Zehn.




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Über Alban Nikolai Herbst

https://de.wikipedia.org/wiki/Alban_Nikolai_Herbst
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11 Antworten zu Zehn.

  1. MelusineB sagt:

    „Seelandschaft mit Pocahontas“ wird vermisst. (Prägend für mich, obgleich ich schon 20 war, als ich es las.)

    • @MelusineP(ocahontas)- Soweit ich mich an gestern nacht erinnere, mein Junge schlief auf dem Vulkanlager auf der anderen Seite des Schreibtischs, ich machte also so wenig Licht wie möglich, als ich das Ensemble für das Foto baute, – wenn ich mich dessen also recht entsinne, ist Pocahontas —- das aufgeschlagene Taschenbuch. Ich weiß es aber nicht mehr genau, eben weil’s auch für Erinnerungen manchmal ein wenig zu dämmrig sein kann. Doch wie schrieb davon >>>> Ernst Bloch? – : Gut das, ins Trübe der anderen zu gehen und selbst darin zu fischen. Nicht nur Verbre­chern ist ja das Dun­kel tauglich, auch Liebende wissen mit ihm etwas anzufangen.Ein Satz, der wahr ist auch ohne >>>> toms Diktatur des Proletariats.

    • MelusineB sagt:

      Im Trüben fischen (statt es unter die Lupe zu nehmen…) …an meinem Bildschirm lässt sich das Rätsel nicht lösen. Wie manches andere auch. Diese Worte von Ernst Bloch erinnern mich an eine tiefe Traurigkeit, in die sie einmal leuchteten. Die habe ich verloren – im zwiefachen Sinn: als Lust und als Last.

      Und er ist wahr, der Satz. Er erklärt auch, warum dem Detektiv, der die Wahrheit a u f d e c k e n will, nicht zu helfen ist. (Aber das gehört zu einer anderen Prägung).

  2. Auch für Arno Schmidt ein Sitara.

    Man reitet rüstig fürbaß; da wird binnen kurzem der
    Boden unfruchtbar“, wie immer in solchen Fällen; „es zeigten sich
    Berge, nackt, kahl“, wie immer in solchen Fällen. „Sie rückten näher an-
    einander“, (das ‚wie immer in solchen Fällen‘ spare ich ab jetzt ein), „und
    eben, als die Sonne den westlichen Horizont ((= links)) erreichte, gelangten
    die Reiter in eine enge Schlucht, die tief zwischen zwei hohen,
    steilen Felswänden einschnitt. /…/ Die Schlucht war lang. Später
    erweiterte sie sich“ (w.i.i.s.F.) „zu einem weiten Talkessel“ (ein Geni-Tal, das
    man ‚weiten‘ kann) -.

    Sitara und der Weg dorthin, S. 63 bei Forssmann.

