[Feuilleton
[In Deutschland bezeichnet Feuilleton klassischerweise die journalistische Berichterstattung über kulturelle Ereignisse,
Entwicklungen und Neuheiten. Für den Kulturteil deutscher Zeitungen hat sich der Begriff des Feuilletons insofern durchgesetzt, als es einen bestimmten Ort bezeichnet, in dem Berichte, Essays, Kommentare und kritische Besprechungen zu finden sind. DasFeuilleton als journalistische Darstellungsform schildert „in betont persönlicher Weise die Kleinigkeiten und Nebensächlichkeiten des Lebens und versucht, ihnen eine menschlich bewegende, erbauende Seite abzugewinnen“. (→ Wikipedia)]
(…) Dass in einem solchen von realen Risiken und zunehmenden Warnungen durchsetzten Umfeld die Klimaschutzpolitik derart erodieren konnte, wie es derzeit in den USA, aber auch bei uns im Land passiert, ist geradezu makaber. Die Strategien dahinter sind unterschiedlich:Die einen entkoppeln die an sichbeunruhigenden Phänomene von der eigentlichen Ursache,indem sie die Fehlannahme verbreiten, der Klimawandel sei ohnehin (und sowieso von der deutschen Bevölkerung allein) nicht mehr aufzuhalten, Klimaanpassungen
wie Klimaanlagen hättendeshalb Priorität. Andere wiederum verwechseln ihre Umfragestärke mit Deutungshoheit und ersticken die Übermacht der Fakten mit billigen Parolen wie „Panikmache“.
(…)
Kommentar von Joachim Müller-Jung, → dort.

