Arbeitsjournal. Freitag, der 8. Mai 2009.

7.37 Uhr:
[Arbeitswohnung.]
Latte macchiato. Erst um sieben auf, um zwei erst ins Bett, denke ich seit dem Aufwachen über die Netzveröffentlichung von ANDERSWELT nach, also die bereits gedruckten THETIS und BUENOS.AIRES erst, dann ARGO, je mit dem (Wieder-)Lese- und Überarbeitungsschritt; aber eben nicht nur dies, sondern nutzen, was das Netz ist. Das kann jetzt noch etwas dauern: einmal wegen der VG Wort, ich erzählte davon schon in den vorigen Arbeitsjournalen, dann vor allem aber, weil ich möglicherweise für einige Partien Rechte bzw. Erlaubnisse einholen möchte. Wenn im THETIS-Vorspiel zum Beispiel, wie es darin ja steht, Brokenbrod an den Münzautomaten der U Senefelder herantritt und seine Münzen einwirft, will der Text, daß das Thema von Sibelius IV, vierter Satz erklingt. Das müßte sich einschleichen. Ich hätte gerne, daß man den Beitrag anklickt, und dann hört man die Straßengeräusche unterm Lesen, unmerklich erst, bis zur Gewohntheit, man hört auch die Münze hintem Münzschlitz fallen, und darüber, sehr kurz, visionshaft, dann die Musik… auch ganz schnell wieder weg: die U-Bahn „fährt drüber“. So etwas. Also muß ich das Schallplattenunternehmen anschreiben, ob man es mir erlaubt. Möglicherweise ist das auch zu erreichen, indem irgendwie von dem Text aus oder unter dem Text ein Link auf die Aufnahme gelegt wird, mit Link auf jpc etwa oder amazon oder einen anderen Händler nach Wahl. Ähnlich möchte ich es mit Bildern halten, auf die der Roman Bezug nimmt, die können hier im Text ja wirklich s e i n, vielleicht aber an einer ganz anderen Stelle, so daß sie nicht illustrierend sind, sondern ihrerseits eine Leitmotivkette, oder den Ansatz einer solchen, bilden und das Gewebe zusätzlich engziehn. Dann will ich >>>> den versteckten Link genuin literarisch einsetzen. Usw. usw. Netzpublikation bedeutet nicht Verdoppelung, das wär rein öde, sondern bedeutet andere Formung.
Es wäre gut, würde das Unterfangen publizistisch begleitet; begänne Goetz so etwas, Marcel Beyer oder meinethalben Politicki, geschweige Kehlmann, wär allewelt dabei; bei mir wird man mal wieder schweigen (bei Krausser schwiege man allerdings a u c h). Es registrieren, klar, es also wissen, aber schweigen. Doch nicht nur Öffentlichkeit ist das Problem, sondern zudem mein „programmierisches“ Knowhow, das mir, eben, fehlt. Die Formatierungsmöglichkeiten bei >>>> twoday sind selbst in diesem ausgefeilten Weblog arg begrenzt. Ich brauchte >>>> Knallgraus Programmierer auf meiner Seite, nicht nur der Site. Also auch dahin schreiben. Oder jemanden anderes gewinnen, M. etwa, klar, ich muß dringend mit ihm was trinken gehen. Vielleicht kann er ja heute abend.

8.31 Uhr:
Es war mal wieder einer der >>>> Netzstalker >>>>„werktätig“, da er sich zudem in seinem Vokabular vergreift, hab ich ihn kopiert, gelöscht und die Kopie um alles vermindert, was nicht zur Sache gehört; dann wieder eingestellt. Parallel las ich >>>> diadorim, vor allem diesen Satz: „der sich für die avatarvielfalt verkämpft, auf mich als noch am identischsten mit sich selber wirkt und am unverborgensten agiert.“ Ich habe darauf eine persönliche Nachricht geschrieben, bin nun aber auch >>>> hier darauf eingegangen.

