Fahlmann (1): Mundus est fabula. Von Christopher Ecker.

In den Tagen vor der Abreise dachte er oft an dieses Ölgemälde von Jean Baptist Wenix, das einen herausfordernd nachdenklichen René Descartes zeigt, der ein Buch in der Hand hält. Die Wahrhaftigkeit des Buchtitels hatte den jungen Bahlow im Untrechter Centraal Museum erschüttert: Mundus est fabula. Wahrscheinlich lebt es sich besser, wenn man alle Geschehnisse als Bestandteil einer Geschichte sieht, überlegte er beim Kofferpacken, als Kettenglieder einer deutbaren Geschichte, die man jedoch nicht liest, sondern erlebt. Eine Stunden später überlagerten ähnliche Gedanken das mesmerisierende, abteilfüllende Rattern der Dampflokomotive, doch erst in Marseille beschloß er, mitzuspielen und die Zeichen zu deuten. Erinnerte der helle Kalkstein der Stadt nicht an vom Sonnenlicht gebleichte Knochen? Aber was hatte das zu bedeuten? Stand das für Afrika?
Christopher Ecker, >>>> Fahlmann, S 59.
Das Leben als einen Roman betrachten (14)
Das Leben als Roman (13) <<<<



[Siehe auch:
>>>> Arbeitsjournal vom 5.8.2013.
>>>> Arbeitsjournal vom 6.8.2013.]

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