    Die Frage, die ich mir seit etwa Hälfte >>>> dieser Reihe stelle, wird auch >>>> dort, von Dr. No nämlich, gestellt: Ich schreibe unterdessen das Jahr 1976, fast schon 1977 und bin einundzwanzig Jahre alt. Läßt es sich da noch von „Prägungen“ sprechen? Sind wir nicht schon abgeschlossen, wie >>>> Dr. Schein es nahelegt und ebenfalls ich es, eigentlich, glaube? Wer ein bißchen etwas von Psychologie versteht, wird diesen Zweifel teilen.
    Doch geht die Rede ja nicht in erster Linie nur von dem Menschen, der ich war, und der dann in seinen Beruf mit dem, was er hat, hineingeht oder in das Studium. Denn auffällig ist, in der Tat, daß dieses bei mir letztlich nicht geprägt, sondern aufgebaut hat, was vorhanden; weniger noch das Abendgymnasium, das in zwei Jahren anfangen wird; und wirklich: das setzte noch, aber wie das Studium nachher schnitzte es vor allem Holz, das schon da war, und glättete es, grub auch drin aus und füllte, die enorm vorhanden waren, Löcher, sei‘s mit Verständnis, Netzwerken also, sei es auch nur mit einer Nahrung, die weiterzuverarbeiten sei und so Vorhandenes nährte, damit es schließlich wuchs. Die Haltung zwar ließ sich nicht mehr ändern, doch Aufbau wie Setzung waren gewaltig. – Sondern der da entstand, war noch gar nicht. Der brauchte noch fünf Jahre, und in denen geht Prägung sehr wohl.
    Ja, ich fahre immer noch mit meinen Töpfen zwischen den Heimen hin und her, wasche noch immer alte Menschen und lege mich immer noch mit den Alkis an und meinen Junkies, die es meisterhaft verstanden, mich zu hintergehen, sich selbst aber auch und mehr: grandiose Volten der Verarsche, die alle in den Kollaps stürzten. Wer hilflos zusah, wurde stumpf; hilfreich zusehn ließ sich nicht. Junkies sind gespalten in ihr Ich und das ihrer Droge; man braucht Erfahrung, um zu spüren, mit wem man grade spricht. Glaubwürdig sind beide und meinen‘s beide ernst: die Hoffnung wie die Sucht. Wobei ich keineswegs verschweigen will, daß ich ja selbst ein Suchtcharacter war und das bis heute blieb. Vor den Drogen hat mich wahrscheinlich allein geschützt, daß ich zu meiner Generation nie wirklich gehört habe, sondern in einer Parallelwelt lebte, deren befestigste Grenze die Musik war. Immer erst n a c h der kam Literatur. Dann lange nichts. Dann die Geschichte. Zudem hatte ich meine eigenen Süchte: bereits, wie Sie lasen, seit dreizehn oder vierzehn. Trotz gelegentlicher Trinkexzesse war Alkohol nie gefährlich für mich, und zwar aus dem einfachen Grund, daß ich es bis heute nicht ertrage, Haltung zu verlieren. Lallende Säufer waren und sind mir entsetzlich. Meine Sucht war Nikotin, ist es nach wie vor, und war Musik und ist auch das nach wie vor. Beide Süchte haben ihre Mechanismen, auch des Selbstbetruges meiner Junkies, mit ihnen ganz gemein. Nur ist ihr Abseits anders.
    Ich habe damals enorm Material gesammelt. Daß mich besonders Phantastisches interessierte, war mir bereits denkerisch bewußt. Ich zeigte das nur nicht stets, weil mich das noch mehr ins Aus katapultiert hätte. Aber ich schrieb schon Phantastisches und trug es öffentlich vor. Wobei mein erfahrungsharter Tag zunehmend Fragen stellte, denen ich nicht ausweichen konnte, etwa, ob ich nicht wirklich, wie man mir vorwarf, Eskapismus betrieb. Das nagte an mir. Da war etwas dran.
    Hier war ein solches Elend. Wozu von anderen Welten erzählen? Ich hatte selbst, in meiner Familie, das Elend erlebt – das kleinbürgerliche bei meiner Großmutter, die ich zweimal, als der Gerichtsvollzieher wieder kam, mit zusammengebrochenen Nerven die ganze Treppe runterscheuern sah, schreiend, noch mehr schreiend, die überhaupt nicht leichte Frau – und das Elend des kapitalistischen Protestantismus, der aus dem Elend hinauswill, und zwar nach h o c h hinauf, aber nur von den eigenen Händen getragen, von nichts sonst, weshalb vor allem Verzicht ist für eine Geschiedene – in den Fünfziger Jahren war man da sowieso deklassiert – mit zwei Jungen obendrein -, die auf keinen Fall von einem Mann wieder will abhängig werden, auch wenn der noch so schöntut. Besser, man wird hart und wird‘s auch zu den Kindern, so lang das Elend halt noch dauert. Denn eins ist sicher: man kommt da hinaus.
    Das kam sie. Doch eben. Doch dann. Über einen Mann. Nur, d a s war jetzt – Symbiose.
    Und ich las Arno Schmidt. War zweifach ein Hinausgeworfner, aber nach meinem eigenen Willen, und dreifach als Unzeitgemäßer. Ein lebendiger Anachronismus, so lief ich herum. Es gibt Bilder von mir, da trage ich bodenlange schwarze Umhänge von Rittern. Mit einundzwanzig, wohlgemerkt. Die stammten aus der Garderobe der städtischen Bühnen, wo mein alter Freund Werda damals Schnürmeister war. Daß meine Mutter wieder geheiratet hatte, erfuhr ich erst zwei Jahre nachher. Wie ich sie in meinem ersten Roman, 1983, beschrieb, hat sie noch bis vor ihren Tod erschüttert. Sie war eine eiserne Frau. Nur ihre Stimme zitterte, und allenfalls ein bißchen, als sie es mir sagte, 2007. Ich habe gutgemacht, was posthum irgend ging.
    Schmidts Despektierlichkeiten gegen Frauen wären ihr widerlich gewesen. Lieben tat sie Proust. Das war zu erwarten. Doppelleben: wie‘s drinnen aussieht, geht keinen etwas an. In meiner Familie war das Religion. Was nach außen zeigte, kultivierte den Vorschein. Davon wollte ich, seit ich denken konnte, weg. Weg. Immer nur weg. Eskapismus.
    Erst die Lehre und die Jobs, und der Zivildienst, pochten aber, es sei der Blick woanders hin zu lenken. Das war auch keine Frage, vielmehr geschah. Mit Nachdruck wiederhole ich, daß die Welt mitnichten ein Text ist. Doch es schien mir unmöglich zu sein, sie angemessen wiederzugeben. Mit Thomas Mann? Wie denn? Das, was da draußen.., täglich..? Mit Kafka? Ein längst verlorener Horizont, um den man auch nicht trauern sollte. Mit Aragon? Wer denn, wie e r, hat schon Zeitgeist gestaltet, an vorderster… ? nein: Front kann man nicht dazu sagen. Eben. Huxley, Günter Steffens, ja… aber der war auf nichts als die Verlorene fixiert, und jenes Welt war, wie Aragons selbst unter Stalin, der Oberen Zehntausend. Die schwammen ja im Saft ihrer Schicht. Wie konnte ich das eine behalten, ohne das andere hinweglügen zu müssen?