9.37 Uhr:
Die Dschungel kosten heute Z e i t. Lebowski reagierte auf die Löschung, da hab ich dann alles >>>> in den Anti-Herbst gepackt und d o r t geantwortet. Wiederum will mir >>>> dieser Einwand mit Lebowskis neuem Auftauchen irgendwie zusammenhängen; ich kann mich aber auch irren: das gehört nun wieder in den avataren Zusammenhang, der diadorim so nervt. Meine Art, darauf zu reagieren, ist: es ernst nehmen und entsprechend seriös antworten. Das bringt vielleicht dem eigentlichen Kommentator nichts, aber anderen Lesern v i e l e s. Man kann ganze ästhetische Konzepte auf diese Weise, auch sich selber übrigens, klarmachen. Vielleicht sogar: vor allem sich selber.

10.08 Uhr:
LH rief an, ob ich bitte zum >>>> Seminar am Mitwoch (bzw. zu meiner anschließenden Heidelberger Lesung) eine CD-Kopie >>>> des Hörstücks mitbringen könne; er habe es nicht geschafft gestern, sie zu hören. Immerhin konnte ich jetzt mal fluchen. Es ist fast immer das gleiche, auch bei >>>> MEERE schon: Es kommentieren meistens die, die ein Werk nicht mögen, hauen drauf usw.; die anderen, die >>>> es lieben, schweigen meist. Das ergibt dann ein Unverhältnis, gegen das ich wenig tun kann, auch eigentlich nichts tun w i l l, aber schmerzen tut’s eben d o c h.

13.04 Uhr:
Kaum zu fassen! Eben ruft mich die Mitarbeiterin/Haupt-Praktikantin von >>>> dielmann http://www.dielmann-verlag.de an und fragt, wohin denn wegen der Heidelberger Lesung des kommenden Mitwochs >>>> die Bücher zu schicken seien… U N D: die Umschläge seien dabei, sie seien alle fertig. Das will ich s e h e n. Das will ich echt sehen!

(Richtig was getan hab ich bisher noch nicht. Sondern wühl mich gerade durch >>>> Twitter. >>>> Buschheuer hatte mir gemailt, ob ich da nicht mitmachen wolle. Ich habe ausweichend reagiert, aber irgendwie interessiert’s mich nun d o c h.))

14.10 Uhr:
So, es gibt jetzt ein >>>> „Follow me on twitter“. Aber was das wird, weiß ich nicht.

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4 Antworten zu Arbeitsjournal. Freitag, der 8. Mai 2009.

  1. LeBowski. sagt:

    Tipp, nix knallgau, lediglich html .. .brauchst du (Sie), vorrausgesetzt, Sie (du) wechseln die Fronten, z.b. zu Google. Vorteil: Mail, Chat (+ Video), & Blog in einem einzigen gratis Paket, und leicht zu handhaben. – Einziger Nachteil, Google weiß alles über Dich (Sie), doch das bißchen wussten sie auch schon vorher. Bequemer gehts nimmer!!! – und eigenwerbung entfällt obendrein, weil … !? Genau …Trefferliste ganz oben, weil a) eh schon bekannt und b) sich der header wie gesagt ganz easy in Html bearbeiten lässt. Zusätzlich eigene Skins, Farben ect.. + Vorgefertigte Scripte, Ein Blick lohnt allemale. Google-Blog bzw. ZUgang über Google-Mail erlaubt fast une9ngeschränkten Weblog-Service, ohne Limit + zusätzlich gratis Webspeicher. Wie gesagt, ich mache Werbung, aber Google-Mail, Webspace & Blogspot.com sind derzeit unübertroffen!!! (Alles gratis) Wie gesagt, einziger Nachteil, Google weiß dann noch (ein wenig ) mehr über dich (Sie), sprich wann du pimperst, natürlich nicht, aber wen!

    Sieh`st dir am Besten einfach Mal an und bilde dir selbst eine Meinung!

    Gruß

  2. virylant sagt:

    lass es sein, du bist nicht Buschheuer-wenn du verstehst was ich meine.

    • LeBuschfeuer sagt:

      wahnsinns knabe …eh, du buscheuer? – dann liest du vermutlich die falschen bücher, aber nix für Unkraut …

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