. kookbooks verlegt so viele verschiedene dichter*innen, unter anderem schultens, wie das haus für poesie sie einlädt. ich finde es schlicht ermüdend, immer wieder auf etwas zu pochen, was man dort angeblich alles nicht findet und doch finden kann. schau dir allein lyrikline.org an, corpsgeist? bei so vielen tausenden dichter*innen weltweit? wirklich?

  4. xo sagt:

    ich mische bei all dem auch hin und wieder mit. corpsgeist? na danke! vielleicht denkst du auch mal drüber nach, wen du alles mit vom tisch wischst mit solchen pauschalen urteilen, die wirklich null helfen, dir nicht, mir nicht, schultens nicht, keinem. und jeder weiß, dass man ohne corpsgeist auch nicht einen tag beim ilb zum werk gewidmet bekäme, oder lesungen und verlage hätte. und für all das, werden wir alle so bezahlt, wie du und viele, die man fragt, nicht besser, nicht schlechter, einige, sehr wenige fallen da raus, sind vielleicht besser bei vielem betieligt, was man nicht sieht, sie reißen sich dan allerwertesten dafür aber auch auf, und nicht zu knapp, das aber ist es dann auch schon. würde man selber ja auch, klar.

  5. xo sagt:

    gefallen? gefallen, wenn man veranstaltet, kann manchmal auch einfach darin bestehen, dass man verlässliche leute braucht, die auch publikum ziehen, ach dieses einfachste, jo, diese schlichtness ist es manchmal schon. wer einmal auf der anderen seite stand, weiß, aufgrund von gefallen lädt man gerade noch die ein, die entweder publikum ziehen, oder man sie selbst unbedingt will und ihre divennummern dafür schon mal in kauf nimmt, aber DIE sind die absolute ausnahme, der rest wird von austauschbaren größen bestimmt, die mehr oder minder interessante arbeiten liefern, däts all. da bildet sich niemand irgendwas ein, da wird schlicht gearbeitet, so kommt mir doch das meiste vor inzwischen. und wie das so ist bei der arbeit, alle sind froh, wenn es rund läuft und wenn man einmal weiß, mit denen und denen klappt das, fragt man sie wieder, das ist alles dabei. die meisten haben vor lauter arbeit an den hacken gar keine zeit noch große emotionen gegen irgendwen oder was aufzufahren, sonder sie schauen allenfalls nach denen, wo sie wissen, ok, mit denen läuft es.

  6. xo sagt:

    wenn du dich selbst beobachtest, fällt dir nicht auch auf, dass du deine emotionen weniger stark auf abwehr lenkst, als auf das, was dir zusagt? wo sollen denn dann die ganzen leute herkommen, die sich da in ständiger abwehr mit uns beschäftigen und mit aller macht draußen halten wollen? allenfalls interessieren wir sie nicht genug, das wars dann aber auch schon. ich glaube diesem konzept einfach nicht. das entspricht nicht meinem verständnis von human nature, dass es ständig auf abwehr aus ist, eher ist es auf der suche nach dem guten leben, als auf der suche danach, sich schlechte stunden mit dem machen zu sollen, was es nicht mag.

  7. Pingback: Sohnes Abend. Nach dem Morgen des Arbeitsjournals am Mittwoch, den 30. Januar 2019. Und nach miesen Träumen. | Die Dschungel. Anderswelt.

  8. @Xo: „als, was es nicht mag“; privat ist das okay, läuft im öffentlichen Raum aber eben auf Corpsgeist hinaus. Ich spreche ja von öffentlichen Funktionen und Institutionen; an die bindet sich Objektivität und Verantwortung, die beide hier einzufordern sind. Tun wir dieses nicht, leisten wir der Korruption Vorschub. Macht jemand sein persönliches Gefallen, also eigenes Wohlbefinden, zum Kriterium (eben nicht persönlichen, sondern) öffentlichen Handelns, i s t das Korruption. Wenn ich als Kritiker über ein Buch schreibe, hat es mir egal zu sein, ob ich den Urheber dieses Buches mag oder nicht – und ist mir auch egal. Anders hätte ich einige meiner Rezensionen gar nicht schreiben können und auch nicht dürfen.
    Es ist mir schleierhaft, wieso ich mit Dir über solche Selbstverständlichkeiten überhaupt diskutieren muß. Stell es Dir einfach mal im Rechtsleben vor. Oder der Polizist von nebenan untersagt es mir, auf die Straße zu gehen, weil ich zu dicke, zu dünne, zu krumme Ohren habe und er sich und seine Kumpane diesem Anblick nicht aussetzen will …