    In diese innere Verfassung brach Schmidt ein. In eine Welt ohne, wie ich das erlebte, Kunst. Kunst spielt ja gar keine Rolle im Alltag, da ist sie, anders als meine Philosophen glaubten, ein reiner Luxus, für den der Unterschied zwischen Beethoven und Mary Roos höchstens graduell ist. Von dem als Lebensinhalt keine Spur. Beide Artefakt für die Freizeit, wenn man die denn hat. Und weil da Roos bequemer, nimmt man eben sie. Eine klare einfache Rechnung.
    Aber klar nicht, was Schmidt da auch einfach nicht macht. Er ist nicht Max von der Grün und hat auch keine Botschaft, die sich auf die Befreiung von Proletariaten konzentrierte, so daß die Form primitiv werden muß, damit das Proletariat auch versteht. Und im Zweifel dann immer noch sagt: lieber Mary Roos. Weil ja die Liebe ein Gottesgeschenk, das paßt auf jeden Topf. So daß wir wenigstens schunkeln. Ach Dieter Thomas Heck!
    Das alles machte er sich zum Sujet, aber füllt es an mit einer Bildung, daß einem schwindelig wird: Er stopft‘s in die Zeilen, ja in das einzelne Wort hinein, das umgangssprachliche; jede Zote, die tausendfach in der Kneipe, auch bei ihm, gesprochen wird, läßt er mehrfacettig glänzen. Er ist der Alchimist des Kleinbürgertums, und wenn er in der Scheiße wühlt, was er mit Hingabe tut, kann draus ein Stein der Weisen werden. Ihm, manchmal, gelang, was keiner vor ihm schaffte.
    Ich war baff.
    Ich war auch abgestoßen. Davon schrieb ich schon >>> bei Joyce. Schmidts Frauen haben prinzipiell Euter, und er feixt über den biologistischen Altmännerblick, mit dem er wichst. Das lag und liegt mir gar nicht. Er aber stellt ihn dar. Versteckt ihn nicht. Wohlgemerkt: in der Hochliteratur. Will davon nicht lassen, wie er sowieso nix lassen kann, nichts loslassen, sitzt auf dem Töpfchen, immer noch; stundenlang drückt er. Man kann ihn dabei ächzen hören. Und weil er da nicht runterkommt, füllt er die Zeit mit Lektüre. So daß, wo anderswo bei seinesgleichen Leere, Welt-selber, nirgends als innen, Geliebte, wird. Das war ungeheuer, als ich das zum ersten Mal las.
    Rudolf W. kotzt auf den Hof des Verwahrheims, Bremen Osterdeich. Verläßt den Hof, biegt um die nächste Straßenecke und hat vergessen, wo er ist. Hat das komplett vergessen. Findet nicht zurück. Nachts greift ihn die Polizeistreife auf. 3,7 Promille. Eigentlich tot. Steht aber morgens im Büro, holt sich grinsend seine einsfuffzich für den Tag und reißt einen Witz, den ich abends zuvor genau so bei Schmidt gelesen habe. Bei Thomas Mann kam das nie vor, auch bei Aldous Huxley nicht, schon gar nicht bei Louis Aragon. Arno Schmidt hat es aufgenommen n i c h t, um es zu missionieren oder zu kritisieren oder sonstwie wegaufzuklären. Er ist kein Menschenfreund.

