Gleichsam über Nacht. Krokusse im Arbeitsjournal des Mittwochs, den 4. März 2018.

[Arbeitswohnung, 16.13 Uhr]
Es war der Frühling-selbst, der mich rief, offenbar.  Es kam mir vor, als wären diese Krokusse rein über Nacht aus der Erde gekommen.

Also. Zum ersten Mal seit einem Jahr wieder gelaufen, und selbst da hatte ich vor den nur drei Läufen ein Dreivierteljahr lang ausgesetzt; etwas locker genommen, lief ich also seit knapp zwei Jahren nicht mehr.
Meine Konstitution spricht auch eine deutliche Sprache, sie und die Kondition: Nach 5,9 km meldete sich der Kreislauf, ließ mir übel werden; so ging ich, wenn auch beeilt, weiter, etwa einen Kilometer und wechselte dann erneut ins Laufen; das Intervalltraining bis zum Ende der siebten Runde (à 1,3 km). Und mit dem Fahrrad nachhause.
Da war ich dann ziemlich ausgepowert. Ab unter die Dusche, dann hingelegt: Zwei Stunden, und zittrig, durchgeschlafen. Aber 80,8 kg Körpergewicht bei 1,80 Körpergröße sind nicht akzeptabel, sondern deutliche sieben Kilo zu viel. (Ich hatte mich heute erst, nach dem Duschen, nach langem wieder auf die Waage getraut). In vier Wochen, spätestens, will ich die Kilos runterhaben. Das ist gut zu schaffen.
Deshalb: Ab heute zuhaus keinen Alkohol mehr, sondern – bis Christofero Arco und ich in Amelia sein werden – allenfalls noch dann wenn ich bei wem zu Gast geladen bin. Und kein Brot mehr. Süßigkeiten eh nicht. Erstmal nur noch Haferflocken und Salat. Ab nächste Woche, wenn ich auch das Krafttraining wieder anfangen werde, auch Eier, Fleisch und Fisch. Dazu Obst.

Denn hab ich, liebste Freundin, meine 74 wieder und kann auch wieder auf Jagd. Momentan würde ich mich schämen, mich entkleidet zu zeigen.

(Zur Kontrolle unten je die Werte).

Aber ich öffne meinen Briefkasten und find d a s:

Ich meine, gestern schrieb ich erst drüber, bestellte zwar selbstverständlich sofort, aber heute ist es schon da! Möglich gemacht hat es der Berliner Antiquar Werner Wunderlich. Leider fand ich keine Website von ihm. So sei ihm auch ohne Verlinkung gedankt.

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