    • xo sagt:

      mir ist schleierhaft, wie du mich nicht verstehen willst. objektiv kann durchaus sein, wenn ich veranstalte und mich auf leute verlege, bei denen ich weiß, dass sie liefern, mich nicht hängen lassen und die ränge dabei nicht ganz leer bleiben, dafür muss ich sie nicht mal mögen. und natürlich ist es egal, ob ich die/den urheber*in mag, aber zu dem text muss ich eine neigung verspüren, oder eine abneigung, die mich dazu führt, dass ich unbedingt drüber schreiben will und eine zeitung muss den drang verspüren, das drucken zu wollen, muss ich dir auch nicht erklären, dass printplatz begrenzt ist und dass erst mal alle houellebecq und würger durchhecheln und dann schalten da ja auch noch ein paar verlage anzeigen, die auch titel haben, die besprochen werden wollen. korruption? corpsgeist? wie wäre es mal, zu sehen, was es ist: ein literaturmarkt, märkte leben vom verkauf. try and error. keiner hat ein rezept, aber zu meinen, da lebe alles nur von der hehren kunst, ist ja auch naiv. es gibt menschen, die schreiben bücher für den verkauf, damit retten sie verlagen und anderen autor*innen schon mal die existenz mit. und so lange es keinen politischen willen gibt, autor*innen anders frei zu setzen von den marktzwängen, wird das wohl auch so bleiben. alles andere bräuchte mäzene.

  9. grundfisch sagt:

    es ist doch echt klar :
    gedichtrhythmisierung entspricht taktvorgabe.
    desweiteren ist doch nun wirklich klar dass naturrecht etwas anderes ist als rechtswillkür, gar heruntergebrochen auf individuen.

    ich lese nicht nochmal kristeva’s ‚revolution der poetischen sprache‘ oder frag schönberg’s langeweile an stereotypisierten musikereien

  10. grundfischchen sagt:

    ich muss das dazusagen :

    gerade wo diese volksvertrautheit zuhanden, genau dort verstärkt rassismus.
    es war ganz genau der grund, durchaus provokant da einzugreifen in histo.rie.
    der makel des pops – in einer art reinkultur – ist eben der affirmation, geradezu ideologisch auffassbar, einer art kultureller reinhait, vertrauthait dem – naja völkisch
    corps usw geist und eben nicht einem eher neutral daherkommenden kollektiven, kooperationsfähigen.

    * riders on zhe storm läuft schön wiedda

  11. grundfischchen sagt:

    die individualitätsschau(ereien) von hippie freak und so weiter musik einem pop“begriff“ zuzumuten und demgegenüber diese heillosen traggödienopereien und so weiter aus purer einfallslosigkeit geschöpften : hey dann fang ich halt mal mit einem rondo an ……………
    ich verstehe nicht wirklich wieso ‚der mieter‘ oder ‚lost highway‘ oder ‚malina‘ hochmusikalisch inszeniert sein muss, nicht mal die dumme ‚lulu‘ ( alban berg )
    haben sie das wirklich verstanden ?

    als hilflosigkeit, die irgendwie zur tragödie gehört ?

    • fischchen zier sagt:

      na gut sie mussten ja den weg der psychoanalytischen abfinderei gehen und nicht den weg des echten einsprux, der ABLEHNUNG.
      abfindung, anpassung usw.
      bloss keine verdrängung aber was ?
      akzeptanz wa
      was mich echt konsternierte in meinem leben war, dass es so gut wie keine*n
      neurologen gab, dieder wissen wollte wie ich es schaftte aus meiner schizzofrenie, paranoid, herauskam ohne tabs ( tabletten )
      wie ich herr über mein hirn werden konnte und zwar ziemlich gut.
      die prägereien niedlich finden drollig putzig finden durfte und es mir klar wurde, dass ich lieber frei bin von wirklich fanazieller not als mich in jemer uz befinden.

  12. grundfisch sagt:

    du kommst aus dem tal durch bewegereien.
    du verlässt das tal mit bewegereien.
    du lässt das tal ohne sonne wasser luft und liebe hinter dir.
    es ist zwar ein tal.

  13. fischchenlobsie sagt:

    naja gut alban du kennst lobster du kannst identifizieren.

    bin dabei komponieren zu wollen und ich würde gerne zu folgenden kriterien gehen .

    text english, musik klingend wie mandinka ( dealersprache gelegentlich am görli park )

    desweiteren würde ich gerne zu lanz im zdf eingeladen und den burschen auseinandernehmen, bestimmt nicht wirklich aber schon einfach zu haben wa

  14. Pingback: TIP Berlin, 7. 2. 2019. Zu WANDERER, vorab. Von Thomas Hummitzsch. | Die Dschungel. Anderswelt.

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