    Was hier grob nach Macho-Sexismus klingt, ist das eben auch. Es ist wirklich so gemeint. Doch eben dadurch wird es zur Studie, jenseits der schmidtchen, und oft genialen, Hochmetzereien. Ich kenne keinen sonst, der diesem Milieu hätte auch nur annähernd derart Sprache gegeben.
    Es war nicht meine, das ahnte ich vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aber darauf kam es so wenig an, wie daß ich Joyce hätte lieben müssen. Ich war ein Menschenfreund nicht mehr als die. Was mich interessierte, war der Ton, den Schmidt einzufangen versteht wie keiner vor und nach ihm; was er dann draus gemacht hat, mit Joyce, ist mir wurscht; es liegt jenseits der Personen, wird vielmehr zu ihrer Rechtfertigung noch, wo es zu rechtfertigen nichts gibt. Man kann aus dieser Kneipe nur raus und sich elegantere Gesellschaft suchen, die den Tango argentino niedersächsischen Schuhplattlern vorzieht. Das war mal klar. Dazu hatte ich genug Freud gelesen, um auf Anhieb zu wissen, ich hatte es mit einer zur Hochkultur gewordenen analen Phase zu tun. Daß das an sich ein Widerpruch ist, etwas, das tatsächlich nicht geht, aber wurde, war und ist, macht Schmidt für mich noch heute einzigartig.
    Aber was ich ihm, diesem grauslich unmusikalischen Mann, ablauschte, das eben war der Klang. Wobei ich gar nicht lauschen mußte, gar nicht besonders hinhören: sondern Schmidts Notation von Wörtern hält ihn wie eine Partitur fest. Wo wir bei anderen Autoren interpretieren müssen, muß man bei Schmidt nur lesen und zwar, das ist wichtig, laut. Es gibt auch nur wenige Musiker, die Parituren auf Anhieb vollständig hören können, und noch viel weniger, die das seiner Reinheit wegen tatsächlichem Erklingen vorziehen. Ich gehöre dazu nicht und wahrscheinlich auch nicht Sie.

    Was mich an KAFF vor allem faszinierte, war, was Schmidt Gedankenspiel nennt, bezeichnet von ihm selbst mit GS, so daß er GS1 zu GS2 und GS3 anordnen und geradezu schon modular bearbeiten kann, etwa ineinander verschieben. Das hat etwas Penibles, das zu einem analen Character auch paßt, der sich selbst rühmt, er benutze selbst beim Onanieren ein Präservativ; es ist aber a l s das Penible ein ausgezeichnetes Fundament. Man muß die Starre, die fast allen schmidtchen Texten eignet, inklusive ihres weniger selbstironischen als selbstgezoteten Witzes, der sich gern auf den eigenen Schenkel klatscht und der Bedienung feist auf den Arsch – muß sie nur flüssig machen, dachte ich, es fehlt vor allem die Liebe darin. Das Ding (!) aber selbst ist genial.

    Vieles, was ich hier schreibe, denke ich freilich erst heute; Schmidt wäre sonst Prägung nicht gewesen. Ich verschlang ihn mit meinen einundzwanzig/zweiundzwanzig genau so, wie ich den >>>> Dracula und >>>> Sherlock Holmes, ja selbst >>>> Perry Rhodan verschlungen hatte, den ich nun ebenfalls, auch bei Schmidt, wiederfand. Interessanterweise nimmt er bei ihm das heraus, was >>>> Bloch in all seiner Liebe zum Proletariat verschmähte: das Proletische. Das setzt er in Bewegung. Genau den widerlichen Ungeist des Kleinbürgertums, dem der Hitler entsproß. Vielleicht auch deshalb will immer mal wieder einer in Schmidt Fachistoides entdecken. Dabei wird nicht gesehen, wie Schmidts eigentliche Selbstdenunziation genau das aufhebt: er läßt es nämlich, in den Wortkonstruktionen, denken. Obwohl doch zu meinen wäre, daß auch das nicht geht. Bei Arno Schmidt geht es schon. Um das mit der Partei zu sagen: er ist, wiewohl ein Hochintellektueller, kein Verräter seiner Klasse, sondern bleibt mitten in ihr hocken. Auf dem Töpfchen natürlich, weil er noch immer nicht lassen konnte, wovon man lassen sollte. Er gibt nicht gerne her.
    Darum hat er auch solch einen Blick für die… nein, Homoerotik ist völlig das falsche Wort. Sondern für den Homofick, auch den nicht einmal nur heimlich erhofften, sondern weggedrängten. Dabei ist er homophob. Den Mann geilen Titten, und zwar so derb, wie ich‘s schreibe. Das muß man sich klarmachen, um einen ganz anderen Witz als das Schenkelgrölgefeixe zu verstehen, der in Schmidt zur Dichtung wurde. Für mich sein bestes und darum auch mir liebstes Buch ist ohne Abstrich (man kann gar nicht anders bei ihm, als sexuell zu verbalisieren) >>>> Sitara. Ich las auch das in der lieblosen Fischer-Taschenbuchausgabe. Daß >>>> Friedrich Forsmann es mir jetzt als Fetisch geschenkt hat, in der von ihm gestalteten edlen Ausgabe der >>>> Arno Schmidt Stiftung, bedeutet mir mehr als nur ein Geschenk. Es steht nun, wie die Statue >>>> Aldas, für immer auf meinem Schreibtisch, gleich neben ihr.

