Erzählperspektiven. Argo. Anderswelt. (166).

Auf den konzentrischen THETIS-Ort Silberstein/Samhain reagierte BUENOS AIRES mit völliger Ortlosigkeit; ARGO nun stellt mehrere konzentrische Orte gleichberechtigt nebeneinander: Widerstand in Form einer Gefährdung von Hierarchie.

[Der konzentrische Ort eines Romanes ist d e r Ort, von dem aus erzählt wird; in der klassischen Erzählweise handelt es sich entweder um einen Ich- oder um den allwissenden Erzähler. Die ANDERSWELT-Bücher kombinieren beide Perspektiven und ergänzen sie, gleichsam chorisch, >>>> um verschiedene simultane Erzähler. Zugleich schließen die konzentrischen Orte ARGOs einander wechselseitig aus, sofern man den Satz vom Ausgeschlossenen Dritten zugrundelegt. Dadurch wird alles Geschehen ungefähr: Es läßt sich definitiv nicht mehr sagen, was geschieht und was nicht; ob etwas ‚Einbildung’ sei, hängt von der Perspektive ab, aus der man schaut. Dennoch sind alle Geschehnisse gegenwärtig und oft tragisch, bisweilen herzrührend, es n i m m t ihnen – ihrer Kraft und der sei es glückhaften, sei es trauernden Gegenwärtigkeit – nichts, wenn man die Perspektive wechselt und sie dann für eine Fiktion hält (halten m u ß). ]

>>>> ARGO 167


ARGO 165 <<<<

Dieser Beitrag wurde unter ANDERSWELT veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.