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    Schmidt weist darin poetisch nach, was zu wissenschaftlicher Analyse selbstverständlich ein Unterschied ist, wie sich in Karl May die, zum Beispiel, Landschaften aus homoerotischen Bildern ergeben: grob vereinfacht links ein Hügel, rechts ein Hügel, zwischen beiden läuft in der Rinne meist ein Bach, und in einem Loch gurgelt das ab. Dem bildnerischen Befund stellte er einen gleichsam onomatopöischen zur Seite, indem er nach Häufungen von cul-Lauten sucht und derart fündig wird, daß man vor Lachen schreien will; culus, selbstverständlich.
    Das erfuhr Ablehnung, klar, und zwar durch dieselben Leute, die schon von Nietzsche wußten und >>>> von Bloch, daß es um Überwindung gehe der Wissenschaft durch Dichtung und dann herum die Roll‘ getauscht: jetzt führen alle Weibchen. Überhaupt war Arno Schmidt ja nicht durchgesetzt bis kurz vor meiner Zeit. Alles sich Verwenden half nichts: die Kritik nahm ihn nicht ernst, ignorierte ihn; der Andersch ist darüber manchmal in Rage geraten. Das änderte sich erst, als Geld, wirklich Geld ins Spiel kam, indem Jan Reemtsma Schmidt nicht protegierte, so kann man das nicht nennen, sondern einem, den er tief verehrte, endlich den Rahmen gab, der ihm gebührt – wider alle. Ohne den wäre Arno Schmidt heute ein vergessener Autor, den man, wie dieser selbst seine heid‘nischen Altertümer, von einer Hand zu andren leise weitergibt: einer für Eingeweihte. Von solchem Eingeweihtsein zehrt trotzdem so mancher Bargfeldkreis. Dabei war ein Schmidt nicht George, um Jünger zu goutieren, schon weil da Nietzsche gilt, es sei doch reichlich schwierig, einem sehr viel Größeren von unten auf das Haupt zu spucken.
    Ich kann nicht in Abrede stellen, daß es ein bißchen auch das war, was mich damals so zu Schmidt zog; ich sah mit zweiundzwanzig, weil abgelehntes Kind, die Ablehnereien durchaus voraus, mit denen ich als Dichter würde kämpfen müssen. Außerdem lagen sowieso Absagebriefe bereits zu Dutzenden rum. Da hat man gerne, und sei‘s nur in Geist und Geschichte, Leidensgenossen zur Seite. Sofern die wehrhaft sind und ihr Talent und sich im Klagen nicht erschöpfen. Denn das macht schwach.
    Als >>>> mein erstes Buch erschien, fünf Jahre später, hieß es dann auch gleich: „wie Schmidt“. Was Unfug war. Was stimmte, in der Tat, war der Ton, die seelische Klangwelt, in der meine Protagonisten sprachen. Das hatte ich von Schmidt gelernt, wie man das einfängt. Mehr aber nicht.
    Gelernt habe ich indes noch anderes von ihm. Das Wichtigste, wahrscheinlich, für die Romane: wie man Spuren legt, wie man schon lange vor dem Ende das Ende eines Buches verrät, aber ohne daß der Leser es merkt. Da geht es um Gewebe, für das ein anderes Wort mit vollem Recht Textur ist. Zum Beispiel das. Es geht natürlich nicht nur um das Ende, sondern um möglichst jedes einzelne Motiv.
    Dann: daß man zu recherchieren habe. Ich kann nicht einfach schreiben, am 3.12. war Vollmond, doch da war nix am Firmament. Neumond war da nämlich.
    Dann: in dem famosen „Goethe und einer seiner Bewunderer“, wie Schmidt den Goethen abholt für die Akademie, weil der Ausgang hat vom Himmel und noch mal gucken will, was sich seit seiner Zeit getan. Wie er Goethe da aufs – sic! – Klosett runterholt, wo der sich keinen macht dasselbe – aber er zählt Kacheln, die weißen, die schwarzen vor den Schuhen, über die die heruntergelassene Hose fällt – und Schmidt für unser zweites sic! spannt oben über die Wand.
    Man schreibt nicht, Leute, „einfach s o“.
    Und dann, das Wichtigste vielleicht: seine Hörstücke. Ohne sie wäre keines >>>> der meinen entstanden. Durch Schmidt begriff ich ihre Poetik, die eine erdichteter Features ist und später bei mir mit einer völlig anderen Welt koalierte, von der ich auch noch sprechen werde. Dazu kam, vermittelt über Thomas Zenke, langjährig mein Redakteur wie mich lehrender Mentor beim Deutschlandfunk, der Originalton, von dem ich – nun wieder Musik – über John Cage, den seinerseits vermittelt über Glenn Gould, begriff, daß und wie er selber Musik war. Das wäre Arno Schmidt wohl eher fremd gewesen; dennoch initiierte er das.

    Und noch ein letztes. Ich habe >>>> schon geschrieben, daß meine Lektüren Cluster wurden; sie gingen, so drückte ich das da sehr viel besser aus, Bündnisse ein. Dieses Bündnis h i e r allierte Schmidt, Bloch, Freud, auch na-den-sowieso-Nietzsche mit Arthur Schopenhauer, der wiederum über Richard Wagner von Gustav Mahler mir vermittelt war und auch ein wenig über meine nun schon sieben Jahre zurückliegenden Buddhismus-Flirtereien, also dem Esoterikzeugs, dem ich bis sechzehn, bis mitten in meinen ersten und hoffentlich jemals einzigen Gefängnisaufenthalt anhing, der eine drei Tage währende Einzelhaft war. Aber die ist eine literarische Prägung wirklich nicht zu nennen.
    Ach, ich vergaß: Schmidt konnte, ganz wie ich, das Militär nicht leiden. Dafür muß man nicht Pazifist sein. Denn wir sind z o r n i g. – Dazu aber morgen.

  3. diadorim sagt:

    Ein Alchimist des Kleinbürgertums, schön gesagt, L. H. schickte mir damals als Entlohung für einen Text Alice Schmidts Tagebücher auf meinen Wunsch, sie protokollierte die Zugfahrten zu Martin Walser und dem Südwestfunk, das Haushalten mit dem Wenigen angesichts derer, die es schon ‚geschafft‘ hatten, akribische Neidprotokolle. Ich las gerade über ein Township, an das ein Zettel in der Gemeindehütte gepinnt war: Where you see a House, we see a Monument. Als ich in Bargfeld stand, sah ich eine graue Hütte, a Monument. Schmidt war ja kein romantischer Charakter, der Dümmer ist eben nicht die Copacabana. Das ist heute anders, wo die Copacabana für viele erreichbar geworden ist und zu viele an der Copacabana nur vom Haus am Dümmer träumen können. Seine Frauenfiguren waren starke Figuren, die Pocahontas zudem schmal und androgyn. Ich las ihn auch mit Anfang 20, M hatte den Leviathan und Schwarze Spiegel im Regal und als wir studieren gingen, hielt B. Spinnen das Proseminar, noch beinahe wie eine Art Revolte, denn als wir um ein Folgeseminar baten, hieß es: Herr Prof. Arntzen stehe Schmidt sehr kritisch gegenüber, was wohl so viel hieß wie, liebe Studenten, ich kann auch nicht schalten und walten wie ich will, so ein C4 Lehrstuhl ist wie Sanssouci, und Voltaire wird dort zwar geschätzt, aber an der Regierung nicht beteiligt. Die Hörstücke waren auch mir die liebsten, neben der Pocahontas und Aus dem Leben eines Fauns. Und ganz wie Sie kultivierte er das Aussprechen, worüber der Kleinbürger sonst nicht sprach und der Großbürger sich schon zu langweilen beginnt. Mir verschwimmen inzwischen diese Kategorien, ich kenne die Copacabana, aber den Dümmer nicht und liebe stille Tage an einsamen Brandenburger Seen. Vielleicht schlummert ja auch in jedem von uns ein Tarzangen. Ein Ranger sagte mir, er sei mit Herden von Elefanten groß geworden in Zimbabwe, was für ein Leben!!!, wieso soll ich da ständig nur Entbehrung sehen, er tut es selbst nicht, warum auch. Schmidt sah die Entbehrung nach dem Krieg, und baute sein Imperium auf das eigene poetische Erwirtschaftungswunder, das hat mich immer am meisten abgestoßen, diese ständige Betonung des ewig Schaffenden, die Zettelkästen, die Disziplin, das Hölzerne Dasein, das sich noch den Wind auf der Haut übersetzen muss, um ihn zu spüren. Bright eyes singt: And in this endless race for property and privilege to be won / We must run, we must run, we must run, und Schmidt ist gerannt und dieses rat race, da hab ich immer gedacht, die Kunst versucht einen anderen Weg, weit gefehlt, wie sollte sie auch, und doch, die Utopie und vielleicht Bloch mit ihr besteht für mich immer noch in diesem anderen Weg. Vielleicht Elefantenpfade.

    • @diadorim, der Andere Weg. Mir klingt darin >>>> Adornos Bezug auf den Geist über den Wassern, 1 Mose I,2, an, als dieses aber hätte noch gar nicht sein können, zumal, wenn man es >>>> mit Goethe und später der Psychoanalyse als menschliche Seele liest:


      Vom Himmel kommt es,
      Zum Himmel steigt es,
      Und wieder nieder
      Zur Erde muß es,
      Ewig wechselnd
      …,
      der freilich skeptisch genug war, seine, hätte PD Rohs gesagt, ‚Dialektik‘ zwar zu beklagen, aber eben auch zu sehen. Er wolle aber, wie Sie und quer durch die Menschheitsgeschichte, daß das Lamm beim Löwen liegt.
      Da würde aber der Löwe verhungern, und wir wissen nicht, was dann aus dem ökologischen Gleichgewicht derart geriete, daß es nun spätere Lämmer nicht mehr würde geben.
      Was ich zudem auf Ihr rat race einwenden möchte, ist etwas aus der Leidenschaft dessen, der seinen Beruf hat: daß er ihn nämlich gerne tut und auch gerne sechzehn Stunden am Tag, und nur selten erschöpft er. Dann braucht er Ruhe, aber n u r dann. Auch ist das von Ihnen hübsch so genannte Erwirtschaftswunder erstens historisch keines gewesen, da in Deutschland, anders als in die DDR, die gefleddert worden ist, ja ziemlich hineingestopft wurde, weil das politisch, nämlich militärisch als dienlich erschien: und zweitens verdanken wir ihm einigen Wohlstand, zu dem ich auch zähle, und besonders, daß ich einem Beruf nachgehen kann, den ich auch will.
      Wichtiger hier ist aber der Geist über den Wassern, weil dahinter der Gedanke steckt, Welt könne konfliktlos existieren. Das kann aber selbst nicht die Pflanze. Konfliktlos wäre Entropie, alles stünde still, wäre – tot. Ich teile deshalb eschtologische Vorstellungen, die so etwas unbedingt sind, auch nicht als einen Wunsch. Ich messe mich gerne und leide nur dann, wenn verschiedene Uhren Verwendung finden, die Läufe zu stoppen. Also wenn es unfair zugeht. Aber selbst das gehört zum Spiel, daß man sich dann dagegen erhebt, wie ebenfalls der ungewisse Ausgang.
      Mir gefällt des weiteren, daß Leben wi r d, nicht einfach ist, weil sich Lust nur erleben läßt, wenn es Diffenzen gibt, also auch Schmerz. Und wenn einer eine Spur hinterlassen will, die die Richtung des Lebens mitbestimmt und auch sichtbar ist als ein Haus meinetwegen, als eine Musik, aber auch als eine Säule, die im verborgenen stützt, und wenn sie oder er dafür mit ganzer Seele kämpft, dann mag ich das kein rat race nennen, sondern wer es so nennt, macht genau das klein, was Menschen groß macht.
      Man muß nicht mitrennen, nein, aus welchen Gründen auch immer nicht. Das ist aber kein Grund für eine Überhebung, auch nicht, wenn die nicht laut ist, sondern bescheiden vorgebracht wird.

      P.S.: Da ich gerade mit jemandem über diese meine Antwort sprach: Ich meine sie generell, auf keinen Fall persönlich. Niemand, wirklich, muß etwas wollen. Wer „nur einfach leben“ möchte, hat dazu alles Recht. Wer „Welt wenden möchte“, aber auch. Und dazu bedarf es eben einer besonderen Anstrengung, von der man zudem sagen muß, daß de facto nicht alle Menschen die Fähigkeiten haben. Sie sollten dann aber denen, die sie haben, nicht deshalb gram sein.

    • diadorim sagt:

      Sehen Sie, und ich habe eben manchmal meine Zweifel, ob das Welt wenden immer und ausschließlich einer besonderen Anstrengung bedarf, ich seh das eher wie mit dem Verlieben, und dass wirklich umwälzende Prozesse nahezu magisch in Gang gebracht werden und by the way, so, dass man kaum selbst mit ihnen gerechnet hat, noch sie wirklich planen konnte. Ich möchte ja auch nur einfach meine Kunst machen, nur eben nicht in einer Art Wettrennen, Schmidt wurde das ja nicht müde zu betonen, was das alles an Kraft kostete, und, ich glaube es ihm gerne, allein, ich hab oft gedacht, wenn es Entbehrung bedeutet, warum dann nicht durch die Heide spazieren, er hat natürlich auch so mit einer Gesellschaft kokettiert, die Leistung und Entbehrung immer zusammen denkt, und das war mir immer ein unangenehmer Gedanke, alles immer Arbeit heißen zu müssen, weil so ein Künstler es ja auch nicht besser haben soll, sondern eben auch am besten schuftet und leidet, und es ist ja auch alles andere als einfach, einen guten Text zu schreiben, ich wehre mich doch nur dagegen, dass man ihn sich zur Legitimation immer abringen muss, mit genügend aufwendigem Beweismaterial – alles akribisch recherchiert – immer den inneren Udo Bölts zur Hand, mit seinem Quäl dich du Sau, alles immer Alpe d’Huez, alles immer no pain, no gain, was ist mit der Leichtigkeit des Seins? Mehr wende ich doch gar nicht ein, und ich schätze doch auch all die errungenen Leistungen, nur das Ringen um sie allein, dem konnte ich noch nie so viel beimessen, wie es eine Leistungsgesellschaft gerne tut, das leicht Hingeworfene, dem konnte ich halt auch immer schon was abgewinnen, was doch besondere Anstrengungen gar nicht schmälern will, nur sagen, dass einem etwas unwohl ist, wenn alles immer nur Anstrengung sein soll.

    • Ist es, diadorim, ja nicht. Sondern Sie werden wie ich diese irrsinnigen Momente, die ganze Tage werden können, kennen, an denen plötzlich der Rausch des Schreibens beginnt und alles, was an Sperren da war, einfach so abfällt, und jeder Satz gelingt und blüht weit über einen selbst hinaus auf. Eine ganze Welt entsteht plötzlich, die war aber vorher hinter irgendwas versteckt, vielleicht sogar verrammelt, und da half es dann nichts, als diese festgenagelten Bretter irgendwie aus dem Rahmen zu kriegen.
      Musiker sind für mich immer ein Beispiel gewesen. Wir lernen das Klavier nicht einfach so, es fällt nicht in die Hand, schon gar nicht das Cello. „Irgendwann hört Technik auf, ein Problem zu sein“, hat Rostropovitsch gesagt. Ich weiß sehr gut, was er meinte. Dann denkt der Kopf nämlich nicht mehr nach, weil die Wege zwischen den Synapsen das besorgen; die haben wir aber erst bauen müssen. Problematisch beim Instrumentalisten, weil es noch Jugend voraussetzt, denn später schiebt der Körper vor Anstrengungen dieser Art die Sehnenscheidenentzündung. Ignorieren wir sie, wird sie chronisch –
      der Geist ist flexibler, er lernt auch noch spät, wenn auch nur z u den vorhandnen hinzu, die nämlich bleiben. Die Frage ist also doch nicht, ob Leistung und Schweiß, sondern: Leistung wofür? – da liegt im Pfeffer der niesende Hund. Klar ist Leistungsgesellschaft scheiße, wenn es drum geht, die Leistung zu erbringen, um das sich kaufen zu können, was dann die nächste Leistung erfordert, und immer so weiter ohne das, was Marx einen Gebrauchswert nennt, statt dessen den Tauschwert verdinglicht zum Fetisch. Aber wenn einer zu s i n g e n lernt? Und hat auch die Stimme? Das liegen lassen? Uns fallen die Worte nicht zu, jedenfalls mir nicht. Sie wollen umworben sein, und haben recht. Sie spreizen sich nicht aufs Fingerschnipsen, weil grad dem Nachbarn danach ist, und er holt sich die Molle, die aus dem Kühlschrank meine ich jetzt.
      Und hat er nicht recht, Sainte Exupéry, daß der Mensch etwas brauche, gegen das er sich austauschen könne? Weil nämlich sonst nur Funktion ist, organisch; nicht einmal nähm er mehr war, was ein Licht auf dem Blatt, so wunderlich grün und man kann es nicht fassen.

    • phyllis sagt:

      Sie formulieren ja wie flüssiger Nougat momentan, lieber ANH.

    • ABC sagt:

      @ANH „Wer ein bißchen etwas von Psychologie versteht“
      — Wer ein bisschen was von Neurowissenschaften versteht, weiß, dass sich das Hirn ein Leben lang formt und entwickelt, indem sich entsprechend neuer Erfahrungen ständig neue neuronale Verknüpungen bilden. Stichwort: Neuroplastizität. Auch aus epigenetischer Perspektive wäre hierzu einiges zu sagen: Erfahrungen, die wir ein Leben lag machen, verändern zwar nicht eigentlich unser Genom, „knipsen“ aber sozusagen bestimmte regulatorisch wirkende Gene ein bzw. aus.

    • @ABC. Dennoch besteht spätetens ab dem Erwachsenenalter eine Virulenz alter Muster, die nicht überschrieben werden; zwar werden neue Bahnen immer wieder angelegt, sie haben aber eine vergleichweise geringere Fahrtdichte, sofern sie nicht permanent befahren, das heißt geübt werden. Der Aufbau späterer Bahnen ist auch zäher, was man einfach schon daran beobachten kann, daß Kinder sehr viel schneller, leichter und geradezu extrem mehr lernen, je jünger sie sind. Jeder, der im Erwachsenenalter noch eine Fremsprache dazulernt, weiß das. Wobei auch das „lernen können“ bereits als Bahn früh angelegt wird – oder eben nicht. Die älteren neuronalen Verbindungen haben das Primat; sie können aber durch ständige Benutzung – das heißt: durch möglichst unentwegte Arbeit (= Übung) – „in Schach“ gehalten werden. Was übrigens a u c h eine Antwort >>>> darauf wäre.

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